Menschen, die unter zitternden Händen leiden, haben schnell die Befürchtung, an Parkinson erkrankt zu sein. Bei Morbus Parkinson handelt es sich um die am weitesten verbreitete Erkrankung des Nervensystems. Überwiegend ist das Gehirn betroffen, Forscher haben aber erst in jüngster Vergangenheit herausgefunden, dass sich die Erkrankung auch in anderen Körperregionen, zum Beispiel im Magen-Darm-Bereich, auswirkt.

Dabei ist das in den meisten Fällen nicht so. Vielmehr handelt es sich bei dem Händezittern oft um einen sogenannten Tremor. Darunter versteht man ein Zittern, dessen Ursachen noch nicht wirklich erforscht worden sind. Der Unterschied zu Parkinson: Beim Tremor zittern in der Regel beide Hände oder Beine. Zudem handelt es sich um ein deutlich heftigeres Zittern. Es tritt dann auf, wenn Sie als Betroffener Ihre Hände weit nach vorne strecken oder aber etwas festhalten. Leiden Sie dagegen unter Parkinson, kommt es vor allem in Ruhesituationen zum Zittern.

Stellen Sie bei sich ein Zittern fest, rate ich Ihnen, dass Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Denn neben einem Tremor, der die häufigste Ursache ist, können auch Multiple Sklerose, Epilepsie oder Nervenerkrankungen hinter dem Zittern stecken. Unterzuckerung, Schilddrüsenerkrankungen oder Medikamenten-Nebenwirkungen können ebenfalls hierzu führen. Alle diese Erkrankungen können Symptome auslösen, die der Parkinson-Erkrankung ähneln. Laien können das in der Regel nicht unterscheiden. Ihr behandelnder Arzt muss dies ausschließen, dann kann ein Tremor mit Medikamenten gut behandelt werden.