Viele Menschen über 60 Jahre haben einen krummen Rücken. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern ist für die Betroffenen mitunter auch sehr schmerzhaft. Schuld am Buckel ist oftmals eine Osteoporose. In Deutschland sind immerhin etwa 6 Millionen Menschen von dieser Erkrankung betroffen.

Magnesium ist das A und O

Dass sich mithilfe einer bewussten Ernährung vorbeugen lässt, zeigte 2014 beispielsweise eine Studie der Universität von Buffalo im US-Bundesstaat New York. Bei insgesamt 4.778 Frauen nach den Wechseljahren wurde die Knochendichte gemessen. Dabei stellte sich heraus: Frauen, die täglich 400 mg Magnesium zu sich nehmen, hatten ein geringeres Osteoporoserisiko als Frauen, die weniger als 200 mg Magnesium aufnehmen.

Genauer gesagt: Bei Frauen in der 400-mg-Gruppe lag der Mineralgehalt im Hüftknochen durchschnittlich bei über 0,860 g/ cm². In der 200-mg-Gruppe durchschnittlich bei unter 0,830 g/ cm². Sie sollten wissen: Etwa 60 Prozent des Magnesiums in Ihrem Körper lagert in den Knochen. Bei Magnesiummangel nimmt sich der Körper den Mineralstoff direkt aus dem Skelett. Und das wirkt sich negativ auf Ihre Knochendichte aus. Achten Sie also insbesondere in der zweiten Lebenshälfte darauf, dass Sie Ihren Körper ausreichend mit Magnesium versorgen.

Meiden Sie „Kalziumräuber“

Was Sie aber auch nicht außer Acht lassen sollten: Meiden Sie Kalziumräuber. Das sind Lebensmittel, die Ihre Kalziumaufnahme hemmen oder die die Kalziumausscheidung steigern. Phosphatreiche Lebensmittel beispielsweise wie Fleisch- oder Wurstwaren sollten Sie nur mit Vorsicht genießen: Denn Phosphor erschwert Ihrem Körper die Kalziumverwertung. Koffein wiederum, enthalten in Kaffee oder Cola, steigert die Kalziumausscheidung über den Urin.

Das sind Kalziumräuber

  • Fleisch
  • Wurst
  • Schmelzkäse
  • koffeinhaltige Limonaden
  • Spinat
  • rote Bete
  • Mangold
  • Rhabarber

Vorsicht auch bei der Aufnahme von Oxalsäure: Die Säure kann in Ihrem Darm Kalzium binden und somit letztendlich die Aufnahme des Mineralstoffs verhindern. Enthalten ist Oxalsäure beispielsweise in Spinat oder Rhabarber.

Silizium hat heute eine große Bedeutung, und zwar weniger in der Medizin als vielmehr in der Technik. Denn sowohl Computerchips als auch moderne Mobiltelefone kommen nicht ohne diesen Stoff aus. Fast in Vergessenheit gerät dadurch, wie wichtig Silizium (Kiesel­säure) für unseren Körper ist.

Silizium nimmt unter den Mineralstoffen eine Sonderrolle ein. Denn es unterscheidet sich deutlich von Mag­nesium, Kalzium & Co. All diese Vitalstoffe wirken aktiv am Körpergeschehen mit. Sie regen den Stoffwechsel an, beschleunigen die Herstellung und Ausschüttung von Hormonen und Botenstoffen oder beeinflussen das Wachstum der Zellen. Silizium dagegen ist ein passiver Vitalstoff. Er wird überall da eingesetzt, wo es auf Stabilität und  Belastbarkeit ankommt. Ein festes Bindegewebe, starke Fingernägel: Hierfür braucht Ihr Körper Silizium und das sind auch die Aufgaben, für die dieser Mineralstoff bekannt ist.

Welche Aufgaben hat Silizium im Körper?

Silizium verhindert nicht nur, dass Sie weiche Nägel haben und Ihr Bindegewebe sich zur Orangenhaut wellt. Vielmehr hat der Vitalstoff noch ganz andere, zum Großteil unbekannte Aufgaben:

  • Silizium erhöht die Festigkeit Ihres Bindegewebes.
  • Es stabilisiert Sehnen und Bänder.
  • Es schützt Sie vor Arteriosklerose.
  • Es beschleunigt die Heilung von Wunden.
  • Es sorgt für harte Knorpel.
  • Es sorgt dafür, dass mehr Kalzium in die Knochen eingelagert wird.

Gesteigerte Kalzium-Einlagerungen in den Knochen

Doch wie haben Sie sich die Auswirkungen des Vitalstoffs auf Ihre Knochen vorzustellen? Ihre Knochen bestehen, wie übrigens auch Haut und Nägel, aus Bindegewebe. Dies sieht aus wie ein Netz: Es besteht aus Eiweißen (Kollagen) und aus Zuckerketten, die Stickstoff enthalten.

Nehmen Sie ausreichend Silizium zu sich, ist es in der Lage, beide Bestandteile des Bindegewebes miteinander zu  verbinden. So kann es das Netz aus Zuckerketten und Kollagen deutlich verdichten. Dadurch steht eine größere Oberfläche zur Verfügung, in die Kalzium eingebaut werden kann: Ihre Knochen werden deutlich stabiler. Darüber hinaus hat Silizium einen wichtigen Nebeneffekt. Es ist in der Lage, die Menge an Wasser, die Ihr Bindegewebe aufnehmen kann, deutlich  zu erhöhen. So wird das Bindegewebe elas­tischer. Für Ihre Knochen bedeutet das, dass sie nicht mehr so schnell brechen, wenn Sie stürzen oder sie anderweitig zu stark belasten.