Menschen, die weniger als sechs Stunden pro Nacht schlafen, sind überproportional häufig gefährdet, Übergewicht zu entwickeln und an Diabetes zu erkranken. Untersuchungen der Simon Fraser University in Burnaby/Kanada haben nun ergeben, dass auch die Zeit, in der wir aufstehen, einen Einfluss auf die Gewichtszunahme beziehungsweise -abnahme hat.

Die Wissenschaftler hatten den Studienteilnehmern Handgelenksmonitore gegeben, mit denen die Lichtmenge gemessen wurde, die der Körper aufnimmt. Aufgezeichnet wurde, welches Licht und welche Menge davon den Körper wann trifft. Außerdem gaben die Teilnehmer Auskunft über ihre Nahrung. Sie protokollierten, wann sie wie viel zu sich nahmen, sodass die Kalorienmenge der aufgenommenen Nahrung errechnet werden konnte. Darüber hinaus wurde das Gewicht der Studienteilnehmer ermittelt, woraus wiederum der Body-Mass-Index (BMI) errechnet wurde.

Es zeigte sich, dass diejenigen, die früh morgens aufstanden und viel Morgenlicht tankten, einen deutlich niedrigeren BMI hatten. Die Ernährungsgewohnheiten spielten keine Rolle – die Ergebnisse waren gleich, auch wenn die Frühaufsteher das Gleiche aßen wie die Langschläfer. Grund für den niedrigen Body-Mass-Index, so die Forscher, ist das Morgenlicht. Es hat eine kurze Wellenlänge. Diese ist in der Lage, die Produktion des Hungerhormons Ghrelin zu reduzieren. Je geringer die Menge dieses Hormons im Körper ist, desto weniger Hunger haben Sie. Es zügelt also Ihren Appetit und ist so in der Lage, für weniger Gewicht zu sorgen.