Gerade wenn Sie Sport treiben, kann es schnell passieren: Sie knicken um und haben sich den Knöchel verstaucht. Auch von Prellungen sind Hobbysportler ab und zu einmal betroffen. Gut, dass Sie sich in diesen Fällen mit der Homöopathie schnell und unkompliziert selbst helfen können.

Kleinere Verletzungen an den Gelenken können Sie in vielen Fällen selbst behandeln.

Wenn Sie viel Sport treiben und öfter einmal mit kleinen Sportverletzungen nach Hause kommen, empfehle ich Ihnen, Arnica montana bereit zu halten. Denn dieses Mittel ist ideal für die schnelle Erste Hilfe. Es lindert nicht nur die Schmerzen, sondern auch einen eventuellen Schrecken oder Schock, der durch die Verletzung auftreten kann. Zur anschließenden Behandlung bieten sich dann andere Mittel an, die ich Ihnen hier vorstelle. Beachten Sie aber Folgendes:

  • Haben Sie sich im Straßenverkehr verletzt, auf einem glatten Bürgersteig, bei Sportveranstaltungen oder durch einen Angriff, sollten Sie immer zum Arzt gehen, auch wenn die Verletzung noch so klein und harmlos ist. Das hat versicherungstechnische Gründe.
  • Wenn Sie sich eine Prellung oder Verstauchung im Bereich des Kopfes, der Brüste, Genitalien oder Nieren zuziehen, sollten Sie sich ebenfalls ärztlich untersuchen lassen.
  • Das gilt auch für Verletzungen, bei denen die Schwellungen trotz homöopathischer Behandlung immer stärker werden.

Diese Mittel helfen Ihnen bei Verstauchungen und Verrenkungen

  • Aconitum napellus: Sie haben starke Schmerzen. Hinzu kommt, dass das betroffene Gelenk rot und heiß wird. Sie verspüren Angst und Unruhe. Nachts und bei Wärme haben Sie stärkere Schmerzen. Kälte und kalte Umschläge bessern Ihre Beschwerden.
  • Arnica montana: Um die verletzte Stelle herum bildet sich ein Bluterguss, verbunden mit einer Schwellung. Bewegungen schmerzen Sie, der betroffene Bereich fühlt sich wund an. Sie haben Angst vor Berührungen und Annäherung. Viele Menschen wollen sich nicht untersuchen lassen. Berührung, Bewegung und Druck verschlimmern die Schmerzen, Wärme und warme Umschläge führen zu einer Besserung.
  • Bryonia alba: Ihre Schmerzen sind stechend, jede Bewegung sorgt dafür, dass sich Ihre Beschwerden verschlimmern. Um die betroffene Stelle herum bildet sich eine harte und heiße Schwellung. Sie sind gereizt und verärgert, wollen allein gelassen werden. Neben Bewegung führen auch Erschütterungen, Berührungen und Wärme zu einer Verschlimmerung der Schmerzen. Durch Ruhe, festen Druck, enge Verbände und Kälte kommt es zu einem Abklingen der Beschwerden.
  • Chamomilla: Sie verspüren unerträgliche Schmerzen und sind sehr schmerzempfindlich. Dazu kommt, dass Sie gereizt, launisch und verärgert sind sowie rasch wütend werden. Nachts und bei Wärme verschlimmern sich Ihre Beschwerden.
  • Ledum palustre: Das verstauchte Gelenk fühlt sich äußerlich kalt an, innerlich verspüren Sie ein Brennen. Wärme, auch Bettwärme sorgt für schlimmere Schmerzen. Kälte, Eis und kalte Umschläge lindern Ihre Beschwerden.
  • Rhus toxicodendron: Das Gelenk, das verletzt wurde, fühlt sich sehr steif an. Sie leiden unter reißenden Schmerzen in den umgebenden Sehnen und Bändern. Hinzu kommt eine starke Unruhe mit einem Bewegungsdrang, der dazu führt, dass Sie das betroffene Gelenk nicht ruhig halten können. Die Schmerzen werden stärker, wenn Sie mit der Bewegung beginnen, sowie in Ruhestellung. Bei dauerhafter Bewegung und Wärme lassen Ihre Beschwerden nach.
  • Ruta graveolens: Sie haben die Knochenhaut oder die Sehnen von Hand- oder Fußgelenken verletzt. Hinzu kommt ein Gefühl von Zerschlagenheit und Kraftlosigkeit. Bei Kälte verschlimmern sich Ihre Beschwerden, bei leichter Bewegung lassen sie nach.

Diese Mittel helfen Ihnen bei Prellungen und Quetschungen

  • Arnica montana: Ihre Beschwerden sind eine Folge von Stürzen, Schlägen oder einer Weichteilprellung. Verbunden sind sie mit Schwellungen und Blutergüssen. Sie fühlen sich zerschlagen, sind berührungsempfindlich und verspüren ein Wundgefühl. Jeder Untergrund, auf dem Sie liegen, ist Ihnen zu hart. Hinzu kommt, dass Sie Angst vor Berührungen haben und sich nicht untersuchen lassen wollen.
  • Ledum palustre: Die geprellte Stelle fühlt sich äußerlich kalt an. Innerlich verspüren Sie ein Brennen. Wärme (auch Bettwärme) sorgt für schlimmere Schmerzen. Kälte, Eis und kalte Umschläge lindern Ihre Beschwerden.
  • Hypericum perforatum: Sie haben Schmerzen durch Nervenverletzungen wie bei eingeklemmten Fingern oder Stauchungen der Wirbelsäule. Auch Steißbeinverletzungen durch Stürze auf das Gesäß können Sie mit diesem Mittel behandeln. Die Schmerzen schießen an den Nerven entlang. Sie verspüren ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl.