Es gibt Obst- und Gemüsesorten, die sind fest mit einer Jahreszeit verbunden. Der Kürbis gehört hierzu: Er ist in unserer Wahrnehmung ein reines Herbst- und Wintergemüse. Das ist schade, denn Kürbisse sind vielfältig, lecker – und einige Sorten sind auch im Frühling und Sommer zu kaufen. Zudem liefert der Kürbis viele Vitalstoffe. Noch mehr Gründe braucht es doch eigentlich gar nicht, um den Kürbis auch jetzt schon einmal wieder auf den Speiseplan zu setzen, oder?

Kürbisse gibt es in vielen Farben, Formen und Sorten. Gemeinsam ist ihnen, dass sie alle mit dem Herbst in Verbindung gebracht werden. Dabei gibt es einige Arten, zum Beispiel den Hokkaido-Kürbis, das ganze Jahr über. Der Grund dafür: Solange der Stiel – ansatz nicht beschädigt ist, halten sich die meisten Kürbisse lange. Die folgenden neun Punkte sollen auch Sie vom „Wundergemüse“ Kürbis überzeugen.

Kürbis ist gesund

Kürbisfleisch ist nicht nur sehr kalorienarm, es ist auch reich an wichtigen Vitalstoffen. So liefern Kürbisse Ihnen zum Beispiel viel Kalzium, das Ihre Knochen stark macht. Darüber hinaus sind sie reich an Eisen – wichtig für Immunsystem und Blutbildung – sowie an Kalium. Dieser Vitalstoff reguliert den Flüssigkeitshaushalt Ihres Körpers. Außerdem enthalten Kürbisse das sogenannte Betakarotin. Hierbei handelt es sich um einen Pflanzenfarbstoff, der wichtig für Ihre Augengesundheit ist. Und die enthaltene Kieselsäure sorgt für straffe Haut und feste Nägel.

Kürbis ist vielfältig

Es gibt wohl kaum ein Gemüse, das so wandelbar ist wie der Kürbis. So können Sie ihn als Mousse zubereiten, als Carpaccio in dünnste Scheiben schneiden oder für ein Risotto verwenden.

Nutzen Sie den Einsteiger-Kürbis

Hokkaido ist der Kürbis, der für Kürbis-Anfänger am besten geeignet ist. Der Grund: Er hat eine sehr dünne Schale, die Sie mitessen können. So entfällt das lästige Schälen des Fruchtfleischs. Zudem schmeckt er sehr dezent, sein Geschmack ist vergleichbar mit dem von Esskastanien. Am besten verwenden Sie ihn für Lasagne, Schmorgerichte oder Suppe.

Kürbis kann Pasta ersetzen

Wie vielseitig Kürbis sein kann, zeigt sich am Beispiel des Spaghetti-Kürbis. Er zerfällt, wenn er gekocht wird, und sein Fleisch erinnert dann an echte Spaghetti. Servieren Sie diese mit frischer, selbst gemachter Tomatensoße und Parmesan, haben Sie eine gesunde, kohlenhydratarme Nudelalternative.

Kürbis ist ein gutes Gemüse für Diabetiker

Kürbis ist für Diabetiker eine gute Wahl. Das haben mehrere Studien ergeben. Einen ersten Hinweis darauf, wie wichtig Kürbis bei Typ-2-Diabetes sein kann, lieferte im Jahr 2007 eine Studie der East China Normal University. Sie ergab, dass Kürbisextrakt nicht nur beim Diabetes-Typ-2 in der Vorstufe hilft, sondern auch wenn die Krankheit bereits weiter fortgeschritten ist. Eine japanische Studie der Iwate Universität aus dem Jahr 2009 ergab zudem, dass Kürbiskonzentrat die Glukosetoleranz verbessert und die Insulinresistenz verringert.

Kürbis schützt die Prostata

Der Kürbis ist vor allem für Männer interessant. Denn in ihm ist Glutaminsäure enthalten. Diese Aminosäure ist in der Lage, die Neubildung des Prostatagewebes zu bremsen, ja sogar zu verhindern. Dadurch kann der Kürbis vor gutartiger Prostatavergrößerung schützen. Ebenfalls eine Schutzwirkung gegen diese Erkrankung bieten die sogenannten Phytosterine; das sind sekundäre Pflanzenstoffe, die im Kürbis enthalten sind. Und die Phytosterine können noch mehr. Sie sind dem Cholesterin von der Struktur her sehr ähnlich. Dadurch schaffen sie es, dass der Cholesterinspiegel im Blut sich verringert – indem sie vorgaukeln, es wäre schon genügend Cholesterin vorhanden. So kann sich kein „echtes“ Cholesterin mehr ablagern.

So erkennen Sie reifen Kürbis

Eigentlich ist es ganz einfach, einen Reifetest beim Kürbis durchzuführen. Klopfen Sie einfach mit dem Fingerknöchel auf die Schale. Horchen Sie genau hin: Es muss hohl klingen. Erst dann ist der Kürbis wirklich reif. Vorsicht, wenn die Schale glänzt. Was schön aussieht, hat eine negative Seite. Das ist nämlich das Zeichen dafür, dass das Fleisch noch kein echtes Aroma besitzt.

Nutzen Sie auch Kürbiskernöl

Aus den Kernen der Kürbisse wird Kürbiskernöl hergestellt – das Verfahren hierfür ist besonders aufwendig. Aber es lohnt sich. Denn das Öl hat ein sehr feines, nussiges Aroma. Zudem ist es sehr gesund. In Studien hat sich gezeigt, dass vor allem die beiden Inhaltsstoffe Vitamin E und Linolsäure sehr gesundheitsfördernd sind. Sie wirken hohen Cholesterinwerten entgegen und können verhindern, dass Sie Herz-Kreislauf-Erkrankungen erleiden. Kürbiskernöl ist jedoch nicht für jede Verwendung geeignet. Sie sollten es nur für die kalte Küche nutzen. Erhitzen Sie es, gehen wertvolle Inhaltsstoffe verloren.

Machen Sie Ihren Kürbis haltbar

Sie können sich helfen, die kürbislose Zeit zu überbrücken: Frieren Sie Kürbis einfach ein. Das geht problemlos, wenn Sie ihn schälen und das Fruchtfleisch ganz fein raspeln. Alternativ können Sie es auch in kleine Würfel schneiden, diese zwei Minuten lang blanchieren und dann einfrieren. Den tiefgekühlten Kürbis können Sie zum Beispiel für Suppen verwenden. Sie können aber auch Aufläufe oder Soßen mit diesen eingefrorenen Kürbiswürfeln verfeinern und „aufpeppen“.