Sie sind in allen industriell verarbeiteten Lebensmitteln zu finden: Zusatzstoffe. Sie haben unterschiedlichste Aufgaben, aber häufig eine Gemeinsamkeit: Sie können unserer Gesundheit schaden. Welche Zusatzstoffe Sie unbedingt vermeiden sollten, erfahren Sie hier.

Verbesserte Haltbarkeit, schöneres Aussehen, besserer Geschmack: Die Aufgaben von Zusatzstoffen sind breit gefächert. Gemeinsam ist ihnen, dass sie nur in industriell zubereiteten bzw. verarbeiteten Lebensmitteln vorkommen. Und manche von ihnen sollten Sie lieber vermeiden. Denn gesund sind nicht alle diese chemischen Helfer.

Diese Zusatzstoffe sind problematisch

Baumwollsaatöl: Es klingt sehr harmlos, immerhin ist Baumwolle doch positiv zu sehen. Leider aber trügt der Schein. Das Öl wird aus Baumwollsamen gepresst. Es dient dann als Binde- oder Verdickungsmittel, zum Beispiel in Margarine, Snacks oder Soßen. Aber auch in Gebäck und Knabbereien ist es häufig zu finden. Und Baumwollsaatöl hat es in sich. Denn Baumwollpflanzen sind inzwischen sehr häufig genmanipuliert. Außerdem werden zu ihrer Kultivierung große Mengen Pestizide eingesetzt. Diese Pflanzenschutzmittel gehen auch in die Samen über. Daher kommt es nicht selten zu Allergien auf Baumwollsaatöl.

Lesen Sie sich genau durch, was auf der Verpackung steht. Taucht in der Zutatenliste der Begriff „Baumwollsaatöl“ auf, lassen Sie die Finger von dem jeweiligen Lebensmittel.

Hydrolysiertes Pflanzeneiweiß: Normalerweise bin ich ein Fan von Eiweiß. Ich empfehle Ihnen, wie auch meinen Patienten, hiervon reichlich zu verzehren. Allerdings verbirgt sich hinter hydrolysiertem Pflanzeneiweiß der Geschmacksverstärker Glutamat. Ich habe Sie in den Ausgaben von Dr. Spitzbart’s Gesundheits-Praxis schon häufig vor diesem Stoff gewarnt. Er kann zu Übelkeit, Müdigkeit und starken Kopfschmerzen führen. Leider findet die Lebensmittelindustrie immer wieder neue Wege zu verschleiern, dass dieser Geschmacksverstärker in vielen Lebensmitteln enthalten ist.

Vermeiden Sie Glutamat, wo Sie nur können. Der Stoff verbirgt sich hinter unterschiedlichsten Namen. Wachsam sollten Sie werden, wenn Lebensmittel folgende Zusätze enthalten:

  • hydrolisiertes Eiweiß
  • Pflanzeneiweiß
  • Hefeextrakt
  • strukturiertes Eiweiß
  • Malzextrakt
  • Brühe
  • natürliche Geschmacks- und Aromastoffe
  • Würzmittel
  • autolysierte Hefe
  • hydrolisiertes Hafermehl

Bromierte Pflanzenöle: Sie haben die Aufgabe, zum Beispiel bei Limonaden die Geschmacksstoffe gleichmäßig zu verteilen. In Deutschland und der Europäischen Union sind sie verboten. Allerdings bekommen Sie ja ohne Schwierigkeiten mittlerweile Getränke, die außerhalb der EU produziert worden sind – sowohl in Geschäften als auch im Internet.

Die Gefahr, die von bromierten Pflanzenölen ausgeht: Sie können zu Hautschäden, Schilddrüsenproblemen, Gedächtnisstörungen und Nervenerkrankungen führen. Verzichten Sie auf Getränke, von denen Sie nicht genau wissen, woher sie stammen. Auch sollten Sie keine Limonaden konsumieren, bei denen die original Zutatenliste nicht mehr lesbar ist.

Verzichten Sie zudem darauf, sich Limonaden zu bestellen oder zu kaufen, die außerhalb der EU bzw. in Amerika produziert worden sind.

Kaliumbromat: Während wir alle Kalium brauchen, ist Kaliumbromat ein Stoff, den Sie unbedingt meiden sollten, denn er hat sich in Tierversuchen als krebserregend erwiesen. Er ist in der EU, China und Kanada verboten. In den USA zum Beispiel wird er aber immer noch als Backhilfsmittel, als sogenanntes Treibmittel, verwendet. Und übers Internet, aber auch in manchen Läden können Sie diese Import-Lebensmittel kaufen. Sie sollten bei Import-Backwaren unbedingt auf die Zutatenliste schauen. Findet sich dort der Zusatzstoff E924, wissen Sie, dass Kaliumbromat enthalten ist. Dann gilt auf jeden Fall: Finger weg!