Es ist einer der neuen Trends auf dem Gesundheitsmarkt – Kokoswasser. Beworben wird es damit, dass es Gesundheit und Wohlbefinden steigern soll und bei der Regeneration nach Krankheiten helfen soll. Doch ist es wirklich so effektiv oder kann es Ihnen sogar schaden?

Bei Kokoswasser handelt es sich nicht um die Milch aus Kokosnüssen, vielmehr ist es ein klarer Saft, der sich im Inneren unreifer Nüsse findet. Verglichen zum Beispiel mit Orangen-, Apfel- und anderem Saft ist er allerdings sehr kalorienarm, da er deutlich weniger Zucker enthält. So enthalten die typischen Fruchtsäfte doppelt so viele Kalorien wie Kokoswasser.

Empfohlen wird Kokoswasser zur Erholung nach sportlichen Aktivitäten, es soll bei der Regeneration helfen. Ebenfalls soll es nach Erkrankungen wie Durchfall oder Ähnlichem getrunken werden, um den Mineralstoffhaushalt des Körpers wieder auszugleichen. Doch ist hier etwas dran?

Kalium, Natrium und Mangan sind tatsächlich im Kokoswasser enthalten. Allerdings ist ihre Menge abhängig vom Reifegrad der Kokosnuss und kann aufgrund dessen stark schwanken. Untersuchungen haben zudem gezeigt, dass es mit dem Mineralstoffgehalt der Flüssigkeit nicht so weit her ist und das Kokoswasser nicht wirklich effektiver als Leitungswasser ist.

Mineralstoffmenge in Kokoswasser nicht standardisiert

Grund dafür ist, dass die Mineralstoffmenge eben nicht standardisiert ist – es kommt darauf an, wie reif die verwendeten Kokosnüsse bei der Ernte waren und in welchem Verhältnis das aus unterschiedlich reifen Kokosnüssen gewonnene Wasser miteinander vermischt wurde. Je nachdem, wie reichhaltig Kokoswasser an Vitalstoffen ist, kann es dagegen sogar zur Gesundheitsgefahr werden, wenn Sie unter einer eingeschränkten Nierenfunktion leiden.

Dann können große Mengen Kokoswasser zu einer zu großen Kaliumaufnahme führen und eine Hyperkaliämie auslösen. Auch kann sich das Kokoswasser blutdrucksenkend bei Menschen auswirken, die unter einem erhöhten Blutdruck leiden. In Kombination mit Blutdrucksenkern kann dies zu einem zu starken Blutdruckabfall führen. Zwar wird Kokoswasser als „normales“ Getränk empfohlen, ich rate Ihnen davon aber ab. Zum einen enthält es auch Kalorien, wenn auch weniger als normaler Saft. Und zum anderen ist es auf Dauer ein teurer Durstlöscher, der keine positiven Wirkungen auf Ihre Gesundheit hat.