Wissen Sie, auf welchen Blutwert ich bei meinen Patienten den größten Wert lege? Das ist der Gesamt-Eiweißspiegel im Blut.

Tiefe Eiweißwerte begünstigen generell die unerwünschten abbauenden (katabolen) Prozesse in unserem Körper. Dazu gehören Muskel- und Knochenabbau, ein reduziertes Immunsystem sowie eine geringere Hormonbildung.

Darum strebe ich immer einen Eiweißwert im oberen Drittel an (über 7,7 g/dl), um den Körper optimal mit Aminosäuren zu versorgen.

Leider sieht die Wirklichkeit oft ganz anders aus. Viele Menschen haben traurig niedrige Eiweißspiegel. Bitten Sie darum einmal Ihren Hausarzt, Ihren Eiweißspiegel zu messen, besonders dann, wenn Sie sich nicht ganz so fit fühlen, unter Müdigkeit, an häufigen Infektionen, Muskelschwund oder Osteoporose leiden.

Und keine Angst vor Frühstückseiern, um den Eiweißspiegel anzuheben. Nur nicht ganz durchgekocht sollten sie sein. Wenn der Dotter noch weich ist, bleibt das B-Vitamin erhalten, welches uns wiederum vor dem „schlechten“ LDL-Cholesterin schützt.

Ihr

Dr. med. Michael Spitzbart