Viele Menschen, die unter Stress stehen, trinken (reichlich) Kaffee. Wissenschaftler der Universität Bonn haben nun nachgewiesen, dass sie damit instinktiv richtig handeln.

Die Forscher hatten chronisch gestressten Mäusen Wasser gegeben, das mit Koffein angereichert war. Es zeigte sich, dass die Mäuse, die das Koffein erhielten, im Gegensatz zu den Mäusen, die nur normales Wasser tranken, deutlich weniger Stresssymptome aufwiesen.

Das Koffein hemmte den Anstieg des Stresshormons Cortisol. Auch hatten die Mäuse bessere Gedächtnisleistungen, weniger Depressionen und weniger Angst. Warum aber kann sich Koffein so positiv auf Stress auswirken?

Grund dafür ist, dass es die Adenosin-A2A-Rezeptoren blockiert. Diese Rezeptoren werden unter Stress vermehrt gebildet. Docken hier bestimmte Moleküle an, kommt es zu den typischen Stresssymptomen. Werden die Rezeptoren dagegen durch Koffein blockiert, verringern sich die Stress-Beschwerden.

Wenn Sie keinen Kaffee mögen, können Sie übrigens auch koffeinhaltigen Tee trinken, er hat die gleiche Wirkung. Die Forscher gehen zudem davon aus, dass Koffein durchaus ein Ansatz für eine zukünftige Stressbehandlung sein könnte.