Rotwein gilt als das Herzschutzmittel Nummer eins. Da Alkohol aber gleichzeitig dem Körper Magnesium entzieht, das Sie für Ihre Herzgesundheit dringend brauchen, kann ich dieses Mittel natürlich nicht empfehlen. Dennoch haben Sie in Ihrer Nahrung genügend Schutzstoffe zur Verfügung, die Ihr Herz und ihre Gefäße stark halten. Sie müssen Ihre Nahrung nur dementsprechend zusammenstellen. Wie das geht, zeige ich Ihnen hier.

So halten Sie Ihr Herz gesund

Es gibt in der Apotheke viele Medikamente, die Ihnen versprechen, Ihr Herz zu schützen. Doch diese chemischen Mittel haben schwere Nebenwirkungen. Denken Sie nur an den Lipobay-Skandal vor ein paar Jahren. Besser ist es daher, Sie greifen zu natürlichem Herzschutz. Dieser ist ganz leicht zu bekommen: Sie finden ihn – völlig rezeptfei – im Lebensmittelgeschäft.

Abwarten und Tee trinken!

Aber schwarzer Tee muss es sein. Denn schon über eine Tasse nehmen Sie genügend Mangan auf, nämlich 73 Gramm. Dieses ist wichtig für den Energiestoffwechsel in den Zellen. Energie wird aber besonders in den Herzzellen gewonnen – daher brauchen Sie Mangan gerade hier. Nur wenn Sie eine ausreichende Menge Mangan zuführen, können die Mitochondrien, die kleinen Kraftwerke in den Herzzellen, dauerhaft ihre Leistung bringen und das Herz gesund schlagen lassen.

Knabbern Sie das ganze Jahr

Nüsse haben eigentlich eher im Herbst und Winter Saison. Dennoch sollten Sie auch im restlichen Jahr nicht auf diese effektiven Herzschützer verzichten. Denn gerade Nüsse schützen schon in geringen Mengen: 20 Gramm pro Tag senken Ihr Herzinfarktrisiko um über 30 Prozent. Dies bewirkt das Nussfett, das im Körper den LDL-Cholesterinspiegel senkt. Außerdem verbessert es die Fließeigenschaften Ihres Blutes. Geben Sie häufiger einmal gehackte Nüsse über Ihren Salat – das ist nicht nur gesund, sondern auch lecker.

Schaffen Sie sich ein Urlaubsgefühl – mit Kokosnüssen

Diese bringen nicht nur die Karibik zu Ihnen nach Hause, sondern auch jede Menge Selen. 200  µg davon brauchen Sie jeden Tag, denn damit schützen Sie Ihr Herz vor freien Radikalen. Mit 100 Gramm Kokosnuss nehmen Sie schon 800 µg Selen auf. Falls Sie kein Selen mögen, kann ich Ihnen auch Fisch empfehlen. 100 g Thunfisch zum Beispiel enthalten 82  µg Selen, 100 g Rotbarsch oder Hering 44 µg.

Fisch auf den Tisch

Das Fischöl besteht zum Großteil  aus Omega-­3-Fettsäuren. Diese können Ihr Herzinfarktrisiko um bis zu 45 Prozent senken. Allerdings ist nicht jeder Fisch gleich gut. Ich empfehle Ihnen fetten Seefisch, also Lachs, Forelle oder Makrele.

Greifen Sie vermehrt zu pflanzlichen Fetten

Tierische Fette aus Wurst oder Fleisch erhöhen Ihren Cholesterinspiegel – die Verkalkung Ihrer Arterien ist die langfristige Folge. Zudem machen diese Fette dick und führen Sie so in den Teufelskreis aus überflüssigen Pfunden, hohem Blutdruck und erhöhten Blutfettwerten.

Lernen Sie vor allem von den Asiaten

Ingwertee ist bei uns in Deutschland kaum verbreitet. Das muss sich aber ändern, denn er ist ein sehr effektives Herzschutzmittel. Ingwer enthält von Natur aus einen dem Aspirin verwandten Stoff, der allerdings nicht die magenschädigenden Eigenschaften des Aspirins hat. Dennoch beugt er Thrombosen, also verstopften Gefäßen, und damit einem Herzinfarkt, vor. Am besten ist es, Sie bereiten sich diesen Tee selbst und frisch zu. Dazu kaufen Sie sich ein Stück Ingwer und schaben rund 5 Gramm davon ab. Diese Menge kochen Sie mit einem Liter Wasser auf. Trinken Sie diese Menge jeden Tag. Sie senken so Ihr Thromboserisiko um bis zu 40 Prozent.

Herzschutz Tomaten

Tomatensoße, Tomatensuppe, ja selbst der Tomatenbelag auf der Pizza sind echte Schutzfaktoren für Ihr Herz. Erwärmte Tomaten enthalten viel effektives Lycopin. Wird dieser Stoff, der für die knallrote Farbe verantwortlich, erwärmt, verhindert er, dass sich das LDL-Cholesterin im Körper an den Gefäßen ablagern und diese verengen kann. Lycopin schützt die Männer übrigens doppelt gut, denn er senkt das Prostatakrebs-Risiko um über 40 Prozent.

Finger weg von Transfettsäuren!

Sie kommen in allen frittierten Lebensmitteln vor, verstecken sich hinter Bezeichnungen wie hydrogenisiert, gehärtet, oder partiell gehärtet. Diese Transfettsäuren sind der schlimmste Feind Ihres Herzens. Sie zerstören Ihre Herzwände, fressen Löcher hinein. Zudem erhöhen sie die Produktion von herzschädigenden Hormonen und erhöhen durch all diese Faktoren Ihr Herzinfarktrisiko um bis zu 66 Prozent. Überprüfen Sie daher die Verpackungen aller industriell hergestellten Lebensmittel genau, und machen Sie um solche, die Transfettsäuren enthalten, einen großen Bogen. Transfettsäuren verstecken sich auch hinter der Bezeichnung „gehärtete Fette“.

Achten Sie auf Ihr Taurin

Sonnenblumen- oder andere Kerne – eines dieser Lebensmittel sollte möglichst täglich auf Ihrem Speiseplan stehen. In ihnen ist jeweils eine der Aminosäuren Methionin oder Cystein enthalten sowie Vitamin B6. Diese Komponenten braucht Ihr Körper, um daraus die Aminosäure Taurin zu bilden. Taurin ist wichtig für einen stabilen Herzmuskel und einen regelmäßigen Herzschlag. Darüber hinaus hat Taurin eine antioxidative Wirkung. Es schützt Sie vor freien Radikalen, die sonst in Verbindung mit dem LDL-Cholesterin Ihr Herz angreifen könnten. Auf Ihren Taurinspiegel müssen Sie vor allem dann achten, wenn Sie vegan leben, denn es kommt nicht in Pflanzen vor. Zudem wird es durch die Einnahme der Anti-Baby-Pille abgebaut. Gerade Frauen und Veganer haben daher oft einen Taurinmangel, den Sie aber mit den oben genannten Lebensmitteln sehr gut ausgleichen können.

Grün auf den Teller

Spinat ist bei Kindern nicht sonderlich beliebt – Ihr Herz aber liebt dieses Gemüse. Denn Spinat enthält besonders viel Chlorophyll. Das ist der Farbstoff, der den Pflanzen die grüne Farbe verleiht. Die Moleküle dieses Farbstoffs enthalten besonders viel Magnesium, ein effektives Herzmineral. Darüber hinaus schützt Chlorophyll Sie aber davor, dass Ihre Zellwände ranzig werden. So ist nicht nur Ihr Immunsystem gestärkt, Sie beugen auch der Arteriosklerose vor. Mögen Sie keinen Spinat, sind Brokkoli und Brennnesseln ebenso gute Chlorophyll-Quellen.

Salzarme Nahrungsmittel bringen Ihr Herz in Schwung

Wenn Sie sich häufig müde fühlen, sollten Sie einmal Ihre Ernährung überprüfen. Ich wette mit Ihnen, dass Sie sich dann von vielen industriell verarbeiteten Lebensmitteln ernähren. Diese enthalten viel zu viel Salz. Das wird zwar über die Nieren ausgeschieden, aber auch Kalium verlässt dann in Massen Ihren Körper. Die Folge sind nicht nur die schon erwähnte Müdigkeit, sondern auch Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen. Denken Sie immer daran: Sie sollten fünfmal so viel Kalium wie Natrium zu sich nehmen. Reichlich enthalten ist es unter anderem in Kartoffeln, weißen Bohnen und Spinat.

Machen Sie ein Tauschgeschäft

Tauschen Sie Zucker gegen Honig. Denn dieser enthält Antioxidantien. Sie schützen damit Ihren Körper vor den freien Radikalen, die Arteriosklerose verursachen und so für einen Herzinfarkt mitverantwortlich sein können.

Knoblauch vertreibt nicht nur Vampire, sondern auch den Herzinfarkt

Studien haben ergeben, dass die Zehen sehr gut für Ihre Herzgesundheit sind. Durch die beiden Inhaltsstoffe Alliin und Allicin werden die Blutfettwerte und der Blutdruck gesenkt. Zudem sind diese Stoffe in der Lage, Blutgerinnsel aufzulösen, bevor diese die Herzgefäße verstopfen. Den vollen Herzschutz bietet Ihnen Knoblauch aber nur, wenn Sie die Zehen möglichst klein zerstoßen oder hacken und dann roh essen.