Hausstaub ist in erster Linie mal ein nerviges Problem. Aber am Staub setzen sich auch Chemikalien fest, die in der Umwelt enthalten sind. Forscher der George-Washington-Universität haben Staub untersucht und dabei toxische Stoffe gefunden, die in 90 Prozent aller Staubproben enthalten waren. Als Erstes fielen den Wissenschaftlern DEHP sowie drei andere Phtalate ins Auge. Diese Weichmacher sollen das Hormonsystem des Menschen negativ beeinflussen, zum Beispiel unfruchtbar machen. Zudem wissen wir, dass sie Leber, Nerven- und Immunsystem schädigen und Diabetes sowie Übergewicht hervorrufen können.

Flammschutzmittel im Hausstaub

Ebenfalls konnten die Forscher Phenole und Flammschutzmittel nachweisen. Erstere werden in Reinigungsmitteln eingesetzt und können nicht nur Leber, Niere, Verdauungssystem und Blut schädigen. Sie haben auch gravierende Auswirkungen auf das Verdauungssystem sowie das Herz-Kreislauf-System. Letztere sind zum Beispiel in Teppichen enthalten und sollen verhindern, dass sie leicht in Flammen aufgehen, sind aber schwer gesundheitsschädlich. Schon 2008 hatte eine Untersuchung von Staubproben in 600 Haushalten gezeigt, dass auch hier Weichmacher-Ausdünstungen weit über dem Grenzwert zu finden sind.

Nicht Fegen, sondern Wischen

Mein Tipp: Lüften Sie mehrfach täglich für fünf bis zehn Minuten (trotz Abgasen ist die Luft draußen in der Regel weniger belastet als die innen). Und verzichten Sie aufs Fegen. Staub sollten Sie besser mit einem feuchten Mikrofasertuch aufwischen (und das bitte nicht ausklopfen, sondern waschen).