Salmonella enteritidis heißt der Erreger, der zur Salmonellen-Lebensmittelvergiftung führt. Die Erreger werden mit unsachgemäßem Umgang mit Geflügel, aber auch mit verdorbenen Mayonnaise- oder Frisch- Ei-Speisen in Verbindung gebracht. Doch es gibt ein Lebensmittel, auf dem sich diese Erreger noch viel stärker ausbreiten können als auf Geflügel – zum Beispiel: auf verpacktem Salat. Diese Salatblätter, gewaschen und fertig geschnitten, werden in Tüten verkauft. Doch sind diese Salate eben nicht so gesund, wie sie scheinen. Denn sie sind ein Paradies für Salmonellen.

Der Grund dafür: aus den geschnittenen oder gequetschten Blättern tritt Pflanzensaft aus. Forscher der Universität Leicester haben untersucht, wie sich das Vorhandensein dieses Saftes auf die Verbreitung von Erregern, speziell von Salmonellen, auswirkt. Es reicht, wenn eine Blatt-Saft-Menge vorhanden ist, die der eines 200stel Teelöffels entspricht. Diese geringe Menge sorgt schon dafür, dass die Anzahl der Salmonellen-Erreger um das 2.400-fache ansteigt – verglichen mit Blättern, die noch frisch bzw. in einem Stück vorhanden sind. Hinzu kommt, dass der Blatt-Saft noch dafür sorgt, dass die Bakterien am Salat bleiben. Sie können dann kaum noch durch gründliches Waschen entfernt werden.

Mein Tipp:

Und der Saft wirkt nicht nur auf den Blättern wie ein Haftmittel. Auch von Geschirr oder Arbeitsflächen lassen sich die Erreger deutlich schlechter entfernen. Sie sollten fertige Salatzubereitungen sehr zügig verzehren, gerade, wenn Sie die Tüten einmal geöffnet haben. Noch besser ist es natürlich, Sie lassen diese fertig geschnittenen Salate einfach im Regal stehen!