Vitamin B1, auch Thiamin genannt, spielt im Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel als Coenzym eine wichtige Rolle. Es trägt dazu bei, dass der Körper Energie aus der Nahrung gewinnen kann. Weiterhin übernimmt es bestimmte Funktionen im Nervensystem. Vitamin B1 trägt aber auch wesentlich zur Knochenbildung und -stabilität bei. Außerdem ist es dafür verantwortlich, dass die Gehirnzellen besser Wachsen und sich nach Stress schneller erholen. Der Körper kann Thiamin jedoch nicht in großen Mengen speichern. Eine regelmäßige Aufnahme von Vitamin B1 ist somit für Stoffwechsel, Nerven und
Muskeln unerlässlich.
Ein latenter, das heißt ein versteckter, noch nicht an spezifischen Symptomen erkennbarer Mangel an Vitamin B1 ist relativ häufig: Zu wenige Vitamin-B1- haltige Vollkornprodukte, zu viele Vitamin-B1-arme Lebensmittel wie Weißbrot und geschälter Reis, außerdem zu
viele Vitamin-Räuber wie Weißzucker, Süßigkeiten und Alkohol – diese gerade in den Industrienationen verbreitete Ernährungsweise führt leicht zu einem Defizit an Thiamin. Chronischer Alkoholmissbrauch und Lebererkrankungen begünstigen einen Vitamin-B1-Mangel ebenfalls. Die Anzeichen eines versteckten Mangels sind uncharakteristisch: Müdigkeit, Appetitmangel, Durchfall, nachlassendes Gedächtnis. Ein ausgeprägter Mangel ruft die typische Vitamin-B1-Mangelkrankheit Beriberi hervor.
Zu ihren Symptomen zählen:
Muskelschwäche, Missempfindungen (Parästhesien), Nervenentzündungen (Polyneuritis), Herzschwäche und Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme). Für Säuglinge kann eine Mangelernährung mit zu wenig Vitamin-B1 sogar tödlich sein. Wenn Sie körperlich hart arbeiten und dabei mit dem Schweiß Vitamin B1 verlieren, brauchen Sie ebenfalls mehr Thiamin.
Vitamin B1 ist zwar in fast allen tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln enthalten – doch leider oft nicht in nennenswerten Mengen. Die wichtigsten Quellen sind Getreideprodukte. Auch Fleisch (Schweinefleisch) enthält viel Vitamin B1. Als reich an Vitamin B1 werden in der Regel Lebensmittel bezeichnet, die mit einer üblichen Portion mindestens 15 % des Tagesbedarfs decken.
Schädlich ist Vitamin B1 nur, wenn der Arzt mehr als die hundertfache Tagesdosis spritzt. Dann kommt es zu Kopfschmerzen, Herzrhythmusstörungen und Krämpfen. In Einzelfällen kommt es auch zu schweren allergischen Reaktionen. Wird Vitamin B1 dagegen in Tablettenform eingenommen, sind solche Nebenwirkungen nicht zu erwarten. Der Grund: Der Körper kann über den Verdauungstrakt nur kleinere Mengen aufnehmen, der Rest wird einfach ausgeschieden. Daher ist es auch wichtig, dass Sie mehrmals am Tag Vitamin-B1-haltige Nahrung aufnehmen.
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Gehirnzellen können sich nicht teilen, Demenz sind wir machtlos ausgeliefert, im sauren Magen können keine Bakterien überleben. Das alles sind Mythen, die schon längst auf dem Schrotthaufen der Medizingeschichte gelandet sind. [mehr]
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Heinz Neuenhaus aus Jüchen schreibt:
„Er hat es als Erster geschafft, meine Ernährung zu ändern! Dr. Spitzbart hat nämlich zuvor die biologischen Zusammenhänge im Körper aufgezeigt.“
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