Achten Sie auf Risse und Dellen: Nagelschäden warnen Sie vor ­Vitalstoffmangel und Krankheiten

Fingernägel sind immer noch ein Frauenthema. Männer sehen sie eher als lästiges Übel – sie müssen gereinigt und in regelmäßigen Abständen geschnitten werden. Dabei sind gerade Ihre Fingernägel ein wichtiger Indikator dafür, ob es Ihnen gut geht oder ob Ihr Körper eventuell unter einer schweren Krankheit wie zum Beispiel Diabetes leidet. Ich zeige Ihnen, auf welche Anzeichen Sie bei Ihren Nägeln achten müssen. 

Natürlich gelten gepflegte Hände immer noch als eine Visitenkarte – dazu gehören auch Ihre Fingernägel. Sind sie abgekaut, verfärbt oder stark eingedellt, macht das auf Ihr Gegenüber keinen guten Eindruck.  Aber Ihre Fingernägel sind nicht nur dazu da, um gut auszusehen. Sie sind auch ein Spiegelbild Ihrer Gesundheit. Zwar handelt es sich beim Nagel selbst um Horn, also totes Material. Aber an seiner Entstehung sind lebendige Zellen beteiligt. Diese lassen Ihre Nägel rund 1 mm pro Woche wachsen. 

Innere und äußere Faktoren können Ihren Nägeln schaden 

Es gibt zahlreiche Faktoren, die das Wachstum Ihres Nagels stören können. Äußere Faktoren wie Chemikalien, Farben oder Rauchen führen zu kleineren Schäden und Verfärbungen. Und auch eine zu intensive Maniküre kann Ihren Fingernägeln schaden, indem Sie zum Beispiel die Nagelplatte zu dünn feilen oder zu weit vom Finger abheben. Außerdem gibt es innere Faktoren, die das Wachstum Ihrer Nägel stören. Dazu gehören unter anderem Stoffwechselstörungen, Infektionen oder Mangelzustände. 

Darüber hinaus gibt es Erkrankungen des Nagelbetts – diese können die Geschicklichkeit Ihrer Finger hemmen und starke Schmerzen verursachen.

Das sind harmlose Veränderungen am Nagel 

  • Längsfurchen. Es handelt sich um eine Alterserscheinung, sie weisen nicht auf irgendeinen Mangel hin.
  • Grübchen. Es sind stecknadelgroße Aussparungen, die wie ausgestanzt wirken. Sie entstehen durch die Ablösung von Hornzellen auf der Oberfläche der Nägel und sind in der Regel harmlos. Beide Veränderungsarten sind nicht beeinflussbar.

 Diese Veränderungen ent­stehen durch Krankheiten oder Vitalstoffmangel

  •  Tüpfelnägel. Wenn die Grübchen nicht nur vereinzelt auftreten, sondern guppiert, und Sie sie an mehreren Nägeln beider Hände beobachten können, handelt es sich um so genannte Tüpfelnägel. Tüpfelnägel treten sehr häufig auf, wenn Sie unter Schuppenflechte leiden. Schuld können aber auch Ekzeme sein, genauso wie Alopecia areata, eine entzündliche Haarausfall-Erkrankung, die kreisförmige, kahle Stellen am Kopf erzeugt. 
  • Weiße Punkte bzw. Streifen. Treten diese Veränderungen nur vereinzelt auf, handelt es sich um kleine Verletzungen des Nagels. Dafür reicht es schon, wenn Sie sich irgendwo stoßen oder die Nagelhaut etwas unsanft zurückschieben. Können Sie die weißen Punkte oder Streifen auf mehreren Nägeln beobachten, kann es sich um einen Vitalstoffmangel handeln.
  • Querfurchen. Sie haben ihre Ursache meist in einer Folge von Infekten, zum Beispiel von Leber, Niere oder des Magen-Darm-Trakts, genauso wie Stoffwechselstörungen oder „Kinderkrankheiten“ wie Masern oder Scharlach. Dadurch ist das Nagelwachstum für einige Zeit gestört, was die Furchen verursacht. Aber auch Vergiftungen, zum Beispiel durch Medikamenten- Überdosierung, können hieran schuld sein. 
  • Verfärbungen. Nägel verfärben sich häufig, wenn sie mit Chemikalien in Kontakt kommen. Aber auch Medikamente können die Ursache sein. So können Arzneimittel, die Silber enthalten, zu bläulichen Nägeln führen. Eine gelblich-braune Verfärbung weist auf eine Pilzerkrankung hin. Sind Ihre Nägel weiß verfärbt, ist dies eine erbliche Verfärbung, kein Krankheitsbild.
  • Ölflecken. Es handelt sich um gelb-braun-graue Verfärbungen an den Nägeln, die scharf begrenzt sind und durch die Nagelplatte hindurchschimmern. Sie können an mehreren Nägeln oder nur an einem Nagel vorkommen. Sie treten sowohl am Rande der Nagelplatte als auch in der Mitte auf. Es handelt sich dabei um entzündliche Veränderungen im Nagelbett. Ölflecke treten auf, wenn eine Schuppenflechte vorliegt. 
  • Uhrglasnägel. So nennt man Fingernägel, die groß und rund gewölbt sind. Sie treten meist in Kombination mit so genannten Trommelschlegelfingern auf. Dann sind die Fingerenden rund und stark vergrößert. Die Veranlagung dafür kann vererbt sein. Meist aber sind eine Herz- oder Lungenerkrankung in Kombination mit Sauerstoffmangel schuld an diesen Veränderungen. Die Zellen im Unterhautgewebe vermehren sich übermäßig, dadurch kommt es zu Nagel- und Fingerveränderungen. Auch Leberleiden oder chronische, entzündliche Darmerkrankungen können diese Nagelveränderung auslösen. 
  • Löffelnägel, auch Hohlnägel genannt. Dabei kommt es zur Eindellung der Nagelplatte. Der Nagel ist sehr brü­chig. Chronischer Eisen- und Vitaminmangel können dieser Nagelveränderung zugrunde liegen. Aber auch Durchblutungsstörungen sowie das Raynaud-Syndrom verursachen Löffelnägel.
  • Ablösung der Nagelplatte. Vom Rand her entfernen sich die Nägel von der Fingerkuppe. Die abgelösten Stellen verfärben sich weiß. Dieses Pänomen tritt dann auf, wenn Ihre Nägel lange Zeit Wasser oder Waschmittellösungen ausgesetzt waren. Aber ebenso können Schilddrüsenleiden oder Diabetes schuld an einer Nagelplatten-Ablösung sein.  
  • Absplitternder Nagelrand oder eingerissene Nägel. Aufweichungen, aggressive Seifen und Rei­nigungsmittel oder Nagellacke sind häufig schuld daran, wenn Nägel am Rand anfangen zu splittern oder der Nagel ein  reißt. Manchmal allerdings kann dieses Nagelsplittern auch Zeichen für einen Eisenmangel sein.
  • Brüchige und weiche Nägel. Sie werden ebenfalls häufig durch langes Waschen, Haushaltschemikalien oder Nagellack hervorgerufen. Genauso gut können solche weichen Nägel aber auf einen Mangel unterschiedlicher Vitalstoffe hinweisen. Auch eine Schilddrüsenerkrankung kann Ihre Nägel weich und brüchig machen. 
  • Krümelnägel. Das ist die schwers­te Form Schuppenflechte am Nagel. Die Nagelmatrix, die den Nagel bildet, ist durch Entzündungen verändert. Statt einer normalen Nagelplatte kann sie daher nur noch bis zu 5 mm dickes, gelblich verfärbtes, bröckeliges Hornmaterial bilden. Auch Nagelpilz, der schon weit fortgeschritten ist, kann Ihre Nägel auf diese Art zerstören. 

Fazit: Sie sehen, Ihre Nägel sind nicht nur ein „Abfallprodukt“ Ihres Körpers. Die Hornplatten können Ihnen enorm viel über Ihren Gesundheitszustand mitteilen. Auf keinen Fall dürfen Sie Nagel­erkrankungen auf die leichte Schulter nehmen. Gehen Sie sofort zum Arzt – es kann eine schwere Erkrankung oder ein Pilz dahinterstecken.     

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