Leider verstehen viele Ärzte immer noch nicht, wie wichtig die Untersuchung ist und was das Blut alles über den Gesundheitszustand verraten kann. Sie können noch einmal versuchen, mit Ihrem Arzt zu reden und zu betonen, wie wichtig Ihnen diese Untersuchung ist. Hat das keinen Sinn, müssen Sie sich wohl (zumindest für die Blutuntersuchung) einen anderen Arzt suchen. Ich empfehle Ihnen in so einem Fall, sich an einen Internisten oder Sportmediziner zu wenden. Beide sollten wissen, warum eine ausgiebige Blutuntersuchung so wichtig ist. Auch in einer Universitätsklinik werden Sie eine umfassende Blutuntersuchung durchführen lassen könne
Ein Labor muss immer vor Ort sein – lange Transportwege bei Blutproben sind zu vermeiden. Während dieser Zeit können sich Blutbestandteile verändern, verringern oder vermehren. Dann stimmen die einzelnen Werte, die bei Ihnen ermittelt werden, nicht mehr.
Ja. Ihr Arzt braucht sich gar nicht nach einem neuen Labor umzuschauen, wenn Sie ihn bitten, ein großes Blutbild durchzuführen. Denn das Labor, mit dem er immer zusammenarbeitet, ist auch in der Lage, weitere Parameter im Blut zu untersuchen. Ihr Arzt muss lediglich angeben, welche Bestandteile im Blut geprüft werden sollen.
Die Grenzwerte, die einem heutigen Blutbild zugrunde liegen, wurden in den 1950er Jahren festgelegt. Damals wusste man aber teilweise noch gar nicht genau, wie wichtig bestimmte Blutwerte sind. Es wurden für die Grenzwertbestimmung viele Tausend Blutproben gesammelt und ausgewertet. Aus den Werten, die sich dabei ergeben haben, wurde der Mittelwert gebildet und als Standard festgelegt. Nun waren das aber bei Weitem nicht nur Blutproben von gesunden Menschen. Es war auch das Blut vieler Kranker darunter. Wird Ihr Blut heute an diesen Grenzwerten gemessen, vergleichen Sie Ihren Gesundheitszustand also auch mit dem von Kranken. Meine Grenzwerte dagegen sind höher, weil sie sich an neuen Forschungen orientieren. Und es handelt sich um Werte, mit denen Sie tatsächlich fit, gesund und leistungsfähig sind - um gesunde Blutwerte, wie ich sie nenne.
Bei meinen Patienten untersuche ich insgesamt 47 Blutwerte. Welche Werte dabei gemessen werden, können Sie in meinem Buch 47 Geheimnisse über das Blut der Sieger nachlesen. Ich kann verstehen, wenn Sie aus Kostengründen nicht alle Werte bestimmen lassen möchten. Die folgenden Blutwerte sollten Sie aber auf alle Fälle messen lassen. Das sind neben den Werten eines normalen, kleinen Standard-Blutbildes wie Eiweiß und Cholesterin folgende:
Wenn Sie gesetzlich versichert sind, bezahlt Ihre Krankenkasse alle zwei Jahre ein kleines Blutbild, so wie es jeder Arzt regelmäßig macht. Zusätzliche Untersuchungen müssen Sie selbst bezahlen. Der Preis für ein komplettes großes Blutbild mit allen Werten liegt zwischen 1.000 und 2.500 Euro. Sind Sie privat versichert, wird auch dieses große Blutbild fast von allen Kassen übernommen.
Wenn Sie die Auswertung Ihres Blutbildes in der Hand halten, sehen Sie zunächst nur, ob Sie irgendeinen Mangel aufweisen, wo Sie besonders gut versorgt sind und welche Grenzwerte Sie überschreiten. Jetzt muss Ihr Arzt das Ergebnis für Sie analysieren und interpretieren. Denn er kann aus den Werten Krankheitsquellen ableiten.
Fragen Sie ihn vor der Blutabnahme, wie er bei der Analyse Ihres Blutbildes vorgehen wird. Wenn er Sie erstaunt anschaut und gar nicht weiß, was Sie mit „Analyse“ meinen, suchen Sie sich einen anderen Arzt.
Ich empfehle meinen Patienten grundsätzlich ein großes Blutbild zur Bestandsaufnahme. Je nachdem, ob Sie Mängel haben und welche Maßnahmen Sie dagegen ergreifen, sollten Sie dann nachkontrollieren lassen. Angenommen, Sie haben einen schlechten Magnesium- oder Eiweißwert. Fangen Sie nach der ersten Blutuntersuchung an, hiergegen Nahrungsergänzungsmittel zu nehmen, sollten Sie nach einem halben bis dreiviertel Jahr die Werte erneut überprüfen lassen, um festzustellen, wie sie sich verändert haben. Ist Ihr Blutbild dagegen völlig in Ordnung, reicht es, wenn Sie einmal im Jahr nachkontrollieren lassen.
Nein. Zwar arbeiten die Labors in Deuschland auf einem hohen Qualitätsstandard. Dennoch verfügen sie über unterschiedliche Messmethoden. So können einzelne Laborwerte Unterschiede aufweisen. Sie sollten daher darauf bestehen, dass Ihr Arzt Ihre Blutwerte immer im gleichen Labor ermitteln lässt. Die Ergebnisse lassen sich sonst unter Umständen nicht miteinander vergleichen. Keine Angst: Es handelt sich dabei nur um kleine Abweichungen. Grenzwerte werden Sie durch unterschiedliche Messmethoden nicht über- oder unterschreiten.
Nein, das geht nicht. Nehmen Sie zum Beispiel den Leberwert Gamma-GT. Dieser kann erhöht sein, wenn Sie zu viel Alkohol trinken. Aber schon die Einnahme der Anti-Baby-Pille, anderer Medikamente oder einfach eine gute Mahlzeit am Abend vor der Blutabnahme lassen diesen Wert ansteigen.
Auch können in Ihrer Blutprobe viele weiße Blutkörperchen enthalten sein – wenn Sie sich kurz vorher körperlich angestrengt haben. Ein anderes Beispiel ist das CK. Dieses Enzym dient zur Herzinfarktdiagnose. Der Wert kann ansteigen, wenn Sie eine Massage hatten oder intensiv sportlich aktiv waren. Zwei Tage lang dauert es dann, bis sich der Wert wieder normalisiert hat.
Denken Sie immer daran: Eine Blutuntersuchung ist nur eine Momentaufnahme. Manche Werte sind eben schnell durch äußere Umstände verfälscht. Daher muss Ihr Arzt, um Krankheiten zu erkennen, neben dem Blutwert immer auch andere Untersuchungsbefunde mit einbeziehen sowie Ihren persönlichen Lebenswandel und Ihre medizinische Vorgeschichte betrachten.
Nur die wenigsten Werte werden aus dem Vollblut ermittelt. Häufig wird das Blutserum gebraucht. Es enthält keine Zellen und keine Gerinnungsfaktoren. Um Letztere zu ermitteln, verwendet man das Plasma – hier kann das Labor erkennen, ob die Blutgerinnung funktioniert.
Sie sehen, wie wichtig es ist, dass eine Blutuntersuchung richtig durchgeführt und anschließend mit Ihnen besprochen wird. Sie sollten sich daher auf jeden Fall an einen Fachmann wenden. Denn wenn Sie Ihre Defizite, die sich im Blutbild zeigen, gezielt angehen und verbessern, werden Sie sich bald höchst leistungsfähig und fit fühlen. Ihre Gesundheit wird sich deutlich steigern und damit sowohl Ihre Lebensfreude als auch die Lebensqualität.
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Röntgenuntersuchungen und Mammografie als Basisuntersuchung – davor habe ich meine Patienten schon lange gewarnt. Nun erhärten aktuelle Studien meinen Standpunkt. Vernichtendes Urteil aus Dänemark: In Gebieten ohne ein flächendeckendes Mammografie-Screening ist die Brustkrebs-Sterblichkeit geringer als in den Regionen, in denen diese Untersuchung angeboten wird. Das regelmäßige Röntgen steht im Verdacht, durch die Strahlen den Brustkrebs überhaupt erst auszulösen.
[mehr]Erfahren Sie mehr über Dr. med. Michael Spitzbart und seine Gesundheits-Praxis.
Heinz Neuenhaus aus Jüchen schreibt:
„Er hat es als Erster geschafft, meine Ernährung zu ändern! Dr. Spitzbart hat nämlich zuvor die biologischen Zusammenhänge im Körper aufgezeigt.“
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