Längst sind Fitness-Studios nicht mehr die Domäne der „Muskelmänner“. Immer mehr Sportwillige geben als Trainingsziele körperliche Fitness, Figurtraining und Gesundheit an. Viele Studios haben deshalb ihr Repertoire um vielseitige Angebote wie Aerobic, Ernährungsberatung, Entspannungsverfahren und Massagen erweitert und sprechen mit speziellen Programmen verschiedene Altersgruppen gezielt an.
Die Geräte des Studios sollten den Bestimmungen des TÜV für gesundheitsorientierte Fitness-Anlagen genügen und das TÜV-Prüfsiegel tragen. Eine zusätzliche Orientierungshilfe bieten Gütesiegel, z. B. das Fitnesszentrum-Gütezeichen des RAL-Deutschen Instituts für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. Dieses Gütesiegel ist bisher das einzige innerhalb der Fitnessbranche, das von einer neutralen, nicht kommerziellen Institution verliehen und überwacht wird.
Die Kriterien, die zum Erlangen des Gütesiegels notwendig sind, sind sehr umfangreich und beziehen sich u. a. auf die Qualität des Trainerpersonals, die individuelle Trainingsplanung und Steuerung, sowie die Hochwertigkeit des Geräteparks. Alternativ zu einem solchen Gütesiegel und wenn insbesondere die Behandlung von gesundheitlichen Problemen im Vordergrund, sollten Sie auf das DVSF-Siegel (Deutscher Verband der Sportärzte in Sport-, Fitness- und Freizeitanlagen e. V.) achten.
Zunächst sollten Sie für sich selbst klären, welche Wünsche und Ansprüche Sie haben. Folgende Fragen sind dabei hilfreich:
Als Vorbereitung sollte bei älteren Menschen und Menschen mit akuten oder chronischen Beschwerden bzw. bekannten Vorerkrankungen im Rahmen einer sportärztlichen Untersuchung die Eignung in Bezug auf die Übungen und die Trainingsintensität überprüft werden. Aber auch wenn Sie untrainiert sind, sollten Sie sich sportärztlich untersuchen lassen. Neben einer Blutdruckmessung sollten auch ein Ruhe- und ein Belastungs-EKG durchgeführt werden. Hierdurch ist eine Aussage über Ihre Leistungsfähigkeit und die Grenze Ihrer Belastbarkeit möglich. Dann können Sie daran gehen, sich aus der Vielzahl der Studios das für Sie geeignetste herauszusuchen.
Prüfen Sie diese 9 Qualitätskriterien kritisch
Ob ein Fitness-Studio gut ist, lässt sich nicht nur am Programm und der fachlichen Betreuung erkennen, auch die Atmosphäre ist wichtig.
Ein gutes Studio bietet vor Vertragsabschluss ein kostenloses Probetraining an. Dies sollte aber nicht nur auf einen Tag beschränkt sein, sondern mehrere Einheiten umfassen. Falls doch Kosten dafür anfallen, sollten diese bei einem späteren Vertrag verrechnet werden können. Achten Sie vor Abschluss auf die Laufzeit, die Höhe des Beitrages und die Kündigungsfristen und Kündigungsbedingungen – denn schließlich müssen Sie auch Ausfälle, z. B. durch Krankheitszeiten oder einen Umzug, mit einkalkulieren können.
Bevor Sie auf die Geräte losgelassen werden, sollte Ihr Studio Ihre körperliche Leistungsfähigkeit überprüfen. Ihr Trainer sollte Sie nach Krankheiten und Verletzungen fragen. Wichtig ist, dass für Sie danach ein spezielles Trainingsprogramm ausgearbeitet wird, mit dem sich Ihre Fortschritte messen lassen.
Fitness-Trainer kann sich jeder nennen. Ihr zukünftiger Trainer sollte deshalb eine fundierte Ausbildung haben. Anerkannte Lizenzen und Diplome sind:
Kursleiter sollten ebenfalls Lizenzen vorweisen können – etwa von der Internationalen Fitness und Aerobic Akademie, der Deutschen Aerobic Akademie oder dem Deutschen Fitness und Aerobic Verband.
Achten Sie darauf, dass die Umkleidekabinen über ausreichend verschließbare Schränke verfügen. Diese sollten genügend Platz für Ihre Wertsachen und Ihre Tasche habe. Die Benutzung eines Handtuches beim Training, um Schweiß auf den Geräten zu vermeiden, sollte Standard sein.
Der Cardio-Park (Bereich für das Herz-Kreislauf-Training) sollte mit möglichst vielen unterschiedlichen Geräten ausgestattet sein. Neben Rudergeräten und Laufbändern gehören auch Crosstrainer und Stepper mittlerweile zum Standard-Angebot eines guten Studios. An den Maschinen sollten auch integrierte Pulsmesser vorhanden sein.
Von der Qualität und Anzahl der Kraftgeräte hängt der Erfolg Ihres Trainings entscheidend ab. Achten Sie darauf, dass gängige Geräte wie Lastzug, Beinpresse oder Butterfly mehrfach vorhanden sind – sonst gibt es unter Umständen Wartezeiten beim Training. Außerdem wichtig: Leichtgängigkeit, individuelles Einstellen und Dosierbarkeit der Geräte. Freie Hanteln sind Pflicht für die Ausstattung eines Studios.
Eine Sauna, eventuell auch eine Dampfsauna und Solarien gehören mittlerweile zum Standard der meisten Studios. Luxuriösere Studios bieten auch Pools, Whirlpools, Thermen und Ruheräume. Die Krönung sind spezielle Angebote wie Massagen oder Ayurveda. Die müssen aber meist extra bezahlt werden.
Hilfreich, um Tiefpunkte oder Langeweile beim Training zu vermeiden, sind Fernseher oder Großbildleinwände sowie Musikprogramme. Ein Restaurant und eine Bar dienen der Entspannung und der Geselligkeit. Ganz oben auf der Liste, falls Sie Nachwuchs haben, sollte eine Kinderbetreuung stehen, damit Sie in Ruhe trainieren können.
Das Kursprogramm sollte abwechslungsreich sein und sowohl Anfängern wie Fortgeschrittenen vielseitige Trainingsmöglichkeiten bieten. Neben ausdauerorientierten Kursen wie Aerobic, Step-Aerobic und Spinning sollte auch gezielte Kräftigungsgymnastik wie die so genannten „Bauch-Beine-Po-Kurse“ (Problemzonentraining), Wirbelsäulengymnastik oder Pump (Langhanteltraining) angeboten werden. Ein besonderer Bonus können Angebote im Bereich Entspannungsverfahren (z. B. autogenes Training), ganzheitliche Techniken (z. B. Yoga), Kampfsport (z. B. Karate) oder auch Mischformen sein, z. B. Tai Chi (Elemente aus Kampfsport und Meditation) oder Tai Bo (aus dem Kampfsport abgeleitete Bewegungsübungen, die Kraft, Ausdauer und Koordination stärken).
Was für die Leistungen des Studios gilt, gilt auch für die Beiträge: Ein Vergleich lohnt sich. Trotzdem hat in der Regel Qualität ihren Preis, denn das Studio muss gutes Personal auch finanzieren können. Bevor Sie einen Vertrag unterschreiben, lesen Sie aufmerksam die allgemeinen Geschäftsbedingungen. Achten Sie besonders auf die Vertragslaufzeiten. Die meisten Fitnessstudios haben niedrigere Monatsbeiträge, wenn der Vertrag über einen längeren Zeitraum abgeschlossen wird.
Die beliebte Klausel, wonach sich Verträge jeweils um ein Jahr verlängern, wenn sie nicht rechtzeitig gekündigt werden, ist übrigens rechtens. Viele Studios haben außerdem Klauseln in ihren Verträgen, die die Teilnehmer veranlassen sollen, auch dann den Monatsbeitrag zu zahlen, wenn sie die Leistungen des Studios nicht in Anspruch nehmen. Wenn der Kunde nicht trainieren will, ist das in Ordnung. Ist er jedoch aus gesundheitlichen Gründen oder durch Wohnortwechsel am Training gehindert, sind diese Klauseln laut einem Urteil des Bundesgerichtshofs ungültig.
Bedenken Sie, dass bei Fitnessstudios, die Ihren Beitrag halbiert haben und diesen dann zweiwöchentlich abbuchen, der Gesamtjahresbeitrag höher ist als bei monatlicher Zahlungsweise, da 12 Monate 48 Wochen entsprechen und bei zweiwöchiger Zahlungsweise 52 Wochen bezahlt werden. Mitglied in einem Fitness-Studio können Sie schon ab 20 Euro werden, nach oben sind keine Grenzen gesetzt.
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Gehirnzellen können sich nicht teilen, Demenz sind wir machtlos ausgeliefert, im sauren Magen können keine Bakterien überleben. Das alles sind Mythen, die schon längst auf dem Schrotthaufen der Medizingeschichte gelandet sind. [mehr]
Erfahren Sie mehr über Dr. med. Michael Spitzbart und seine Gesundheits-Praxis.
Heinz Neuenhaus aus Jüchen schreibt:
„Er hat es als Erster geschafft, meine Ernährung zu ändern! Dr. Spitzbart hat nämlich zuvor die biologischen Zusammenhänge im Körper aufgezeigt.“
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