Jeden Morgen stehen in China viele Menschen in öffentlichen Parks und führen Übungen durch, die durch ihre Kombination von sanft fließenden Bewegungen und Kampfelementen auffallen: Tai Chi. Ich möchte Sie ermuntern, diese Bewegungsübungen der Chinesen zu übernehmen. Sie halten Sie nämlich nicht nur körperlich fit, sondern haben sich auch bei Schmerzen und Altersbeschwerden bewährt.
Laut der chinesischen Gesundheitslehre fördert Tai Chi den Fluss der Lebensenergie, des so genannten Chi, und hält diesen im Gleichgewicht. Aber es kann noch mehr. Tai Chi
Tai Chi können Sie nur richtig ausführen, wenn Sie regelmäßig und tief in den Bauch atmen. Diese Art der Atmung hat auch Auswirkungen auf Ihr Zwerchfell: Es wird im Laufe der Zeit gekräftigt. Darüber hinaus ist richtiges Ausatmen ein Teil der Übungen. Gerade das Ausatmen verschafft Ihnen ein größeres Atemvolumen und einen verbesserten Sauerstoffumsatz.
Studienergebnisse aus dem Jahr 1996 haben ergeben, dass Menschen, die regelmäßig Tai Chi üben, mehr Sauerstoff über die Lunge aufnehmen und dadurch auch eine bessere Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff haben als diejenigen, die nur Übungen auf dem Fahrrad-Ergometer absolvierten.
Aber die verbesserte Atmung kann noch mehr: Sie massiert sanft die Organe in Ihrem Bauch. Dadurch wird Ihre Verdauung angeregt, und es kann eine verbesserte Entgiftung über die Ausscheidungsorgane erfolgen.
Leiden Sie unter Rückenproblemen? Gerade dann kann Tai Chi für Sie hilfreich sein. In der klassischen Tai- Chi-Literatur wird eine aufrechte Haltung für den Alltag empfohlen. Der Kopf soll wie an einem Faden hängen, das Becken aufgerichtet sein und die Knie nur ganz leicht gebeugt. Dadurch wird die Muskulatur am Nacken und an den Lendenwirbeln, die durch unser ständiges Sitzen häufig verkürzt ist, auf Dauer sanft gedehnt.
Dennoch sind die Tai-Chi-Übungen sanft, weil die Gelenke nur im entlasteten Zustand gedreht werden. Zusätzlich wird der Umfang der Übungen nur langsam und allmählich gesteigert. Dadurch ist für Sie das Verletzungsrisiko beim Tai Chi sehr gering.
Beim Tai Chi selbst werden alle Bewegungen mit dem ganzen Körper ausgeführt. In einer Untersuchung, die 1995 in Amerika durchgeführt wurde, beobachteten die Wissenschaftler 14 Menschen, die Tai Chi zwischen 2 und 35 Jahre lang ausübten. Sie wiesen deutlich mehr Körperstabilität auf, als diejenigen, die nur die im Westen üblichen Gymnastikübungen durchführten.
Aber auch Ihre Muskelstärke wird zunehmen, wenn Sie regelmäßig Tai Chi trainieren. Das fanden Wissenschaftler des National Taiwan University Hospital, Taipeh, heraus. Sie untersuchten die Muskelstärke bei 32 Studienteilnehmern, die jeden Morgen Tai-Chi- Übungen absolvierten. Nach nur 6 Monaten regelmäßiger Übung hatte die Muskelkraft deutlich zugenommen.
Tai Chi mindert darüber hinaus Ihr Verletzungsrisiko im Alltag. Das haben Wissenschaftler der Chung Nam Universität in Südkorea herausgefunden. Sie untersuchten 29 Menschen, deren durchschnittliches Alter 78 Jahre betrug. Diese machten 12 Wochen lang dreimal pro Woche einen Tai-Chi-Kurs. Parallel wurde eine gleich große Gruppe von genauso alten Menschen untersucht, die kein Tai Chi absolvierten. Das Ergebnis: Diejenigen, die regelmäßig chinesische Kampfkunst ausübten, zeigten nicht nur stärkere Knie- und Knöchelmuskeln. Sie wiesen auch eine bessere Beweglichkeit und Körperflexibilität auf. Vor allem aber war das Gleichgewicht deutlich besser, und damit sank die Gefahr, im Alltag schwer zu stürzen.
Einziger Nachteil des Tai Chi: Es lernt sich leider nicht von heute auf morgen. Sie werden erst nach einigen Wochen die Geschmeidigkeit erreichen, die die Bewegungen fließend und ruhig aussehen lässt. Dennoch reicht es, wenn Sie jeden Tag 15 Minuten in Ihr Tai-Chi-Training investieren. Denken Sie immer daran: Entscheidend ist nicht, dass Sie die Übungen schnell beherrschen. Wichtig ist, dass Sie sie sauber ausführen. Sie sollten die Bewegungen genau nachvollziehen und vor allem auf die Einzelheiten im Bewegungsablauf achten. Wenn Sie Tai Chi umfassend lernen möchten, sollten Sie an einem Kurs bei einem Tai-Chi-Meister teilnehmen. Wichtig ist, dass dieser lange Jahre Erfahrung hat.
Kurse können Sie an den örtlichen Volkshochschulen absolvieren, aber auch Kampfsportschulen haben Tai Chi oft im Programm. Solch ein Kurs umfasst zunächst einmal gründliche Aufwärmübungen. Danach lernen Sie die so genannten Formen. Formen bestehen aus mehreren Tai-Chi-Komponenten, die nach einem bestimmten, festgesetzten Muster hintereinander gereiht sind. Die kürzesten Formen im Tai Chi beinhalten zwischen 24 und 50 Übungen, die längsten bestehen aus 108 Übungen – sie sind aber dennoch so aufgebaut, dass sie relativ gut zu merken sind.
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Gehirnzellen können sich nicht teilen, Demenz sind wir machtlos ausgeliefert, im sauren Magen können keine Bakterien überleben. Das alles sind Mythen, die schon längst auf dem Schrotthaufen der Medizingeschichte gelandet sind. [mehr]
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Heinz Neuenhaus aus Jüchen schreibt:
„Er hat es als Erster geschafft, meine Ernährung zu ändern! Dr. Spitzbart hat nämlich zuvor die biologischen Zusammenhänge im Körper aufgezeigt.“
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