Mit Walzer, Foxtrott & Co. fit durchs Leben: Warum es Tanzstunden auf Krankenschein geben sollte

Spätestens seit den letzten Tanzshows im Fernsehen haben sowohl klassische als auch moderne Tänze Hochkonjunktur. Es ist wieder „in“, sich formvollendet zur Musik zu bewegen. Aber nicht nur aus Spaß an der Bewegung sollten Sie anfangen zu tanzen. Sie können das Tanzen als eine Sportart für sich entdecken, mit der Sie Ihrem ganzen Körper auf Dauer etwas Gutes tun. Ich zeige Ihnen, wie Sie mit Samba, Foxtrott & Co. Ihre Gesundheit in Schwung bringen.

In der Musiktherapie ist schon lange bekannt, dass Tanzen Menschen helfen kann, sich auszudrücken. Durch die Bewegung zur Musik lösen sich Spannungen von Körper und Seele, die körperliche Leistung steigert sich. Sogar Schmerzen können Sie tanzend lindern.

Tanzen – die beste Vorbeugung vor Demenzerkrankungen

 Gleichzeitig ist das Tanzen auch ein Mittel, um Lebensfreude auszudrücken. Wenn Sie mit einem Partner zusammen über das Parkett gleiten, glauben Sie mir, werden Sie diese Freude intensiv erfahren.

Studien haben gezeigt, dass Tanzen eine der besten Maßnahmen ist, um Alzheimer vorzubeugen. Ein Tanz besteht aus vielen Schritten, aus Figuren und wippenden Hüften, eventuell aus Klatschen und Partnerwechseln. All diese Kombinationen müssen Sie lernen – das hält Ihren Kopf fit. An diesem Lernprozess sind übrigens beide Gehirnhälften beteiligt – die rechte und die linke. Sie brauchen sowohl Logik als auch Kreativität, um Schrittfolgen sicher aufs Parkett zu bringen. Auch Ihr Gleichgewicht, Ihr Orientierungssinn und Ihre Improvisationsfähigkeit werden geschult. All das trainieren Sie scheinbar nebenbei – und dennoch hat dies eine große Auswirkung auf Ihr Leben. Sie gewöhnen sich eine bessere Haltung an und bleiben sicher in Ihren Bewegungen.

Tanzstunden sollte es auf Krankenschein geben …

 … so gut wirken sie sich auf Ihre Gesundheit aus. Denn Tanzen fordert Sie wirklich. Professionelle Tänzer „schweben“ über das Parkett – das sieht ganz leicht aus. Aber probieren Sie es selbst einmal aus. Tanzen ist richtiger Sport, bei dem Sie ganz schön ins Schwitzen geraten. Und Ihre Gesundheit wird es Ihnen danken, wenn Sie regelmäßig tanzen. Denn dieser Sport wirkt sich auf viele Bereiche Ihres Körpers aus:

  • Muskeln: Durch die Bewegung verbessert sich die Funktion Ihrer Muskelzellen. Ihre Koordinationsfähigkeit wird gefördert. Verspannungen lösen sich und treten seltener auf. Zudem können Ihre Muskeln bei Belastung besser und schneller reagieren.
  • Gedächtnissteigerung: Ihr Gehirn wird, wie bei jedem Ausdauertraining, besser durchblutet. So werden Sie wach, leistungsfähig und können sich viel mehr merken. Im Laufe Ihres Lebens lässt normalerweise die Verknüpfung der Nervenzellen untereinander nach – das so genannte neuronale Netz wird abgebaut. Tanzen verbessert die Verknüpfung Ihrer Gehirnzellen untereinander. Die koordinierten und rhythmischen Bewegungen erhalten so Ihr Gehirn jung. Es ist sogar möglich, dass sich verkümmerte Bereiche des Gehirns wieder regenerieren. Nachgewiesen ist, dass Tanzen das Lernvermögen und das Gedächtnis verbessert.
  • Stützapparat: Sehnen und Bänder werden durch die rhythmische Bewegung kräftiger durchblutet. So können sie Ihre Gelenke besser schützen. Aber auch diese profitieren vom Tanzen. Ihre Beweglichkeit wird erhalten, teilweise sogar verbessert.
  • Wirbelsäule: Tanzen ist eine Sportart, bei der es auf die richtige, aufrechte Haltung ankommt. Das erhöht die Beweglichkeit Ihrer Wirbelsäule. Sie werden feststellen, dass Sie sich aufrechter halten – so beugen Sie Bandscheibenvorfällen vor.
  • Organe: Die Bewegung sorgt dafür, dass Ihr Herz leistungsfähiger wird. Ihre Durchblutung verbessert sich. Die gesteigerte Sauerstoffversorgung sorgt für eine bessere Funktion Ihrer Lunge, verbrauchte Luft wird schneller ausgeschieden.
  • Immunsystem: Tanzen erhöht die Anzahl der Killerzellen Ihres Immunsystems. Damit kann Ihr Körper Infekte schneller abwehren: Sie werden nicht mehr so schnell krank.
  • Fettverbrennung: Durch das rasche Tempo einiger Tänze (Disco-Fox, Jive) verändern sich Ihre Enzyme. Es bilden sich viel mehr Enzyme, die Fett verbrennen. So werden Sie auf Dauer eventuell vorhandenes Hüftgold los – und die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass sich neuer „Speck“ ansammeln kann.
  • Hormone: Durch die Bewegungen steigt die Serotoninproduktion. Das macht Sie glücklich und kreativ. Darüber hinaus wird auch das Kreativitätshormon ACTH vermehrt produziert. Dadurch entspannt sich Ihr Körper, Ihr Geist aber wird hoch leistungsfähig. Tänzer sind überdies Menschen, die Probleme kreativer lösen als andere – sie sind es gewohnt, auch die rechte, kreative Gehirnhälfte mit einzusetzen.
  • Endorphine: Das Tanztempo sorgt dafür, dass nach einigen Übungsstunden Endorphine freigesetzt werden. Das sind körpereigene Stoffe, deren Wirkung mit Drogen vergleichbar ist. Allerdings sind sie viel harmloser. Sie sorgen „nur“ dafür, dass Sie sich entspannt, glücklich und zufrieden fühlen.

Tanzen Sie los – lieber heute als morgen!

Die meisten Tanzschulen bieten am Wochenende nachmittags oder abends Tanztreffs an, wo Sie – ohne einen Kurs besuchen zu müssen – tanzen gehen können. Sie brauchen lediglich ein paar Tanzschuhe. Achten Sie darauf, dass Sie die Schuhe etwas größer kaufen. Sie brauchen Platz, da Ihre Füße beim Tanzen etwas anschwellen. Auch darf die Sohle nicht zu glatt sein. Wählen Sie normale Straßenschuhe mit einer Ledersohle. Diese ist rutschig genug – aber nicht zu glatt. Spezielle Schuhe, zum Beispiel für Standard- oder Lateintänze, brauchen Sie nur dann, wenn Sie Tanzen zu Ihrem intensiven Hobby machen wollen.   

 

Tags: tanzen, zu Musik bewegen, Fettverbrennung,

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Heinz Neuenhaus aus Jüchen schreibt:

„Er hat es als Erster geschafft, meine Ernährung zu ändern! Dr. Spitzbart hat nämlich zuvor die biologischen Zusammenhänge im Körper aufgezeigt.“
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