Sommersmog und hohe Ozonwerte: Das müssen Sie bei Sport im Sommer beachten

Sommersmog und Ozon

Bald werden Sie wieder im Radio zu hören sein: die Warnungen über erhöhte Ozon-Werte. Vor freien Radikalen können Sie sich kaum schützen. Aber Sie können Ihren Körper dabei unterstützen, sie zu bekämpfen. Hier für Sie meine persönlichen Tipps für den gesunden Sport im Sommer.

Unser Körper verfügt über gewisse Schutzmechanismen gegen freie Radikale. Aber wenn zu viele der Zellschädiger entstehen, versagen die Mechanismen, und der Körper kann die entstandenen Schäden nicht mehr reparieren. Es kommt zu verschiedenen Krankheiten, wie

  • Rheuma
  • Arthrose
  • Krebs
  • grauer Star oder
  • Schäden am Immunsystem.

Vor freien Radikalen können Sie sich kaum schützen. Aber Sie können Ihren Körper dabei unterstützen, sie zu bekämpfen.

Diese Vitamine und Mineralstoffe nehmen Ozon den Schrecken

Schutzstoffe bezieht der Körper aus der Nahrung oder aus Vitaminpräparaten: Es sind die antioxidativen Vitamine A, C und E sowie die Mineralstoffe Zink und Selen. Diese Stoffe geben dem Ozon ein freies Elektron und stoppen so die Schädigung der Körperzellen.

  • Vitamin C ist der beste Radikalenfänger. Ihre Tagesration finden Sie in frischem Obst, z. B 150 g Erdbeeren und Gemüse (100 g Kohlrabi) sowie in 400 g Kartoffeln. Lassen Sie diese Lebensmittel aber nicht zu lange kochen oder an der Luft liegen, denn das verringert den Vitamin C-Gehalt.
  • Selen und Zink sind Bestandteile von körpereigenen Enzymsystemen. Mit 500 g Vollkornbrot, 100 g Weizenkeimen oder 230 g getrocknetem Hartkäse bekommen Sie Ihre Schutzportion Zink. Falls Sie Ihren Zinkbedarf mit der Nahrung nicht decken können und ein Präparat einnehmen, sollten Sie dies über längere Zeit nur unter Aufsicht eines Arztes tun, da es auf Dauer schädlich sein kann. Ausreichend Selen ist in 100 g Naturreis, 100 g Weizen, 100 g Kohlrabi oder 100 g Petersilie enthalten. Auch Selen dürfen Sie als Nahrungsergänzungsmittel nur unter ärztlicher Aufsicht einnehmen.
  • Vitamin A beeinflusst zusätzlich zu seiner antioxidativen Wirkung das Wachstum und das Reifen von Zellen. Es kann das Krebswachstum hemmen. Vitamin A finden Sie in Käse, Leber, Milch sowie in orangenem, rotem und gelbem Gemüse bzw. Obst. Ihren Tagesbedarf decken Sie mit 100 g Grünkohl oder 80 g Karotten. Beachten Sie aber, dass zu langes Kochen dieses Vitamin zerstört und dass Ihr Körper zur Aufnahme von Vitamin A ein bisschen Fett benötigt.
  • Vitamin E schützt die empfindlichen Fettsäuren in der Zellhülle vor den freien Radikalen. Ausreichend finden Sie es in 40 g Walnüssen, 200 g Schwarzwurzeln oder 19 g Sonnenblumenöl. Achten Sie darauf, dass Sie Ihre pflanzlichen Öle in dunklen Flaschen aufbewahren, da Vitamin E lichtempfindlich ist.

Ozonrichtwerte: bis 150 ist alles in Ordnung

Bei Ozonwerten unter 150 µg/m3 Luft können Sie Ihr Sportprogramm ganz normal durchziehen. Besonders betroffen von der Ozonbelastung sind Allergiker und Asthmatiker sowie Menschen, die unter einer chronischen Bronchitis leiden. Bei ihnen verstärkt sich die vorhandene Atemnot bei körperlicher Anstrengung; das Krankheitsbild verschlechtert sich.

Achtung: Asthmatiker sollten bei hohen Ozonwerten mit Ihrem Arzt sprechen. Eventuell brauchen Sie als Asthmakranker ein anderes Medikament oder eine höhere Dosis.

Ab hier wird’s kritisch

Bei Werten zwischen 150 und 180 µg/m3 Luft können Sie schon körperliche Beschwerden bekommen, wenn Sie empfindlich auf Ozon reagieren. Dann kann ein Spaziergang für Sie schon zu anstrengend sein. Schätzungen gehen davon aus, das bis zu 20 % der Menschen empfindlich gegen Ozon sind. Sie leiden bei erhöhten Werten ab 150 µg/m3 Luft unter

  • Augenbrennen,
  • juckenden Schleimhäuten in Rachen und Nase,
  • Schluckbeschwerden oder
  • Hautirritationen.

Ihre sportliche Betätigung sollten Sie auf jeden Fall in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden verlegen, wenn die Ozonwerte wieder abgeklungen sind. Wenn Sie bei solchen Werten ins Freibad gehen möchten, sollten Sie nicht sportlich Ihre Bahnen ziehen. Auch im Wasser sind Sie der Ozonbelastung ausgesetzt. Ziehen Sie an solchen Tagen das Hallenbad vor.

Bei diesen Ozonwerten ist Freiluftsport tabu

Bei Werten über 180 µg/m3 Luft können Sie es fast mit Winston Churchill halten: „No sports“ – zumindest nicht an der frischen Luft. Auch morgens und spät abends sind die Werte noch nicht wieder weit genug zurückgegangen. Gerade den Sommer möchten aber viele Menschen dazu nutzen, sich sportlich zu betätigen – das schöne Wetter lädt dazu auch ein.

Trotzdem kann ich Ihnen nur raten, Ihre Betätigung nach drinnen zu verlegen. Tennis- und Badmintonhallen sind im Moment so leer wie sonst nie im Jahr, und Sie können unbegrenzt spielen. Schwimmen Sie im Hallenbad, Laufen oder Radeln Sie im Fitness-Studio, aber achten Sie darauf, dass das Studio eine Klima-Anlage hat. Hier sind Sie vor dem Ozon sicher, und ich garantiere Ihnen, dass Sie Bad und Studio fast für sich allein haben werden, denn die meisten Menschen nutzen das „schöne“ Wetter und sind an der „frischen“ Luft.

 

Tags: Sport bei Ozon, hohe Ozonwerte, Sommersmog

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