Ausdauersport Schwimmen: Werden Sie fit wie ein Fisch im Wasser

Ausdauersport Schwimmen

Fische haben im Allgemeinen kein Problem mit Zivilisationskrankheiten – weder Herz-Kreislauf-Probleme noch Übergewicht und Diabetes. Ob das wohl darauf zurückzuführen ist, dass sie eine der beliebtesten Ausdauersportarten permanent leben und dadurch in den Genuss vieler gesundheitlicher Vorteile kommen?

Der Geruch nach Chlor, Blümchen-Badehaube und zwischendrin mal ein gestählter Muskelprotz, der spritzend und prustend seine Bahnen zieht – haben Sie auch solche Vorurteile im Kopf, wenn Sie das Wort „Schwimmen“ hören? Weg damit! Raffen Sie sich auf und trainieren Sie Ihre Ausdauer:

  • Durch den Wasserdruck wird venöses Blut besser zum Herzen transportiert. Das entlastet Ihr Herz. Und auch durch den Kältereiz sinkt Ihre Herzfrequenz beim Schwimmen.
  • Der Stoffwechseltransport wird verbessert.
  • Ihr Herz-Kreislauf-System wird bei richtig dosierter Anstrengung gestärkt.
  • Ihre Atemmuskulatur wird gekräftigt durch Ein- bzw. Ausatmung gegen den Wasserdruck.
  • Die große Bewegungsweite beim Schwimmen sowie der Einfluss des Wasserdruckes auf die Gelenke fördern die Beweglichkeit.
  • Schwimmen als Ganzkörpersport fördert Muskulatur von Kopf bis Fuß, ohne große Spannung.
  • Schwimmen ist auch im Alter als Ausdauersport gut geeignet aufgrund der geringen Belastung des Skelettes, und es kann auch sehr langsam ausgeführt werden.
  • Bei richtiger Technik besteht keine Gefahr der Verletzung oder Überlastung (Leistungssport ausgenommen).
  • Ideal ist Schwimmen auch nach (Sport-)Verletzungen wegen der Entlastung des Körpergewichtes, ebenso für Übergewichtige oder Menschen mit Gelenkproblemen.

Kraul, Rücken oder Brust – jeder Stil hat seine Vorteile

Prinzipiell gibt es vier verschiedene Schwimmstile:

  • Kraulen
  • Rückenschwimmen
  • Schmetterling
  • Brustschwimmen

Bei Kraulen, Rückenschwimmen und Schmetterling werden mehr als 75% der Vorwärtsbewegung durch die Arbeit der Arme bewerkstelligt. Nur beim Brustschwimmen ist der Arbeitsaufwand zwischen Armen und Beinen gleichmäßiger aufgeteilt. Besonders Kraulen und Rückenschwimmen sind ideale Sportarten zur Kräftigung von Arm-, Schulter- und Rückenmuskulatur, während Brustschwimmen unter Umständen Kreuz- und Knieschmerzen verursachen kann.

Bringen Sie mit mehreren Techniken Abwechslung in Ihr Training

Zur Vermeidung von Einseitigkeit und zur Förderung der Koordinationsfähigkeit sollten Sie verschiedene Techniken variieren. Machen Sie viel Rückenschwimmen, beim Brustschwimmen sollten Sie den Kopf nur zum Atmen kurz aus dem Wasser heben. Wie bei allen Sportarten gilt auch hier: langsam anfangen und zuerst die Technik lernen. Ein Schwimmkurs kann Ihnen dabei gute Dienste leisten, und den gibt es auch für Späteinsteiger. Schwimmkurse für Erwachsene bieten sowohl die Schwimm-Meister als auch örtliche Vereine an. Auch die DLRG hat solche Kurse im Angebot. Sie dauern meistens 10 Wochen und kosten zwischen 10 und 50 €.

Schwimmen ist ein ideales Ausgleichstraining zu vielen anderen Sportarten. Damit Sie eine Trainingswirkung erzielen – das heißt, damit Herz, Kreislauf und Stoffwechsel auch wirklich angekurbelt werden –, müssen Sie jedoch die üblichen Grundsätze einhalten, die für jedes Training gelten: Schwimmen Sie regelmäßig, dreimal pro Woche, und das mindestens eine halbe Stunde lang. Schwimmen Sie zügig und ohne Pausen, aber nicht h

Schwimmen ist eine nebenwirkungsarme Sportart

Das Verletzungsrisiko beim Schwimmen ist denkbar gering. Wenn Sie längere Zeit vor allem in freier Natur schwimmen, könnte es zu Unterkühlungen kommen – ebenso wenn Sie die nasse Badehose nach dem Schwimmen nicht wechseln.

Unter einer Wassertemperatur von 15 °C sollten sich nur Geübte ins kalte Nass trauen. Bei sehr langen Schwimmeinheiten in Gewässern, die weniger als 25 °C warm sind, müssen Sie ebenfalls mit Unterkühlungen rechnen. Wenn Sie längere Schwimmstrecken in offenen Gewässern in Angriff nehmen wollen (ab 1 Kilometer), sollte Ihre Kondition stimmen. Denn Muskelkrämpfe und Erschöpfungszustände können in offenen Gewässern lebensgefährlich sein.

Probleme mit Schultern und Knien treten nur bei umfangreichem und intensivem Schwimmtraining oder bereits vorhandenen Vorschäden auf. Augen- und Hautirritationen durch Chlorwasser können Sie durch Schwimmbrillen und sofortiges Abduschen nach dem Aufenthalt im Pool gering halten. Als Kontaktlinsenträger sollten Sie Ihre Linsen vor dem Schwimmen entfernen, da erstens deren Verlust und zweitens schmerzhafte Hornhautentzündungen zu befürchten sind. Dies gilt vor allem bei weichen Kontaktlinsen.

Manche Menschen neigen zu schmerzhaften Gehörgangsentzündungen. In diesem Fall sollten Sie die Gehörgänge nach dem Bad gut trocknen. Sie können sie während des Schwimmens mittels einer Badehaube aus eng anliegendem Gummi, wie sie auch Wettkampfschwimmer tragen, oder spezieller Ohrstöpsel schützen. Diese Ohrstöpsel können Sie sich auch anpassen lassen. In der Apotheke sind auch Tropfen erhältlich, die die Gehörgänge vor Wasser schützen.

Tags: Schwimmen, Training, Schwimmstile, Krankheiten vermeiden durch schwimmen

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