Feinmotorik – Übungen für Ihre Finger und Zehen

Ihre Hände und Füße leisten jeden Tag Schwerstarbeit. Aber bekommen sie dafür besonders viel Aufmerksamkeit? Leider nein, es sei denn, sie fallen bei bestimmten Aufgaben aus. Lassen Sie es erst gar nicht so weit kommen. Ich zeige Ihnen, wie Sie mit „fruchtig-musikalischen" Übungen die Feinmotorik Ihrer Hände und Füße auf einfache und unterhaltsame Weise stärken.

Ihre Hände sind Ihr Kontakt zur Welt: sowohl zur Beziehungswelt – also zu anderen Menschen – als auch zur technischen Welt – also zu all den Dingen, mit denen Sie täglich hantieren müssen. Und Ihre Füße sind Ihr Kontakt zur Erde: Sie geben Ihnen im besten Fall einen festen, sicheren Stand und die „Bodenhaftung“ für all Ihre Entscheidungen. Sichern Sie sich die Funktionsweise dieser wichtigen Verbündeten – üben Sie Ihre Feinmotorik, denn wenn sie erst einmal ausfallt, ist es sehr schwer, sie wieder zu aktivieren.

Untrainierte Füße schmerzen auch Ihren Rücken

Ich habe Ihnen hier leichte Übungen zusammengestellt, mit denen Sie nicht nur die Feinmotorik Ihrer Hände trainieren, sondern auch ganz nebenbei dafür sorgen, dass Sie schmerzendem Hornhautwachstum an den Füßen entgegenwirken. Denn das entsteht oft, weil das untrainierte Fußgewölbe seine natürliche Festigkeit verliert. An einigen Stellen gibt es dann nach, dort bildet sich nach einiger Zeit Hornhaut. Diese Hornhaut ist anfänglich nur läs­tig, dann beginnt sie zu schmerzen, weil sie nach innen drückt. Um dem Schmerz auszuweichen, verändern Sie Ihren natürlichen Gang. Und damit belasten Sie Ihre Wirbelsäule falsch: Rückenschmerzen bahnen sich an. Und natürlich entsteht neue Hornhaut an den Stellen, die Sie nun plötzlich belasten, um dem ersten Schmerz auszuweichen. Merken Sie etwas? Es entsteht ein Teufelskreis, bei dem Sie nur verlieren können. Davor möchte ich Sie bewahren.

6 Übungen für Ihre Feinmotorik

Damit Ihnen der Einstieg leichter fällt, habe ich Ihnen feinmotorische Übungen zusammengestellt: „fruchtige Hand­übungen“ und „musikalische Fuß­übungen“. Denn Ihre Gesundheit soll Ihnen auch Freude bereiten!

Übungen zur Stärkung der Feinmotorik der Hände:

Handübung 1: Beerendrücken

Stellen Sie sich vor, auf dem Daumen Ihrer rechten Hand liegt eine Heidelbeere, schön prall und saftig. Sie wollen sie mit zwei Fingern drücken, ohne dass sie zerquetscht wird. Fangen Sie mit dem Zeigefinder an und drücken Sie auf die Beere, dann folgt der Mittelfinger, der Ringfinger und zum Schluss der kleine Finger. Fertig? Dann machen Sie das Ganze rückwärts – fangen Sie mit dem kleinen Finger wieder an. Und nun immer schneller, so schnell es geht, ohne dass die Beere herunterfällt.

Wechseln Sie nun die Hand, und machen Sie alles noch einmal. Wenn Sie auch das gut können, wird es Zeit für die feinmotorische Profi-Übung: mit beiden Händen auf einmal!
Wollen Sie sich noch steigern? Dann versuchen Sie, mit rechts von vorne anzufangen und mit links rückwärts zu beginnen.

Handübung 2: Ran an die Pampelmuse

Legen Sie Ihre Handflächen etwa eine Handbreit vor der Brust zusammen, als ob Sie beten würden. Wichtig: Bei allem, was nun folgt, bleiben Ihre Fingerkuppen zusammen, sie kleben aneinander. Spreizen Sie nun die Finger, als ob Sie Ihre Fingerzwischenräume lüften wollten. Lösen Sie jetzt Ihre Handballen voneinander. Gehen Sie in den größtmöglichen Abstand, bei dem die Fingerkuppen noch verbunden sind. Stellen Sie sich vor, Sie halten zwischen Ihren Händen eine dicke Pampelmuse. Ist sie auch rund? Nun führen Sie die Fingerkuppen beider Hände zusammen, als ob Sie die Pampelmuse auf Erbsengröße zusammenquetschen wollten. Diese Erbse halten Sie zwischen Ihren Fingerkuppen fest. Und nun geht es zurück zu den aneinandergelegten Handflächen. Hier noch einmal als Kurzübersicht:

  • beten
  • Finger spreizen (lüften)
  • Pampelmuse halten
  • Pampelmuse quetschen
  • Erbse halten
  • beten

Wie schnell können Sie das? Machen Sie diese Übung mindestens eine Minute lang, dann versuchen Sie die umgekehrte Reihenfolge, Sie fangen also mit der Erbse an. Übrigens: Nicht nur Ihre Feinmotorik profitiert davon, auch Ihr Gehirn macht Überstunden und übt sich in Koordina­tion.

Handübung 3: Nüsse knacken

Nehmen Sie beide Hände auf Brusthöhe vor Ihren Körper. Die linke Hand liegt oben mit dem Handrücken nach oben, die rechte Hand eng darunter, mit dem Handrücken ebenfalls nach oben. Die Finger der oberen Hand zeigen nach rechts, die Finger der unteren Hand nach links: Ihre Finger zeigen also in entgegengesetzte Richtung. Ihre Ellenbogen sind auf gleicher Höhe mit den Händen.

Nun stellen Sie sich vor, Sie haben in der unteren Hand zwei Nüsse, die Sie jetzt knacken wollen. Machen Sie die untere Hand zu und helfen Sie mit der oberen Hand nach, indem Sie fest zudrücken, bis Sie eine große geballte Faust aus beiden Händen bilden. Sie haben die Nüsse geknackt! Jetzt wollen Sie die Nüsse aus der unteren Hand loswerden. Ihre obere Hand weiß aber nichts davon, dass die untere Hand ihre Aufgabe erledigt hat, und drückt weiter. Drücken Sie gegen den Widerstand der oberen Hand mit der unteren Hand weiter auf, bis Sie sie ganz geöffnet haben. Dann beginnt das feinmotorische Spiel von Neuem: Die obere Hand drückt die untere Hand zu. Die untere drückt gegen den Widerstand der oberen Hand wieder auf. Wiederholen Sie das achtmal mit steigendem Krafteinsatz. Dann schütteln Sie Ihre Hände aus und wechseln ihre Position: Jetzt ist rechts oben, links unten, und Sie beginnen erneut mit dem Nüsseknacken. Die Übung  baut Ihre Feinmotorik auf und verhilft Ihnen zu herrlich warmen Händen!

Fremde, die Sie kennen lernen sollten

Unsere Füße sind uns oftmals fremd, weil wir sie fast nie nackt sehen. Sie stecken gut verpackt den ganzen Tag in Schuhen und Socken. Lernen Sie Ihre Füße kennen! Wichtig für die folgenden Übungen: Ziehen Sie Schuhe (auch Hausschuhe) und einengende Strümpfe oder Strumpfhosen aus. Wechseln Sie zu weichen, weiten Wohlfühlsocken. Noch besser wäre, wenn Sie auch auf die Socken verzichten könnten. Dann können Sie Ihre Füße besser bei den Übungen beobachten, und Fehler schleichen sich so gar nicht erst ein. Haben Sie zu kalte Füße, um sich sockenlos wohl zu fühlen? Dann probieren Sie das Training mit Stulpen. Wenn Sie keine haben, stellen Sie sich selbst welche her: Nehmen Sie ein altes Paar Wollsocken, und schneiden Sie einfach den Fußteil unten ab – fertig sind Ihre Trainingsstulpen! Und los geht’s:

 

Übungen zur Stärkung der Feinmotorik der Füße:

Fußübung 1: Spielen Sie Klavier!

Setzen Sie sich auf einen Stuhl. Heben Sie Ihren rechten Fuß etwas vom Boden hoch. Drücken Sie Ihren großen Zeh auf den Boden, als ob Sie die erste Klaviertaste anschlagen. Dann folgen nacheinander alle weiteren Zehen. Nach dem kleinen Zeh rollen Sie über Ihren Fußballen ab, und zurück geht es zum großen Zeh. Es entsteht eine runde Bewegung. Anschlie­ßend spielen Sie das nächste feinmotorische „Klavierstück“.

Wechseln Sie nach etwa einer Minute zum anderen Fuß und spielen Sie sich mit ihm warm. Dann ist es langsam Zeit für den großen Auftritt: Vereinen Sie beide Füße zu einem großen gymnastischen Duo. Und wenn Ihnen das gut gelingt, wechseln Sie die Richtung: Die kleinen Zehen beginnen und die großen beenden das "Klavierspiel".

Fußübung 2: Das Taschentuch Ihres Fans

Wer so gut Klavier spielt, hat auch begeisterte Fans. Und die werfen Blumen und Spitzentaschentücher auf die Bühne. Versuchen Sie, ein auf dem Boden liegendes, auseinandergefaltetes Taschentuch mit den Zehen aufzuheben. Sie dürfen das am Anfang mit beiden Füßen machen. Probieren Sie es aber auch mit nur einem Fuß, einmal mit rechts und einmal mit links.

Fußübung 3: Ein Abschied, der Ihnen guttut

Nach so viel Begeis­terung im Publikum und zahlreichen Zugaben müssen Sie sich nun verabschieden. Winken Sie Ihren Fans zu! Sie sitzen immer noch gemütlich auf dem Stuhl. Setzen Sie beide Fersen auf, Ihre Zehen sind frei in der Luft. Nun „winken“ Sie erst mit allen Zehen des rechten Fußes, dann mit allen Zehen des linken Fußes. Achtung: Wenn rechts winkt, soll links sich nicht bewegen! Können Sie geistig Ihre beiden Füße voneinander trennen?

Wenn das klappt, dürfen Sie mit beiden Füßen gleichzeitig winken. Und dann winken Sie im Duett: Wenn die linken Zehen oben sind, sind die rechten unten und umgekehrt. Machen Sie mindestens sechs Winkbewegungen pro Fuß und Übung, wenn Sie können, auch ruhig mehr.

Versuchen Sie auch diese Wink-Variante: Sie sitzen auf dem Stuhl, halten sich rechts und links am Stuhl fest und strecken Ihre Beine lang. Dann heben Sie sie so weit an, dass sie den Boden nicht mehr berühren. Nun winken Sie mit dem ganzen Fuß: erst mit dem rechten, dann folgt der linke. Auch hier gilt: Trennen Sie beide Füße. Und dann zusammen. Und danach gegengleich. Wenn Sie wollen, können Sie nun auch Ihre Zehen zusätzlich ins Spiel bringen und diese mitwinken lassen. Das ist sowohl körperlich als auch geistig ganz schön beanspruchend, nicht wahr? Übrigens: Bei dieser letzten Übung trainieren Sie nicht nur die Feinmotorik Ihrer Zehen und Füße, sondern auch Ihre Bauch- und Rumpfmuskeln – ganz einfach nebenbei.   
 

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