Die Thrombosen sind ein ideales Beispiel dafür, wie ein lebensnotwendiger Schutzmechanismus unseres Körpers sich plötzlich ins Gegenteil verkehren und gefährlich werden kann. Denn eigentlich ist die Blutgerinnung eine wichtige Fähigkeit des Körpers. Die Gerinnungsfaktoren werden immer dann aktiviert, wenn dem Körper ein großer Blutverlust droht. Zusammen mit den Blutplättchen, den Thrombozyten, sind sie dafür verantwortlich, dass eine Wunde so schnell wie möglich geschlossen wird. Wenn dieser Vorgang allerdings gestört wird, kann sich ein solcher Verschluss auch innerhalb einer Vene bilden.
Thrombosen entstehen oft schmerzlos in den tief liegenden Bein- und Beckenvenen. Im ersten Stadium ist der Blutkreislauf in den Venen gestört, die Vene verengt. Sie werden in diesem Stadium wahrscheinlich gar nichts merken. Die ersten Anzeichen einer Thrombose können eventuell auftretende Wadenkrämpfe oder Muskelkater ähnliche Schmerzen sein.
Im zweiten Stadium einer Thrombose vergrößert sich der Druck in der Vene unterhalb der verengten Stelle. Die Venenklappen dichten die Venen nicht mehr richtig ab. Das Blut wird nicht mehr aufwärts zum Herz gepumpt, stattdessen wird es immer langsamer und kann gerinnen.
Wenn Sie die Thrombose jetzt immer noch nicht behandeln lassen, entwickelt sich im dritten Stadium ein chronisches Venenleiden. Dies ist meist das „offene Bein“, das in Wirklichkeit ein Unterschenkelgeschwür ist. Hieraus kann sich dann ein Gerinnsel lösen und mit dem Blut in die Lungenarterien transportiert werden. Diese werden verstopft, das Herz wird dadurch überlastet und es kann zu einem Herzstillstand kommen.
Verschiedene Faktoren können zur Thrombose führen. Das sind unter anderem:
Um eine Thrombose zu diagnostizieren, mussten Sie sich vor einigen Jahren noch ein Kontrastmittel spritzen und dann röntgen lassen. Das ist heute nicht mehr notwendig – es gibt schonendere Untersuchungsverfahren. Am häufigsten angewandt wird eine Ultraschalluntersuchung, mit der die Geschwindigkeit und die Fließrichtung des Blutes untersucht werden können.
Möglich ist auch eine Untersuchung mit der Verschluss-Plethysmographie. Dazu klebt Ihnen Ihr Arzt vier EKG-Elektroden auf die entsprechenden Stellen am Bein, dann staut er das Blut auf und lässt es wieder abfließen. Je nach Fließgeschwindigkeit kann er nun ablesen, ob sich ein Hindernis in den Venen befindet.
Auch bei der Beseitigung eines Gerinnsels aus den Venen hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Früher wurde bei Thrombose entweder operiert, oder das Gerinnsel wurde mit einem sehr aggressiven Medikament aufgelöst. Dies ging aber nur, wenn es sich um ein recht junges Gerinnsel handelte – ältere Gerinnsel, die schon verschorft sind, bleiben bei dieser Methode an der Gefäßwand haften und zerstören die Venenklappen.
Mittlerweile haben Wissenschaftler einen neuartigen Ultraschall-Katheter entwickelt. Es handelt sich dabei um einen Ultraschallkopf, der auf einem Führungsdraht sitzt. Durch zwei kleine Löcher im Leistenbereich wird er in die betroffene Vene geschoben, wo er durch seine Ultraschallwellen das Gerinnsel in winzige Teile zerlegt, die dann mit dem Blutstrom abtransportiert und vom Körper über die Niere ausgeschieden werden. Ein weiterer Vorteil dieses Verfahrens ist, dass es sehr schnell geht: Im Gegensatz zu einer medikamentösen Auflösung des Gerinnsels, die mehrere Tage dauert, braucht Ihr Arzt bei der Ultraschallmethode nur ungefähr eine Viertelstunde.
Die beste Vorbeugung gegen eine Thrombosebildung ist regelmäßige Venengymnastik. Ich habe Ihnen hier einige Laufübungen zusammengestellt, die Sie immer wieder zwischendurch praktizieren können – auf dem Weg vom Schlafzimmer in die Küche früh morgens zum Beispiel oder unterwegs zum Büro. Im Kasten finden Sie außerdem kleine Übungen, die für eine Flugreise geeignet sind, die Sie aber genau so gut im Büro machen können.
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Heinz Neuenhaus aus Jüchen schreibt:
„Er hat es als Erster geschafft, meine Ernährung zu ändern! Dr. Spitzbart hat nämlich zuvor die biologischen Zusammenhänge im Körper aufgezeigt.“
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