Krankheitserreger in Ihrem Mund - Mit der richtigen Mundhygiene lacht auch Ihr Herz

Mundhygiene ist wichtig

Karies ist der bekannteste Feind Ihrer Zähne. Aber neben Kariesbakterien gibt es auch weitere Krankheitserreger, die sich in Ihrer Mundhöhle ansiedeln. Und die schaden nicht nur Ihren Zähnen, sondern können auch Ihr Herz angreifen. Ich zeige Ihnen, wie Sie Ihre Zähne richtig pflegen und damit auch Ihr Herz gesund halten.

Profisportler kennen es aus eigener Erfahrung: Bei Zahnschmerzen lässt auch die Leistung nach. Das hängt nicht nur am Schmerz. Schuld haben vor allem die Bakterien, die für die Zahnschmerzen verantwortlich sind. Denn diese breiten sich schnell im gesamten Körper aus und können sogar Ihr Herz schädigen.

Zahnfleischentzündungen sind nicht nur ein Schönheitsproblem

Besonders ein Zahnkeim, der Porphyromonas gingivalis, ist sehr gefährlich. Er kann im Körper Ihre Herzklappen besiedeln. Dort führt er zu Myokarditis. Das ist eine lebensgefährliche Entzündung des Herzmuskels. Diese Entzündung kann auf Dauer zu Herzrhythmusstörungen führen und schließlich den plötzlichen Herztod auslösen. Auf der anderen Seite kann eine Zahnfleischentzündung, die jahrelang unbehandelt bleibt, dafür sorgen, dass das Immunsystem tätig wird und sich gegen den eigenen Körper richtet. Es kommt dann zu gefäßzerstörerischen Reaktionen. Infolge dieser Abläufe werden die Gefäße löchrig. Der Gerinnungsprozess des Blutes tritt schneller ein, es kommt zur Arteriosklerose und zu Herzkrankheiten, die meist in einem Infarkt enden.

Das lässt sich mit Zahlen belegen: Menschen, die unter Zahnfleischentzündungen, der so genannten Paro­dontitis, leiden, erkranken doppelt so oft an Herzinfarkt und 3-mal so häufig an Schlaganfällen wie Menschen, deren Zahnfleisch gesund ist. Das haben Vergleiche medizinischer Unterlagen ergeben. Und Parodontitis ist keine seltene Erkrankung. Jeder zweite Deutsche leidet darunter.

So gehen Sie richtig gegen Mundbakterien vor

  • Lassen Sie Ihr Parodontitis-Risiko testen. Es gibt mittlerweile einen Gentest, der Aufschluss über Ihre Paro­dontitis-Neigung gibt: den GenoType- PST-Test. Ist das Risiko bei Ihnen erhöht, sollten Sie schon beim geringsten Zahnfleischbluten Ihr Zahnfleisch auf Parodontitis untersuchen lassen, um auch Ihr Herz zu schützen.
  • Wie weit ist Ihr Mundraum schon besiedelt? Es gibt einen Test, der zeigt, welche Bakterien sich bereits in Ihrem Mund angesiedelt haben: den so genannten Interleukin-Test. Diesen sollten Sie spätestens alle zwei Jahre machen lassen. Die Kosten müssen Sie selbst übernehmen, sie liegen bei 75 Euro. Eventuell trägt die private Krankenversicherung einen Teilbetrag.
  • Bei gefährlichen Keimen hilft nur Antibiotikum. 99 % aller Mundkeime sind harmlos für Ihr Herz. Gefährlich allerdings ist der Porphyromonas gingivalis, der Ihr Herz angreifen kann. Hier muss Ihr Zahnarzt tätig werden und ihn mit Antibiotika bekämpfen.

So schützen Sie Ihr Zahnfleisch

  • Spülen Sie Ihre Bakterien einfach weg. Studien haben ergeben, dass Sie 2-mal täglich 30 Sekunden mit Mundspülung gurgeln sollten. Das reicht aus, um Bakterien im Mundraum zu eliminieren (bis auf den oben erwähnten Porphyromonas gingivalis).
  • Salbei stoppt Mundgeruch. Eine Mundspülung mit Salbei- oder Kamillentee eignet sich, wenn Sie Mundgeruch bekämpfen oder vorbeugen wollen, der auch durch Mundbakterien entstehen kann. Einfach zwischendurch mit dem Tee gurgeln – er darf ruhig noch warm sein.
  • Sorgen Sie für eine ausreichende Vitamin-C-Versorgung. Das Vitamin verknüpft Gewebebausteine, die so genannten Kollagene. So sorgt es auch im Zahnfleisch für Kraft und Widerstandsfähigkeit.
  • Trinken Sie Tee. Grüner Tee enthält viele Polyphenole. Diese Pflanzenstoffe sorgen dafür, dass in Ihrem Mund ein ausgewogenes, gesundes Mikroklima herrscht. Darüber hinaus ist in Tee viel Fluor enthalten, er vernichtet Zahnbakterien. Sie können grünen Tee auch als Mundspülung verwenden. Gurgeln Sie 3-mal täglich mit ungesüßtem grünen Tee, hemmen Sie Entzündungen und bremsen die Vermehrung von Bakterien.
  • Regen Sie Ihren Speichelfluss an. Ausreichend Speichel verhindert ebenfalls eine Besiedelung der Zähne mit Bakterien. Kauen Sie zum Beispiel rohe Karotten zu Brei – das fördert den Speichelfluss. 

Tags: Zahnschmerzen, Zahnfleischentzündung, Mundhygiene, Mundbakterien, Mundkeime, Porphyromonas gingivalis

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Heinz Neuenhaus aus Jüchen schreibt:

„Er hat es als Erster geschafft, meine Ernährung zu ändern! Dr. Spitzbart hat nämlich zuvor die biologischen Zusammenhänge im Körper aufgezeigt.“
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