Endlich Nichtraucher: So schaffen auch Sie den Schritt ins rauchfreie Leben
Die aktuelle Diskussion um das Verbot der Zigarette in Deutschland bringt ein heißes Thema auf den Tisch: Rauchen ist hochgradig gesundheitsschädlich. Dennoch geben sich rund 25 % der Erwachsenen in Deutschland regelmäßig dem Nikotin-Genuss hin. Vielleicht sind auch Sie selbst betroffen, vielleicht Freunde und Bekannte. Machen Sie endlich Schluss mit der tödlichen Sucht! Ich unterstütze Sie auf Ihrem Weg dahin.
Jeden Tag sterben in Deutschland rund 270 Menschen an den Folgen des Nikotins, wie: Krebs, Herzinfarkt und Schlaganfall.
Weiterhin kann es als Folge des Zigarettenkonsums zu
- Gefäßverengung und damit verbundener schlechterer Durchblutung des Körpers,
- chronischer Bronchitis,
- Raucherbein,
- Demenzerkrankungen oder
- Sehstörungen bis zur Erblindung kommen.
Wissenschaftler sind sich heute einig, dass Raucher ihr Leben um bis zu 20 Jahre verkürzen, wenn sie als Jugendliche anfangen zu rauchen und dies über 20 Jahre hinweg fortsetzen. Lassen Sie es nicht so weit kommen! Machen Sie einfach Schluss mit dem Qualmen!
Die richtige Methode entscheidet über Ihren Erfolg
Aufhören? Einfach so? Das klingt, gerade wenn Sie Raucher sind und schon mehrere vergebliche Anläufe hinter sich haben, in Ihren Ohren wahrscheinlich wie Hohn. Oder aber nach typischem Doktoren-Gerede. Aber ich versichere Ihnen, es ist nicht so schwer für Sie, wie Sie denken, wenn Sie nur die richtige Methode finden, die Ihnen zusagt.
Daher möchte ich Ihnen aufzeigen, welche Wege es gibt, sich von der Zigarette zu verabschieden. Ich weiß von meinen Patienten, dass die meisten Menschen, sehen sie einen Überblick der Methoden, aus dem Bauch heraus richtig entscheiden, welcher Weg für sie der richtige ist, um das Rauchen zu beenden. Die meisten schaffen es dann auch tatsächlich aufzuhören.
Akupunkturnadeln können Sie von der Sucht befreien
Ich selbst biete meinen Patienten die Raucherentwöhnung an und habe mich für die Akupunktur entschieden. Meiner Ansicht nach ist das eine der besten Möglichkeiten, dass Sie Nichtraucher bleiben. Über die Zeit von einem Jahr bleiben 80 % der ehemaligen Raucher der Zigarette fern – immer unter der Voraussetzung, sie wollten wirklich aus freien Stücken aufhören. Auch eine Akupunkturbehandlung kann nämlich nicht die Motivation ersetzen, Nichtraucher werden zu wollen.
Am bekanntesten für eine Anti-Raucher-Akupunktur ist die Ohrakupunktur. Es gibt aber auch Punkte am Handgelenk, am Rücken und einen neben der Nase, die sich als effektive Qualm-Stopper erwiesen haben. Welche Punkte bei Ihnen gestochen werden, kommt auf Ihren behandelnden Therapeuten an.
Nötig sind bis zu 6 Behandlungen – die ersten 4 erfolgen an 4 aufeinander folgenden Tagen. Die Nadeln werden zu der Zeit gesetzt, an der Sie normalerweise die erste Zigarette des Tages rauchen würden. Nach diesen 4 Tagen erfolgt eine weitere Sitzung in der nächsten und noch eine in der übernächsten Woche – danach sollte Ihre Raucherkarriere der Vergangenheit angehören.
Die Nadeltherapie kann Entzugserscheinungen mildern
Zwar wissen wir heute, dass durch die Reize des Stechens das vegetative Nervensystem angeregt wird. Daraufhin erfolgt im Gehirn eine Hormon-ausschüttung, die dafür sorgt, dass das Verlangen nach Nikotin unterdrückt wird. Gleichzeitig müssen im Körper aber noch weitere Prozesse ausgelöst werden, die wir noch nicht kennen – diese sorgen zum Beispiel dafür, dass bei einer Akupunkturbehandlung auch die „Begleiterscheinungen“ des Zigarettenentzugs, also unter anderem Aggressivität oder Reizbarkeit, gemildert oder ganz unterdrückt werden.
Die Kosten für eine Raucherakupunkturbehandlung mit 6 Sitzungen liegen bei rund 800 E – sie werden leider nicht von der Krankenkasse übernommen.
6 weitere Methoden für ein rauchfreies Leben
- Setzen Sie einen Schlusspunkt. Die meisten Raucher versuchen, auf diese Art von der Sucht loszukommen. „Morgen ist definitiv Ende“ oder „Das ist die Letzte“ – und dann bleibt es auch dabei. Sie brauchen aber eine Voraussetzung: einen wirklich starken Willen. Den haben leider nur wenige Menschen: Die Erfolgsquote liegt bei dieser Methode nur bei 10 %. Wichtig ist auch, dass Sie den Schlusspunkt überlegt setzen. Stehen Sie gerade unter Stress, sind Sie angespannt oder müssen Sie sich auf etwas Wichtiges konzentrieren, ist das wahrscheinlich nicht der geeignete Zeitpunkt dafür, mit dem Rauchen Schluss zu machen. Dann warten Sie lieber noch 2 bis 3 Tage, bis es Ihnen auch seelisch gut geht – Ihre Erfolgschancen sind dann besser. Das ist kein Freibrief, Ihren Rauchstopp immer noch weiter herauszuschieben – Sie sollten sich nur möglichst wohl fühlen, wenn Sie die Zigaretten endgültig in die Verbannung schicken. Hören Sie zum 1. Januar auf, nur weil es Mode ist, „rauchfrei“ ins neue Jahr zu starten, dann kommen Sie nicht weit. Haben Sie es aber selbst richtig satt, stört es Sie, dass Sie so viel Geld in die Luft pusten und alles ständig nach Qualm riecht, dann ist diese Methode für Sie die richtige.
- Nikotinpflaster, -kaugummis oder -spray. Diese so genannten Nikotinersatzpräparate empfehle ich meinen Patienten immer dann, wenn sie stark abhängig sind, also zum Beispiel jahrelang Kettenraucher waren. Auch wenn Sie es in so einem Fall nur mit reiner Willenskraft schaffen wollen, empfehle ich Ihnen, die Präparate zur Unterstützung zu nehmen. Sie mildern das Verlangen nach Nikotin, dass einen Kettenraucher überfallen wird, stark ab. Bei Sprays und Kaugummis führen Sie das Nikotin dann zu, wenn Sie einen „Suchtschub“ bekommen. Nachteil: Sie lösen sich so nicht von Ihrem Suchtverhalten, sondern greifen jetzt zu Ersatzpräparaten, statt wie früher zu einer Zigarette. Hilfreicher sind da schon Pflaster. Durch diese wird das Nikotin dauerhaft zugeführt. Damit lösen Sie sich von Ihrem Suchtmuster und werden so auch die Gewohnheiten los, die mit dem Rauchen verbunden sind (die Zigarette zum Kaffee). Aber Sie sollten trotzdem mit Ihrem Arzt über die in Ihrem Fall richtige Dosierung von Pflaster, Kaugummi oder Spray sprechen. Die Erfolgsquote, mit diesen Hilfsmitteln von der Nikotinsucht loszukommen, liegt bei 15 bis 20 %.
- Verhaltenstherapie: Diese Therapieform kennen Sie sicherlich unter dem Namen „Gruppentherapie“. Hierunter fallen zum Beispiel die Raucherentwöhnungskurse, die von den Krankenkassen angeboten werden. Diese teilen sich in 3 Phasen: Selbstbeobachtung: Dabei steht im Vordergrund, dass Sie sich über die einzelnen Situationen, in denen Sie rauchen, klar werden. Sie sollen auch erkennen, warum Sie rauchen (z. B. aus Langeweile oder aus Stress). Entwöhnung: Hier gibt es zwei Verfahren. Entweder Sie setzen sich sofort einen Schlusspunkt und rühren keine Zigarette mehr an. Oder Sie reduzieren nach und nach Ihre Zigaretten. Dann brauchen Sie aber sehr viel Selbstbeherrschung, um diese Rationierung durchzuhalten. Einfacher fällt den meisten Menschen die Schlusspunkt-Methode. Während dieser Phase lernen Sie auch Gegenstrategien, die Ihnen helfen, dem Verlangen nach einer Zigarette standhaft zu widerstehen und sich abzulenken. Stabilisierungsphase: Zum Abschluss lernen Sie, wie Sie sich verhalten sollten, wenn Sie in eine kritische Situation gelangen, in der die Lust auf eine Zigarette wieder da ist. Dies passiert meist in Form von Rollenspielen.
- Die Pille gegen die Sucht: Dabei handelt es sich um den Stoff Bubropion, ein ehemaliges Antidepressivum, das jetzt auch in Deutschland zur Bekämpfung der Nikotinsucht zugelassen ist. Sie sollten dieses Mittel nur unter ärztlicher Kontrolle nehmen. Ich weiß, dass es bei vielen Anwendern zu Problemen gekommen ist, weil bei ihnen die unterschiedlichsten Nebenwirkungen des Mittels aufgetreten sind. Ich empfehle diese Pille nur als „letzte Hilfe“ – sie hat aber immerhin eine Erfolgsquote von 30 %.
- Lassen Sie sich in Trance versetzen. Auch die Hypnosetherapie ist eine sehr gute Möglichkeit, dass Sie Ihre Sucht loswerden – aber nur wenn Sie an diese Methode glauben. Hypnose ist unbedenklich und hat auch keine Nebenwirkungen. Es gibt dabei zwei verschiedene Möglichkeiten. Zum einen kann der Hypnotiseur Ihnen – wie bei einer Verhaltenstherapie – Mut zusprechen und Ihrem Unterbewusstsein versichern, dass es stark genug ist, den Entzug durchzuhalten. Sie gehen so mit gestärktem Selbstbewusstsein an den Entzug heran. Zum anderen gibt es die so genannte Aversionstherapie. Dabei erregt der Hypnotiseur in Ihrem Unterbewusstsein Ekel vor Zigaretten, indem er zum Beispiel von überquellenden Aschenbechern und dem Gestank kalten Rauchs berichtet. Dadurch sehen Sie Zigaretten aus einer anderen Perspektive, was Ihnen das Absetzen erleichtert. Die Erfolgsquoten liegen bei 30 %.
- Raucherentwöhnung nach Allen Carr: Diese Methode ist wissenschaftlich nicht untersucht. Es handelt sich um das Buch „Endlich Nichtraucher“ von Allen Carr. Carr war selbst Raucher und hat seine Erfahrungen aufgeschrieben. Wahrscheinlich ist dies auch der Grund, warum die Methode funktioniert. Er droht nicht, sondern er schildert seine Erfahrungen, wie er es geschafft hat, mit dem Rauchen aufzuhören. Sie fühlen sich verstanden und eifern ihm nach. Carr gibt quasi Hilfe zur Selbsthilfe. Die Erfolgsquote, obwohl keine wissenschaftlichen Erhebungen vorliegen, wird auf 50 % geschätzt.
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