Mediziner und Ernährungsexperten sind sich einig: Was wir essen, beeinflusst unser Gehirn. Wie gut wir uns konzentrieren und wie viel wir uns merken können, hängt auch von der Ernährung ab. Natürlich geben die Gene die intellektuellen Voraussetzungen vor. Aber das Denkvermögen eines Menschen wird neben seiner Erziehung auch von einer weiteren Komponente beeinflusst: der Ernährung.
Die Nervenzellen des Gehirns brauchen wegen ihrer ununterbrochenen Aktivität viel Energie in Form von Glucose, einem einfachen Zuckerbaustein. Sie können diesen Stoff nicht speichern und sind deshalb auf eine stete Zufuhr über das Blut angewiesen. Damit der Blut- Glucose-Spiegel konstant bleibt, empfehlen Ernährungsexperten Lebensmittel mit besonders komplexen Zuckern. Diese Mehrfachzucker werden im Körper allmählich in einzelne Glucose-Bausteine zerlegt und gelangen in kleinen Dosen, dafür aber kontinuierlich ins Gehirn.
Das verhindert eine unerwünschte Über- oder Unterversorgung des zentralen Nervensystems mit Nährstoffen – die geistige Leistungsfähigkeit hält also lange an. Komplexe Zucker stecken in Vollkorngetreide, Vollkornreis, Kartoffeln, Gemüse und Obst. Ein frisches Müsli aus Getreide und Obst ist also der ideale Start in den Tag.
Vergesslichkeit, schlechte Konzentrations- und Merkfähigkeit liegen häufig an fehlenden Nährstoffen. Zum Beispiel wirken Aminosäuren, die kleinsten Bausteine der Eiweiße, direkt oder umgewandelt als Botenstoffe (Neurotransmitter) im Gehirn. Diese Neurotransmitter lassen die Informationen von Zelle zu Zelle fließen. Da sie gezielt zum Einsatz kommen, sind sie nur in kleinen Mengen vorrätig und müssen ständig neu gebildet werden. Fehlen die Aminosäuren zum Bau der Neurotransmitter, stockt die Signalweiterleitung. Gute tierische Eiweißquellen sind: Fisch und Meeresfrüchte, mageres Fleisch, Eier, Milch und Milchprodukte. Pflanzliches Eiweiß liefern Hülsenfrüchte inklusive Sojaprodukte, Vollkorngetreide und Nüsse.
Die Nervenfasern sind von einer fetthaltigen Schicht umhüllt. Diese sorgt dafür, dass Signale schnell weitergeleitet werden. Ein Bestandteil dieser Isolierschicht aus Fett ist das Cholesterin, das allerdings in unserer Ernährung bereits mehr als reichlich vorkommt. Ein anderer Bestandteil, das Cholin, sorgt für die Geschmeidigkeit der Nervenhülle. Es ist in den so genannten Omega-3-Fettsäuren enthalten, die in großen Mengen in bestimmten Fischsorten vorkommt. Übrigens: Bereits die Ernährung einer Schwangeren beeinflusst die Entwicklung des Gehirns ihres Kindes. Wissenschaftler fanden heraus, dass die Omega-3-Fettsäuren hierbei eine wichtige Rolle spielen.
Vitamine sind dazu da, bestimmte Reaktionen des Stoffwechsels in Gang zu bringen oder sie zu beschleunigen. Vitamin E schützt unter anderem wertvolle Fettsäuren und Nervenzellen vor schädlichen freien Radikalen. Es steckt in Getreide, Samen, kaltgepressten Pflanzenölen, Eiern und Blattgemüse. B-Vitamine sind am Stoffwechsel der Neurotransmitter beteiligt. Vitamine der B Gruppe kommen reichlich in Vollkornprodukten vor, in Geflügel und magerem Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten, Milch und Käse, Hülsenfrüchten und Walnüssen, Avocados und Bananen. Auch das Vitamin C ist am Aufbau einiger Überträgersubstanzen beteiligt. Frisches Obst und Gemüse ist reich an Vitamin C. Menschen, denen Calcium fehlt, werden unruhig und nervös. Denn: Calcium ist an der Signalübertragung von einer Nervenzelle zur anderen beteiligt und vor allem in Milchprodukten und Nüssen enthalten.
Vollkorn- und Milchprodukte, Blattgemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen sind gute Magnesiumquellen. Umfangreiche Messungen haben gezeigt, dass Magnesium im Blut selbst bei bester Ernährung fehlt. 90 % der Menschen leiden unter Magnesiummangel. Der Grund: Durch Kunstdünger und sauren Regen enthält unsere Nahrung nicht mehr die Magnesiummenge, die wir brauchen. Darum empfehle ich meinen Patienten, täglich 1 bis 2 Beutel Magnesium zu nehmen. Sie sollten dabei auf das Magnesium der Firma Cardion zurückgreifen; Tests haben ergeben, dass es am meisten bewirkt. Allerdings sollten Sie Magnesium immer erst nach dem Essen zu sich nehmen. Für die roten Blutkörperchen, die Sauerstoff in das Gehirn bringen, ist Eisen unverzichtbar. Dieses Metall kommt vor allem in Fleisch, Leber und Fisch vor. Aber auch dunkelgrünes Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte enthalten es.
„Nervennahrung“ sagte man früher und meinte damit zuckerreiche Lebensmittel. Doch Schokolade und andere Süßigkeiten sind der Konzentration eher abträglich. Sie lassen den Blutzuckerspiegel nach einem kurzen Hoch tief in den Keller sinken – wir werden müde und unkonzentriert. Auch zu viel Fett kann schlapp machen: Käse, Wurst und Schokolade entziehen dem Körper viel Energie bei der Verdauung. Das Blut konzentriert sich in den Gefäßen von Magen und Darm und fehlt dann im Kopf. Vorsicht auch bei Alkohol! Große Mengen Alkohol stören nicht nur kurzzeitig die Wahrnehmung, sie zerstören auch unwiderruflich zahlreiche Nervenzellen im Gehirn.
Echtes Brainfood kommt nicht aus dem Chemielabor, sondern vom Bauern. Wer folgende Ratschläge beherzigt, sollte mit wachem Verstand über die Runden kommen:
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Heinz Neuenhaus aus Jüchen schreibt:
„Er hat es als Erster geschafft, meine Ernährung zu ändern! Dr. Spitzbart hat nämlich zuvor die biologischen Zusammenhänge im Körper aufgezeigt.“
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