Orange & Co.: Warum Zitrusfrüchte gerade jetzt so wichtig für Sie sind

Jetzt sind sie im Supermarkt wieder zu finden: Zitrusfrüchte aller Art. Zitronen haben das ganze Jahr Saison, aber nun können Sie auch wieder zu Apfelsinen oder Grapefruits greifen. Diese Früchte schmecken nicht nur gut. Ich erkläre Ihnen, warum sie auch ein ­exzellenter Schutz für Ihre Gesundheit sind.

Eigentlich sollten wir es schon in der Schule lernen: Zitrusfrüchte sind Gesundheit pur. Sie enthalten reichlich Vitamin C und sogenannte Flavonoide, die zu den sekundären Pflanzenstoffen gehören. Diese senken nicht nur Ihren Blutdruck, sondern verringern auch den Cholesterinspiegel und verhindern so, dass sich Ablagerungen an Ihren Arterien bilden. Arteriosklerose kann sich bei Ihnen dann gar nicht erst entwickeln. Darüber hinaus beugen Zitrusfrüchte Infektionskrankheiten vor – dazu gehören auch Entzündungen in den Arterien, die sonst Ihrem Herz gefährlich werden können.

Zitrusfrüchte sind besonders reich an Vitamin C. Dieses benötigen Sie vor allem im Winter, um sich vor Infekten zu schützen. Wie gut, dass Zitrusfrüchte gerade jetzt Saison haben. Sie können sie im Moment frisch kaufen und genießen, denn sie sind jetzt besonders saftig und daher viel leckerer als zu anderen Jahreszeiten.

So profitiert Ihr Körper von den leckeren Zitrusfrüchten

Außerdem halten Sie Orangen & Co. auch auf andere Art gesund:

  • Vitamin C kommt in den Früchten im richtigen Verhältnis zu den Fla­vo­noiden vor. Diese Stoffe vervielfachen die Wirkung des Vitamin C und erhöhen so die schützenden Wirkungen auf Ihr Herz.
  • Gerade Zitronen sind wichtig für Sie. Denn Vitamin C wirkt zusammen mit der Zitronensäure positiv auf die Eisenaufnahme. Eisen kann verstärkt vom Darm in Ihr Blut gelangen. So kann Ihr Körper besser mit Sauerstoff versorgt werden. Findet dieser Transport nur mangelhaft statt, fehlt Ihrem Herzen Sauerstoff. Die unangenehmen Folgen sind Herzklopfen, Herzbeschwerden und die Neigung zum Kollaps.
  • Sämtliche Zitrusfrüchte enthalten viel Kalium. Das reguliert Ihren Blutdruck, senkt ihn ab und hält ihn stabil.
  • Zitrusfrüchte helfen bei der Entgiftung. In ihnen ist Limonen enthalten, ein Aromastoff. Er sorgt dafür, dass Entgiftungsenzyme im Dünndarm und in der Leber aktiv werden. Die Enzyme sind dann in der Lage, freie Radikale zu fangen, die sonst Ihrem Körper gefährlich werden und die Zellen schädigen könnten.
  • Wenn Sie nicht von den Zigaretten lassen können, sollten Sie jeden Tag den Saft aus 4 gepressten Orangen zusätzlich trinken. Hierin sind Vitamin C und E enthalten – Sie geben Ihrem Körper damit eine Extraportion Antioxidantien, die Sie vor den freien Radikalen aus dem Zigarettenrauch schützen können.
  • Zitrusfrüchte enthalten viel Kalzium. Das stärkt Ihre Knochen und kann Sie vor Osteoporose schützen. Darüber hinaus hält dieser Vitalstoff Ihre Zähne gesund. Aber Vorsicht: Zitrusfrüchte im Übermaß können durch die enthaltene Säure Ihren Zahnschmelz angreifen. Bei empfindlichen Zähnen sollten Sie daher nicht mehr als zwei bis drei Stück pro Tag verzehren.

Wie viel Zitrusfrüchte sollten Sie essen?

Ich bremse Sie nicht – Sie können so viel Zitrusfrüchte essen, wie Sie möchten. Denn sie haben wenig Kalorien, fast gar kein Fett, aber viele Ballaststoffe und gesunde, langkettige Kohlenhydrate. Diese liefern Ihrem Körper und Ihrem Gehirn Energie. Gerade wenn jetzt im Herbst die Tage wieder kürzer werden, können Sie das gut gebrauchen, um am dunklen Morgen in Schwung zu kommen.

Sie sollten aber mindes­tens jeden Tag 500 Gramm Zitrusfrüchte zu sich nehmen. Das sind zwei Grapefruits oder drei Orangen – natürlich nur ungefähr. Schaffen Sie diese Menge nicht täglich? Kein Problem. Kaufen Sie Saftorangen, zum Beispiel Valencia Late oder Salustinas. Diese lassen sich zu einem leckeren Orangensaft pressen. Dabei müssen Sie nicht befürchten, dass Vitamine und Mineralstoffe verloren gehen, wenn Sie den Saft sofort trinken. Verwahren Sie den Saft aber nie länger als eine Stunde im Kühlschrank auf. So vermeiden Sie nicht nur den Vitaminverlust, sondern auch dass sich Schimmelpilze im Saft bilden.

So kaufen Sie leckere Zitrusfrüchte

In den letzten Jahren ist vielen Menschen der Appetit auf Mandarinen, Orangen & Co. vergangen. Zu viele Früchte entpuppten sich nach dem Kauf als geschmackloses Stroh: kaum Saft, dafür trockenes Fruchtfleisch. Damit Sie leckere Zitrusfrüchte einkaufen, sollten Sie Folgendes beachten:

  •  Achten Sie auf die Farbe. Sie sollte satt orange sein, bei Grapefruits sollten rote „Bäckchen“ auf der Schale zu erkennen sein. Blasse Schalen deuten darauf hin, dass die Früchte nicht ausreichend reif sind.
  • Achten Sie auf die Festigkeit. Frische Zitrusfrüchte fühlen sich bei leichtem Druck nicht zu hart, aber dennoch fest an. Wenn die Schale gar nicht nachgibt, ist die Frucht wahrscheinlich schon ausgetrocknet. Ist sie zu weich, dann ist die Zitrusfrucht älter und zu süß. Nur Grapefruits dürfen etwas weicher sein, denn sie haben einen sehr hohen Saftanteil. Vorsicht hier, wenn die Schale weich ist. Dann ist die Frucht ausgetrocknet.
  • Achten Sie auf den Geruch. Eine Zitrusfrucht darf niemals muffig oder modrig riechen – das deutet auf Schimmel unter der Schale hin.
  • Bei Zitrusfrüchten kommt es nicht auf die Größe an. Sie sollten sich generell kleine oder maximal mittelgroße Früchte heraussuchen. Dicke Früchte schmecken meist weniger intensiv. Zudem kommt die Dicke meist von einer dickeren Schale – Sie bezahlen dann für etwas, was Sie sowieso wegwerfen.
  • Vergleichen Sie das Gewicht. Dazu sollten Sie mehrere gleichgroße Zitrusfrüchte in die Hand nehmen. Kaufen Sie dann die schwereren. Denn je schwerer die Früchte sind, desto mehr Saft enthalten sie.

So bleiben die gesunden Früchtchen lange frisch

Zitrusfrüchte verlieren gerne Aroma und damit Geschmack, wenn sie falsch gelagert werden. Folgendes ist daher bei der Lagerung wichtig:

  •  Die richtige Temperatur. Zitrusfrüchte müssen kühl gelagert werden. Dann halten sie sich auch länger als eine Woche. Legen Sie sie in einen kühlen Keller oder in den Kühlschrank – die Temperatur sollte 5 bis 8 °C nicht überschreiten. Achten Sie darauf, dass Sie die Zitrusfrüchte im Keller nicht in der Nähe von Kartoffeln lagern. Sonst nehmen sie das muffige Kartoffel-Aroma an und schmecken dann nicht mehr.
  • Trockenheit. Lagern Sie Zitrusfrüchte zu feucht, können sie von Schimmelpilzen befallen werden. Vorsicht auch im Kühlschrank: Hier kann sich Kondenswasser niederschlagen! Wi­ckeln Sie das Obst daher in Küchen­tücher. Diese können Wassertropfen aufsaugen.
  • Die richtige Auslese. Lagern Sie Zitrusfrüchte länger, müssen Sie sie immer wieder nach angeschimmelten Exemplaren durchsuchen. Wenn sich an nur einer Zitrusfrucht Schimmel bildet, sind auch die anderen Früchte schnell, manchmal schon innerhalb eines Tages „infiziert“.

Vorsicht ist angebracht, wenn Sie Medikamente einnehmen

Grapefruits können bestimmte Enzyme blockieren, die normalerweise Medikamente abbauen. Verzichten Sie also auf Grapefruits, wenn Sie folgende Arzneimittel einnehmen müssen:

  •  Blutdrucksenker, die zu den Kalzium-Antagonisten gehören
  • Cholesterinsenker (sogenannte HMG-CoA-Reduktasehemmer)
  • Antiallergika mit Terfenadin
  • Benzodiazepine
  • Immunsuppressiva

In solchen Fällen können Sie Grape­fruits zum Beispiel durch Orangen ersetzen.

Mit welcher Zitrusfrucht versorgen Sie sich am besten mit Vitamin C?

Limetten, Orangen, Grapefruit, Mandarinen oder doch eher Zitronen: Wer liefert Ihnen am meisten vom wichtigen Vitamin C? Sind es die sauren Zitrusfrüchte wie Grapefruits oder Zitronen, oder reichen auch die süßen Mandarinen? Erstaunlich: Wenn es um den reinen Vitamin-C-Gehalt geht, dann schneiden tatsächlich die süßen Früchte am besten ab. Aber bei den sauren Varianten kommt das positive Zusammenspiel zwischen Vitamin C und Antioxidantien hinzu.
Daher mein Tipp: Wechseln Sie einfach je nach Geschmack und Laune – so versorgen Sie sich ausreichend sowohl mit Vitamin C als auch mit Antioxidantien.

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Heinz Neuenhaus aus Jüchen schreibt:

„Er hat es als Erster geschafft, meine Ernährung zu ändern! Dr. Spitzbart hat nämlich zuvor die biologischen Zusammenhänge im Körper aufgezeigt.“
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