Es klingt verführerisch: Sie schmieren sich eine bestimmte Margarine aufs Brot, trinken Jogurtdrinks oder essen andere Milchprodukte – und wie durch Zauberhand reduziert sich Ihr Cholesterinspiegel. So soll es sogar möglich sein, mit bestimmten Lebensmitteln den Cholesterinspiegel um 15 Prozent zu senken – und das komplett ohne Medikamente.
Verantwortlich für die deutliche Reduzierung des schlechten LDL-Cholesterins durch die beworbenen Produkte sind die so genannten Phytosterine. Es handelt sich dabei um chemische Verbindungen, die in Pflanzen vorkommen und dort ein wesentlicher Bestandteil der Zellmembranen sind.
Im menschlichen Körper werden diese Pflanzenbestandteile nicht in den Stoffwechsel eingebracht. Vielmehr gelangen sie in die Leber, dort in den Gallensaft und mit diesem in den Dünndarm. Da sie in ihrer Struktur dem LDL-Cholesterin ähnlich sind, schaffen sie es, dieses zu verdrängen. Das Ergebnis: Ihr Körper nimmt weniger Cholesterin auf, und der Cholesterinspiegel im Blut wird reduziert.
Allerdings tritt dieser Effekt erst dann auf, wenn Sie mehr als 2 Gramm Phytosterine zu sich nehmen. Umgerechnet, entspricht diese Menge sechs mit Margarine bestrichenen Scheiben Brot – was durchaus zu schaffen ist.
Maximal sechs Scheiben Brot pro Tag mit Margarine, vielleicht sogar nur vier, wenn Sie dafür noch einen Jogurt essen, sind doch angenehmer, als bei Wind und Wetter Sport zu treiben.
Warum dränge ich also darauf, dass Sie Ihren Cholesterinspiegel durch ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse senken, und empfehle Ihnen dazu noch mindestens dreimal pro Woche 30 Minuten Sport?
Der Grund dafür ist einfach: Mit einer ausgewogenen Ernährung und viel Bewegung senken Sie Ihren Cholesterinspiegel auf gesunde Art. Denn neueste Forschungen haben gezeigt: Die Phytosterine sind gar nicht so ungefährlich für Ihren Körper, wie es Ihnen die Lebensmittelproduzenten weismachen wollen.
Zu hohe Mengen von Phytosterinen können sich auf Ihren Körper gefährlich auswirken. Sie können Arterienverengungen hervorrufen, verursacht durch Plaques (also Ablagerungen) an den Arterienwänden.
Das haben Forscher der Universität Homburg im Tierversuch herausgefunden. Mäuse, die mit Phytosterinen gefüttert wurden, zeigten deutliche Ablagerungen in ihren Gefäßen – zudem erlitten die Tiere häufiger Schlaganfälle als ihre Artgenossen.
Genauso wie bei den Mäusen hinterlassen große Mengen Phytosterine auch beim Menschen ihre Spuren. Die Forscher, die sich nicht mit den Ergebnissen aus dem Mäuseversuch zufriedengeben wollten, hatten auch Patienten untersucht, denen eine neue Herzklappe eingesetzt werden musste. Das Ergebnis: 12 Prozent der Betroffenen hatten in den zwei Jahren, die ihrer Erkrankung vorausgegangen waren, regelmäßig Lebensmittel verzehrt, die viele Phytosterine enthielten.
Gleichzeitig fanden sich in den Arterien der Betroffenen auch die meisten Phytosterine im Blut – und die größten Ablagerungen in den Herzklappen.
Warum aber dürfen diese Lebensmittel, die so gefährlich für Ihren Organismus sind, Ablagerungen fördern und dadurch sogar Herzinfarkte auslösen können, als wirksam beworben und verkauft werden?
Mit ihren Aussagen lügen die Hersteller nicht. In der Tat wirken die Phytosterine in den Lebensmitteln: Sie senken tatsächlich Ihren Cholesterinspiegel. Lediglich die Spätfolgen werden verschwiegen.
Die Leidtragenden dieser Regelungen sind Sie, die Verbraucher. Sie meinen, sich mit den cholesterinsenkenden Lebensmitteln etwas Gutes zu tun und ihre Gesundheit zu fördern.
Mein Rat für Sie: Lassen Sie wegen der gefährlichen Langzeitwirkungen die cholesterinsenkenden Nahrungsmittel im Regal stehen. Besser: Verzehren Sie fünf große Portionen Obst und Gemüse pro Tag, verzichten Sie auf übermäßigen Fleischkonsum, und bewegen Sie sich regelmäßig, am besten 30 Minuten pro Tag. Damit senken Sie Ihre Cholesterinwerte ebenfalls – und bleiben gesund!
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Heinz Neuenhaus aus Jüchen schreibt:
„Er hat es als Erster geschafft, meine Ernährung zu ändern! Dr. Spitzbart hat nämlich zuvor die biologischen Zusammenhänge im Körper aufgezeigt.“
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