Haben Sie schon einmal eine Tasse ungesüßten Salbeitee getrunken? Wahrscheinlich werden Sie allein bei der Vorstellung erst einmal zusammenzucken. Denn der Tee ist recht bitter – Sie müssen sich an diesen Geschmack wirklich gewöhnen. Aber gerade diese Bitterstoffe sollten Sie schätzen lernen. Sie können sie als Naturheilmittel bezeichnen: Die Stoffe wirken sich nicht nur positiv auf Ihren Verdauungstrakt aus, sondern haben auch großen Einfluss auf Ihr Herz-Kreislauf-System und auf die Harnwege.
Leider geht heute der Trend dahin, alles, was unangenehm schmeckt, wegzuzüchten. Daher gibt es viele Gemüse- und Obstsorten, die ursprünglich Bitterstoffe enthielten, heute aber frei davon sind. Ich gebe Ihnen hier einen Überblick, in welchen Nahrungsmitteln diese wichtigen Stoffe noch enthalten sind:
Neben den Küchenkräutern gibt es eine Reihe von Heilkräutern, die alle als Tee bei gesundheitlichen Beschwerden angewandt werden. Gerade die Bitterstoffe sind es, die sich hier positiv auf Ihr Wohlbefinden auswirken.
Sie erhalten die Kräuter getrocknet in der Apotheke und können sich hieraus einen Tee ansetzen. Nehmen Sie ein bis drei Teelöffel des Krauts, überbrühen Sie es mit kochendem Wasser und lassen Sie es dann 10 bis 15 Minuten ziehen.
Mein Tipp: Bei Verdauungsbeschwerden empfehle ich Ihnen eine Mischung aus zu gleichen Teilen Tausendgüldenkraut, Löwenzahn und Enzian. Je nach Geschmack können Sie noch Fenchel und Anis dazugeben.
Machen Sie es doch einmal wie im Mittelalter. Schon damals wurde nach üppigen Mahlzeiten ein bitterstoffreiches Getränk gereicht. Damals handelte es sich meist um Kräuterauszüge – heute nimmt man Kräuterschnäpse. Aber warum muss es Alkohol sein? Ich habe stattdessen ein leckeres, alkoholfreies Rezept für Sie. Gießen Sie den Saft von zwei Orangen, zwei Grapefruits und einer halben Zitrone in einen Krug oder eine Karaffe. Geben Sie dann 250 ml naturtrüben Apfelsaft und eine Messerspitze geriebene Schale einer Bio-Pomeranze (Bitterorange) dazu. Rühren Sie gut um und gießen Sie 100 ml Mineralwasser hinzu. Der Bitterstoff-Spezialcocktail ist fertig. Guten Durst!
Nehmen Sie einen Zweig Salbei und zwei bis drei Zweige Thymian. Geben Sie diese in einen Krug, den Sie mit abgekochtem und auf 70 °C abgekühltem Wasser aufschütten (circa 1 Liter). Lassen Sie die Zweige acht bis zehn Minuten im Wasser ziehen. Der Tee hilft sehr gut bei Halsentzündungen und aktiviert Ihre Immunabwehr.
Bitterstoffe gelten seit jeher auch als Schlankmacher, eben weil sie die Verdauung anregen. Das nutzen findige Geschäftemacher natürlich aus. Es gibt immer wieder Bitterstoffkapseln, die Sie beim Abnehmen unterstützen sollen. Enthalten sind häufig die Bitterstoffe aus Rucola, Basilikum und Jungfernkraut, das auch als Immergrün bekannt ist.
Gerade das Immergrün aber ist ein problematischer Inhaltsstoff. Es bringt nicht nur Bitterstoffe mit, sondern auch so genannte Alkaloide, teilweise giftige Pflanzeninhaltsstoffe. Werden sie fachmännisch angewandt, können sie zum Beispiel bei Durchblutungsstörungen oder Bluthochdruck helfen. Allerdings führen sie bei Überdosierung und falscher Anwendung schnell zu Herzrhythmusstörungen, Blutdruckabfall, Störungen des Magen-Darmtrakts oder juckenden Hautausschlägen.
Lassen Sie daher die Finger von solchen Kapseln. Ihren Stoffwechsel und damit die Fettverbrennung können Sie auch durch eine Mahlzeit anregen, die reich an Bitterstoffen ist. Machen Sie sich einen Salat aus Rucola, Endivien und Chicorée, geben Sie Basilikum darüber. Das schmeckt nicht nur lecker, sondern ist auch wirklich gesund!
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Heinz Neuenhaus aus Jüchen schreibt:
„Er hat es als Erster geschafft, meine Ernährung zu ändern! Dr. Spitzbart hat nämlich zuvor die biologischen Zusammenhänge im Körper aufgezeigt.“
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