Übersäuerung

Basen sind heutzutage selten: Der Kampf um Sauerstoff lässt Ihren Körper sauer werden

„Ich bin sauer“ – das würde Ihr Körper sicherlich manchmal ausrufen, wenn er könnte. Denn unsere heutige Ernährung, zu wenig Bewegung, dafür aber zu viel Stress führen Ihren Körper zunehmend in den sauren pH-Bereich. Im Stoffwechsel entstehen saure Endprodukte, die auf Dauer Ihren sensiblen Säure-Basen-Haushalt aus dem Gleichgewicht bringen. Das Ergebnis können schwere Zivilisationskrankheiten sein. Lesen Sie, was Ihren Körper sauer macht, welche Gefahren von zu viel Säure ausgehen und was Sie dagegen tun können.

Für jeden Atemzug, jeden Gedanken, jede Bewegung, die Sie machen, braucht Ihr Körper Energie. Diese Energie gewinnt er aus der Nahrung: aus Eiweiß, Kohlenhydraten und Fett. Die Nahrungsbestandteile werden in den Körperzellen unter Zuhilfenahme von Sauerstoff in Energie umgewandelt. Diese steht dem Körper in Form von Adenosintriphosphat (ATP) zur Verfügung.
Wenn Ihrem Körper allerdings der notwendige Sauerstoff fehlt, zum Beispiel durch zu flache (stressbedingte) Atmung, läuft die Energiebereitstellung nur in eingeschränktem Maße ab. Neben einer verringerten Energiemenge entsteht Milchsäure, die Ihren Körper übersäuert.
Hinzu kommt, dass bestimmte Lebensmittel sauer verstoffwechselt werden und so ebenfalls den Säuregehalt in Ihrem Körper ansteigen lassen.

Ihr Lebensstil macht Sie sauer

Das sind die häufigsten Gründe für eine Übersäuerung:

Verdauungsprobleme.

Der Darm ist das Organ, das bei der Regulierung des Säure-Basen-Haushalts die größte Rolle spielt. Verdauungsprobleme führen dazu, dass der Speisebrei nicht schnell genug durch den Darm befördert wird. Es kommt zu Fäulnis und Gärung, hierbei wird vermehrt Säure gebildet. Daher sollten Sie Verdauungsstörungen ernst nehmen und bei anhaltenden Verdauungsproblemen, aber auch bei Darmerkrankungen Ihren Arzt aufsuchen.

Zu viel Fleisch, zu wenig Obst und Gemüse.

Fleisch und Wurstwaren sind von Beilagen zu Hauptnahrungsmitteln geworden. Sie stehen bei vielen Menschen täglich, häufig sogar mehrfach täglich auf dem Speiseplan. Fleisch und Wurstwaren aber werden sauer verstoffwechselt. Parallel dazu sinkt der Verzehr von Obst und Gemüse, die basische Endprodukte ergeben. Somit ist ein Ausgleich von sauer und basisch nicht mehr möglich.

Vermehrter Alkoholkonsum.

Alkohol ist ein Risikofaktor für eine Übersäuerung, denn er wird sauer verstoffwechselt. Hinzu kommt, dass er die Wasserausscheidung Ihres Körpers ankurbelt. Dabei gehen Ihrem Körper Magnesium, Kalzium und Kalium verloren – wertvolle Mineralstoffe, die basisch wirken.

Industriell hergestellte Lebensmittel.

Fertiggerichte und weiterverarbeitete Lebensmittel sind eine weitere große Gefahr für Ihren Körper. Denn sie enthalten nur wenige Vitamine und Mineralstoffe, die Ihr Körper braucht, um einen basischen pH-Wert zu halten. Zudem enthalten Fertiggerichte viele Zusätze, zum Beispiel Konservierungs- und Farbstoffe. Diese bilden in Ihrem Körper Säuren.

Zu geringe Trinkmengen.

Sie brauchen jeden Tag 30 mg Wasser oder ungesüßten Tee pro Kilogramm Körpergewicht, um genügend Säuren über den Urin ausscheiden zu können. Allerdings nehmen die wenigsten Menschen diese Trinkmenge zu sich – der saure Harnstoff bleibt im Körper. Auch wenn Sie das Falsche trinken, verschlechtern Sie Ihren Säure-Basen-Haushalt: So werden zum Beispiel Getränke mit viel Kohlensäure, aber auch Limonaden, die viel Zucker enthalten, sauer verstoffwechselt.

Stressbelastung.

Wenn Sie dauernd unter Stress stehen, schüttet Ihr Körper die Hormone Adrenalin und Noradrenalin aus. Diese beiden Stress­hormone werden im Körper weiterverarbeitet – hierbei entstehen Säuren.

Rauchen.

Damit Ihr Säure-Basen-Haushalt ausgeglichen bleibt, ist eine gesunde Atmung sehr wichtig. Nur so tanken Sie neuen Sauerstoff und scheiden gleichzeitig Kohlendioxid aus, das säuernd wirkt. Rauchen dagegen schädigt Ihre Lungen – ein Kohlendioxid-Abbau kann nur noch begrenzt stattfinden.

Medikamente.

Bei vielen Medikamenten, die wir rezeptfrei und ohne Bedenken einnehmen, werden beim Abbau Säuren gebildet. Der bekannteste Wirkstoff, der ein großer Säurenbildner ist, ist Acetylsalicylsäure (ASS). Wenn Sie Medikamente, die ASS enthalten, dauerhaft einnehmen müssen, zum Beispiel zur Herzinfarkt-Prävention, fragen Sie Ihren Arzt nach Alternativen, die keine Säuren bilden.

Ihr Körper kann Säuren neutralisieren und ausscheiden

Die entstehenden Säuren müssen auf ihrem Weg durch den Körper neutralisiert werden – dazu sind basisch wirkende Stoffe wie zum Beispiel Vitalstoffe nötig. Diese nehmen Sie ebenfalls über die Nahrung zu sich, zum Beispiel aus vielen Obst- und Gemüsesorten. Die Basen gelangen über das Verdauungssystem, also Magen und Darm, in den Blutkreislauf.
Zudem kann der Körper durch verschiedene Mechanismen säurehaltige Stoffwechsel-Endprodukte direkt abtransportieren:

  • Durch die Nieren werden sie mit dem Urin ausgeschieden.
  • Kohlendioxid wird ausgeatmet.
  • Schweiß ist ebenfalls sauer, er wird über die Haut abtransportiert.
  • In der Leber entsteht über den Eiweißstoffwechsel Ammoniak. Dieses saure Endprodukt wird aufgespalten in Wasser und Harnstoff und durch die Leber ausgeschieden.

Im Kampf gegen die Übersäuerung hilft auch das basische Sekret der Bauchspeicheldrüse. Es gelangt in den Darm, wo es sauren Speisebrei neutralisiert.

Überschüssige Säuren werden eingelagert

Diese säureregulierenden Mechanismen funktionieren aber nur, wenn Sie Ihrem Körper nicht zu viele Säuren zumuten. Nehmen sie überhand, versucht der Körper, sich bei einer anhaltenden Säure-Belastung zunächst einmal selbst zu helfen, indem er die entstehenden Säuren zwischenlagert. So gelangen sie ins Bindegewebe. Hier werden sie gespeichert, bis Ihr Körper wieder genügend Basen zur Verfügung hat, damit er die überschüssig gebildeten Säuren nach und nach neutralisieren und abbauen kann.
Leider aber gelingt dies nur in den wenigsten Fällen. In der Regel stehen die für einen Abbau nötigen Basen nicht in ausreichender Menge zur Verfügung. Daher verbleiben die Säuren dauerhaft im Bindegewebe – es kommt zur chronischen Übersäuerung.

Zivilisationskrankheiten sind häufig die Folge einer Übersäuerung

Wenn Sie übersäuert sind, leiden als Erstes Ihre Knochen darunter. Um die Säure abzubauen, greift Ihr Körper nämlich auf das in den Knochen gespeicherte Kalzium zurück, einen basischen Mineralstoff, der für die Knochenstabilität sehr wichtig ist. Ohne Kalzium werden Ihre Knochen weich und brüchig. Osteoporose, der gefürchtete Knochenschwund, bildet sich aus.
Auch viele Stoffwechselvorgänge, sogar Ihr Immunsystem, sind abhängig von einem gesunden Säure-Basen-Haushalt. Ist er nicht ausgeglichen, fühlen Sie sich zunächst einmal schlapp und müde.
Der Grund: Die Vitalstoffe, die eigentlich für einen normal ablaufenden Stoffwechsel notwendig sind, werden zum Ausleiten der Säuren verbraucht. Im Laufe der Zeit kann es dann zu vielen Erkrankungen kommen, die leicht als „Zivilisationskrankheiten“ abgetan werden.

So wissen wir heute, dass

  • Allergien,
  • Diabetes,
  • Infekte,
  • Rheuma und Gicht,
  • Migräne,
  • Magenentzündungen,
  • Gelenkerkrankungen,
  • Arteriosklerose und
  • Bluthochdruck

Folgen einer Übersäuerung sein können.

So kommen Sie in 4 Schrit­ten zu einem gesunden Säure-Basen-Haushalt

Ob Sie übersäuert sind, können Sie recht einfach durch einen pH-Test Ihres Urins herausfinden. Wenn dieser Ihnen anzeigt, dass in Ihrem Körper zu viele Säuren eingelagert sind, sollten Sie Folgendes machen:

1. Nehmen Sie für vier Wochen ein Basenpulver. Es ist Ihre „erste Hilfe“ bei der Entsäuerung.
2. Legen Sie eine Basen-Fastenwoche ein. Sie regt den Abtransport der Säuren aus Ihrem Körper an.
3. Stellen Sie Ihre Ernährung um, greifen Sie in Zukunft verstärkt zu Lebensmitteln, die basisch verstoffwechselt werden.
4. Bewegen Sie sich, und vermeiden Sie Stress – so sorgen Sie für eine ausreichende Sauerstoffaufnahme Ihres Körpers.

Wann und wie genau Sie welchen Schritt gehen und worauf Sie dabei achten müssen, erkläre ich Ihnen in diesem Spezialreport.

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Leserstimmen

Heinz Neuenhaus aus Jüchen schreibt:

„Er hat es als Erster geschafft, meine Ernährung zu ändern! Dr. Spitzbart hat nämlich zuvor die biologischen Zusammenhänge im Körper aufgezeigt.“
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