Lange konnten wir das Problem „Übergewicht“ auf die Amerikaner abschieben: Sie waren das Volk der „Dicken“. Aber auch in Deutschland sind immer mehr Menschen übergewichtig. Tragen Sie zu viel Gewicht mit sich herum, gefährden Sie Ihre Gesundheit und „abonnieren“ eine schmerzhafte Zukunft. Ich zeige Ihnen, wie Sie Ihr Gewicht realistisch einschätzen und ab wann Übergewicht beginnt.
Jeder zweite Deutsche ist heutzutage übergewichtig – rund 20 % sind sogar adipös, also fettleibig. Dafür gibt es zwei Gründe. Zum einen essen die Menschen das Falsche und davon auch noch zu viel, zum anderen bewegen sie sich viel zu wenig.
So gefährdet Übergewicht Ihre Gesundheit
Steigendes Körpergewicht nagt an der Psyche des Betroffenen – viele Menschen fühlen sich unwohl, teilweise sogar unförmig und hässlich. Sie ziehen sich oft zurück und nehmen immer weniger am geselligen Leben teil. Dadurch sinkt die Lebensqualität. Aber Übergewicht gefährdet nicht nur Ihre seelische Gesundheit. Auch Ihr Körper hat stark unter dem Zuviel an Fett zu leiden.
Am Anfang wird sich überflüssiges Gewicht „nur“ dadurch bemerkbar machen, dass Sie schnell außer Puste kommen, Ihr Puls bei der geringsten Belastung hochschnellt und Sie rasch müde werden. Auf Dauer aber trägt Übergewicht stark dazu bei, dass Ihr Krankheitsrisiko steigt. Schon eine geringe Gewichtszunahme um 5 bis 8 Kilogramm lässt Ihr Risiko für Herzkrankheiten um 25 % steigen.
Ein Grund dafür ist unter anderem, dass Übergewicht Ihren Blutdruck ansteigen lässt. Menschen mit Übergewicht weisen etwa doppelt so häufig erhöhte Blutdruckwerte auf wie Normalgewichtige.
Weitere Folgen des Übergewichts sind:
Idealgewicht: Eine Erfindung der Lebensversicherungen
Was aber ist Übergewicht? Hier gibt es heute mehrere Einteilungsmöglichkeiten. Sicherlich kennen Sie noch das klassische Idealgewicht, das nach der so genannten Brocca-Formel berechnet wurde. Diese Formel sieht so aus:
Ausgedacht haben sich dieses Idealgewicht amerikanische Lebensversicherungen. Sie entdeckten, dass Menschen mit Idealgewicht länger leben. Außer Acht gelassen wurde dabei aber, dass die Lebenserwartung in der Regel nicht nur von dem einen Faktor Gewicht abhängt. Vielmehr ernähren sich schlanke Menschen in der Regel gesund, treiben Sport und rauchen seltener. All das trägt ebenfalls zu einer längeren Lebenserwartung bei – nicht nur das Gewicht.
Der BMI berücksichtigt die Altersentwicklung
Dem Idealgewicht folgte eine neue Formel, der Body-Mass-Index (BMI). Er berechnet sich wie folgt:
Im Gegensatz zum Idealgewicht lässt der BMI aber eine größere Spanne zu. So berücksichtigt er, dass es Menschen gibt, die mehr Muskeln haben und dadurch mehr wiegen – ohne gleich als übergewichtig zu gelten. Außerdem beachtet dieser Index, dass das Gewicht im Alter ansteigen darf und Frauen einen etwas anderen BMI haben als Männer (siehe Tabelle oben rechts).
Apfel oder Birne? Ihr Bauch entscheidet über die Gefahr des Übergewichts
Heute sind wir noch einen Schritt weiter. Es wird nicht mehr nur der BMI isoliert betrachtet, denn auch er ist teilweise nicht ganz genau. Zusätzlich sollte daher immer der Bauchumfang mit in die Auswertung des Gewichts einbezogen werden. Er gibt Aufschluss über die Fettverteilung im Körper, die wichtig ist, um das Krankheitsrisiko abzuschätzen. Es gibt zwei Typen von Menschen:
Ob Sie gefährdet sind oder eher dem Birnentyp angehören, können Sie sehen, aber natürlich auch messen. Das geht ganz einfach. Nehmen Sie sich ein normales Maßband, wie es in jeder Kurzwarenabteilung im Kaufhaus erhältlich ist. Nun legen Sie sich das Maßband um den Bauch über den Bauchnabel. Dann liegt es in der richtigen Höhe. Bei Frauen sollte der Bauchumfang unabhängig von der Körpergröße 80 Zentimeter nicht überschreiten. Bei Männern darf er maximal 94 Zentimeter sein – ganz gleich, wie groß sie sind.
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Gehirnzellen können sich nicht teilen, Demenz sind wir machtlos ausgeliefert, im sauren Magen können keine Bakterien überleben. Das alles sind Mythen, die schon längst auf dem Schrotthaufen der Medizingeschichte gelandet sind. [mehr]
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Heinz Neuenhaus aus Jüchen schreibt:
„Er hat es als Erster geschafft, meine Ernährung zu ändern! Dr. Spitzbart hat nämlich zuvor die biologischen Zusammenhänge im Körper aufgezeigt.“
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