Wie viele Kalorien entsprechen einer Digitalkamera? Es sind definitiv zu viele - wie Sie hier lesen können...
Liebe Leserin, lieber Leser,
vorgestern musste ich tatsächlich mal meinen Taschenrechner bemühen. Grund dafür: Eine Digitalkamera, ein Schokoladenriegel und ein Internetversender. Komische Zusammenstellung? Auf den ersten Blick sicherlich…
Ich hatte ein Päckchen Kinderriegel in die Hände bekommen. Im Moment läuft hier wieder eine Sammelaktion – die so genannten „Fan-Connection“-Punkte können Sie gegen Prämien eintauschen. Erstaunlich fand ich dabei, dass sich diese Prämien im Grunde überwiegend an Jugendliche und Erwachsene richten.
Bahnkarten für eine Mitfahrer-Freifahrt, Internetsticks, Trikots und Trainingsjacken ab Gr. 140/152 sowie eine Digitalkamera.
Im ersten Moment überwog bei mir der Gedanke: „Bitte, wer das Zeug gerne ist, kann ja so noch eine Prämie erhalten.“ Immerhin zwei Sammelpunkte gab es auf dieser Verpackung. Allerdings – bei genauem Hinsehen entdeckte ich dann den Haken: Die Menge der Sammelpunkte, die benötigt werden.
Wollen Sie sich eine Digitalkamera „ernaschen“, brauchen Sie 150 (!) Sammelpunkte, dazu müssen Sie also 75 Pakete Kinderriegel kaufen. Macht bei einem durchschnittlichen Preis von 2,19 pro Packung eine Summe von 164,25 Euro. Bei amazon.de gibt es die gleiche Kamera schon für 39,90 Euro.
Aber was ich viel schlimmer finde: Ein Kinderriegel hat 118 Kalorien. Um diese Kamera zu erhalten, vernaschen Sie „mal eben“, wenn Sie die gesamten Kinderriegel essen, unglaubliche 88.500 Kalorien. Sie können es selbst nachrechnen – mir ist dabei kein Fehler unterlaufen. Es handelt sich tatsächlich um 88.500 Kalorien!
Für ein Trikot nehmen Sie nur unwesentlich weniger Kalorien zu sich – und wahrscheinlich passen Sie dann nicht mehr hinein, weil Sie durch die vielen Schokoriegel so zugenommen haben. Hier wird – meiner Meinung nach unverantwortlich - mit der Gesundheit der Menschen gespielt. Und das unter dem Deckmäntelchen von „Extraportion Milch“ und Sportaccessoires, die eigentlich für Fitness und Gesundheit stehen. Eine clevere Marketing-Strategie, denn nur die wenigsten Menschen werden sich erst einmal ausrechnen, wie viele Punkte sie brauchen und was das für sie bedeutet.
Diese Machenschaften sind für mich ein Grund, diese Produkte in Zukunft zu meiden. Sicherlich können wir alle selbst entscheiden, ob wir einen Schokoriegel essen oder zwei, eventuell noch mehr. Kinder und Jugendliche dagegen sehen nur die Sammelpunkte, die sie haben wollen und nicht, welche perfide Strategie und welche große Gesundheitsgefahr dahinter steckt.
Bleiben Sie fit und gesund,
Ihr Dr. Michael Spitzbart
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keine andere neue Erkenntnis hat die Medizin so revolutioniert wie diese: Es sind viel weniger unsere Gene, die über Gesundheit oder Krankheit im Alter entscheiden, als unser Lebensstil. Alterszucker zum Beispiel ist zwar die am häufigsten vererbte Stoffwechselkrankheit – aber unser Lebensstil entscheidet, ob wir die Krankheit bekommen oder nicht. ... [mehr]
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Heinz Neuenhaus aus Jüchen schreibt:
„Er hat es als Erster geschafft, meine Ernährung zu ändern! Dr. Spitzbart hat nämlich zuvor die biologischen Zusammenhänge im Körper aufgezeigt.“
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