Körperfett: So messen Sie Ihr persönliches Krankheitsrisiko

Haben Sie eventuell auch ein paar Pfunde zuviel und beneiden Sie die ranken, schlanken Menschen? Entspannen Sie sich: Das Idealgewicht ist nicht das Maß aller Dinge. Es gibt etwas, das viel wichtiger ist: das Körperfett.

Zu viel Fett im Körper macht krank und verkürzt das Leben: Diabetes, Herzkrankheiten und manche Formen von Krebs könnten durch einen geringeren Fettgehalt im Körper vermieden werden. Doch woher wissen Sie, wie viel Fett in Ihrem Körper steckt?Wir sehen es einem Menschen und auch uns selbst nicht an, wie hoch der Fettgehalt ist. Es gibt sogar ausgesprochen schlanke Menschen mit deutlich überhöhtem Körperfett. Das sind oft genug Menschen, die sich zwar gesund und diszipliniert ernähren, sich aber zu wenig bewegen. Allerdings kommt es auch vor, dass Menschen ein Stück weit über dem „Idealgewicht“ liegen und trotzdem einen Körperfettgehalt im grünen Bereich haben. Kurzum: Wenn wir den Fettgehalt im Körper kennen lernen wollen, müssen wir ihn messen.

Auch wenn es deprimieren könnte: Greifen Sie zur Fettwaage

Doch erschrecken Sie nicht über die schonungslose Offenheit dieses Instruments. Es bringt an den Tag, was man nur äußerst ungern zugibt und auch kaum vermutet. Denn wenn jemand ein Drittel mehr wiegt als Normalgewicht, kann das jeder sehen. Einen um ein Drittel zu hohen Fettgehalt kann niemand sehen. Eine Fettwaage misst den Fettgehalt mithilfe der Bio-Impedanz-Analyse, eines winzigen elektrischen Stromflusses durch die Fußsohlen. Der Strom geht durch den einen Fuß hinein, das Bein hoch, durch das Becken und das andere Bein wieder runter. Gemessen wird der Wassergehalt im Körper – Wasser lagert sich nämlich nur in den Muskeln an, folglich ist der Rest, der nicht Wasser ist, Fett. Errechnet wird der genaue Fettanteil aus eben diesem gemessenen Wasseranteil, dem Gewicht und der Körpergröße. Außerdem müssen Sie der Waage mitteilen, ob Sie Kind, Erwachsener oder Athlet sind und natürlich, ob Sie Mann oder Frau sind.

Testen Sie, ob sie noch „im Rahmen“ liegen

Es gibt Angaben über den empfohlenen Körperfettgehalt aus Studien der Weltgesundheitsorganisation (angegeben ist der Körperfettanteil in Prozent vom Körpergewicht):

Alter Männer (%) Frauen (%)

20 – 39 8 – 20 21 – 33

40 – 59 11 – 22 23 – 34

60+ 13 – 25 24 – 36

Im Zweifelsfall sollten Sie Ihren Arzt fragen. Sie erkennen jedenfalls aus der Tabelle eine große Bandbreite des gesunden Bereichs. Es kann aber durchaus sein, dass Ihre Waage Ihnen einen deutlich höheren Wert anzeigen muss.

Vielleicht nur ein Aspekt am Rande:
Unser Gehirn speichert Fett. Niemand kann das sehen. Aber man merkt es möglicherweise an einer Verlangsamung der Denkprozesse. Für unsere Intelligenz ist der Fettgehalt des Körpers daher wichtiger als das Körpergewicht!

So wiegen Sie sich mit der Körperfettanalyse-Waage richtig

  • Vor dem Wiegen müssen Sie Ihre persönlichen Daten einmalig speichern.
  • Stellen Sie sich immer barfuss auf die Waage.
  • Wiegen Sie sich maximal einmal pro Woche, möglichst zur gleichen Zeit, nüchtern und unbekleidet.
  • Beim Wiegen zu verschiedenen Tageszeiten können Abweichungen im Fettanteil von bis zu fünf Prozent auftreten.
  • Wenn Sie zu wenig trinken, sinkt der Wasseranteil im Körper und die Waage zeigt einen höheren Fettgehalt an.
  • Auch direkt nach einem heißen Bad oder einem Saunabesuch kann durch das Schwitzen der Körperfettanteil höher sein als vorher.
  • Nicht alle Körperfettwaagen ermitteln identische Werte. Deshalb sollten Sie immer die gleiche Waage benutzen.
  • Regelmäßiges Wiegen erhöht die Motivation während einer Diät oder beim Training.

So erhalten Sie richtige Messwerte

Der Fettgehalt im Körper und insbesondere das im Muskelgewebe gebundene Wasser schwanken im Laufe des Tages. Daher ist es wichtig, dass Sie immer etwa zur selben Zeit und immer mit trockenen Füßen die Waage benutzen. Der absolute Wert, angegeben in Prozent, ist nur eine grobe Näherung, angeblich in der Größenordnung von einem Prozent Genauigkeit, vermutlich aber eher ungenauer. Messen Sie allerdings unter immer gleichen Bedingungen, dann messen Sie auch mit der immer gleichen persönlichen Abweichung. Veränderungen lassen sich daher recht genau messen. Fazit: Eine Genauigkeit von bis zu 0,1 % ist sinnvoll. Denn eigentlich sind es die Veränderungen, die Sie sehen wollen und nicht der absolute Wert.

Lassen Sie sich motivieren

Eine Körperfettanalyse-Waage ist ein gutes Instrument zur Verbesserung der Gesundheit. Sie macht Ihnen zusammenhänge deutlich, die sonst „unsichtbar“ belieben. Dadurch ergibt sich eine hohe Motivation. Eine Fettwaage zeigt Ihnen, wie gut Ihre Werte sind, wie sich diese im Laufe der Zeit durch konstantes Training verändern und, im Falle einiger Modelle auch, welche Kalorienzufuhr empfohlen wird.

Unterstützung bei der richtigen Ernährungsauswahl

Optimal ist in diesem Zusammenhang die Auswertungssoftware „Health & Food Manager“ von der Firma Tanita. Diese gibt es kostenlos zu den Waagen dazu. In dieses Programm geben Sie einmal täglich ein, was Sie gegessen haben und wie hoch Gewicht und Körperfett gerade sind. Sie erhalten eine genaue Auswertung Ihrer benötigten Energiezufuhr, Vitaminen, Mineral und Nährstoffen (das Programm kennt 13.000 verschiedene Gerichte und Lebensmittel). Um mit dem Programm optimal arbeiten zu können, müssen Sie es auf Ihre persönliche Situation einrichten. Sie werden um genaue Angaben wie Taillen und Hüftumfang gebeten. Das Programm will wissen, wie schwer Sie arbeiten, wie viel von welchen Sportarten Sie betreiben, was Sie essen und trinken und natürlich, was Ihre Fettwaage an Körperfett und an Gewicht anzeigt. Dafür erhalten Sie sehr präzise Auswertungen und Vorschläge. So erfahren Sie Beispielsweise, welche Mengen an einzelnen Vitaminen und Mineralstoffen in Ihrer aktuellen Situation zu sich nehmen sollten. Das kann Ihnen beim Abnehmen, aber auch beim bloßen Reduzieren des Körperfettanteils sehr helfen.

Vorsicht bei Herzschrittmacher und Schwangerschaft:

Was beim gesunden Menschen völlig ungefährlich ist, könnte möglicherweise die Funktion eines Herzschrittmachers beeinträchtigen. Gehen Sie kein Risiko ein! Wenn Sie einen Herzschrittmacher tragen, sollten Sie eine Körperfettanalyse-Waage nicht benutzen. Es ist auch immer noch nicht geklärt, ob der Strom dem Ungeborenen schaden kann; daher sollten Sie auch während der Schwangerschaft auf die Körperfettanalyse-Waage verzichten.

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Gehirnzellen können sich nicht teilen, Demenz sind wir machtlos ausgeliefert, im sauren Magen können keine Bakterien überleben. Das alles sind Mythen, die schon längst auf dem Schrotthaufen der Medizingeschichte gelandet sind.  [mehr]


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Leserstimmen

Heinz Neuenhaus aus Jüchen schreibt:

„Er hat es als Erster geschafft, meine Ernährung zu ändern! Dr. Spitzbart hat nämlich zuvor die biologischen Zusammenhänge im Körper aufgezeigt.“
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