Zecken gehören mit ihren 8 Beinen zu den Spinnentieren und sind Parasiten, die sich vom Blut ihres Wirtes ernähren. Mensch und Tier mögen sie dabei gleichermaßen gerne. Die Zecke selber ist nicht gefährlich: Der Biss tut nicht weh, vollgesaugt lässt sich die Zecke auch von allein wieder vom Wirt fallen. Gefährlich werden kann Ihnen die Zecke nur durch die Krankheiten, die sie überträgt:
Zecken werden an warmen Frühlingstagen bei Temperaturen ab 10 °C wieder aktiv. Daher sollten Sie sich jetzt besonders schützen, wenn Sie in den Wald gehen.
Mit Vorliebe suchen sich Zecken vormittags und am frühen Abend einen neuen Wirt. Sie warten im Gestrüpp (vor allem im Ginsterbusch), in hohen Gräsern und Farnen sowie im Unterholz. Durch Erschütterungen, Körperwärme und Duftstoffe werden sie auf den neuen Wirt aufmerksam. Auf ihn lassen sie sich fallen (sie springen nicht wie z. B. Flöhe). Mit ihren scharfen Beißwerkzeugen bohren sie die Zecken in die Haut des Wirtes und saugen sich fest. Zecken lieben zarte, warme und feuchte Hautstellen: besonders die Kniekehlen, den Haaransatz sowie die Region zwischen den Beinen und unter den Armen.
Der beste Schutz ist die richtige Kleidung. Je mehr freie und unbedeckte Hautstellen Sie haben, desto leichter machen Sie es den Zecken. Tragen Sie daher im Wald langärmelige T-Shirts und auch lange Hosen. Zecken lassen sich gerne im Kopfbereich nieder. Sie suchen warme und feuchte Körperstellen, die finden sie bevorzugt hinter den Ohren. Deshalb ist eine Kopfbedeckung ein wichtiger Schutz. Auch Anti-Zeckenmittel zum Auftragen auf freie Hautstellen schützen Sie vor den gierigen Beißern.
Die wichtigste Vorsichtsmaßnahme können Sie sich aber bei unseren nächsten Verwandten, den Primaten, abschauen: Sie kraulen sich gegenseitig das Fell. Auch Sie sollten nach jedem Aufenthalt im Freien die bevorzugten Hautstellen auf Zecken kontrollieren. Unter Umständen bedarf es recht guter Augen, da eine Zecke im so genannten Nymphenstadium (wenn sie noch ausgehungert ist) nur etwa Stecknadelkopf groß ist.
Das wichtigste Prinzip lautet: keine Vorbehandlung, kein Quälen, kein Quetschen, so schonend entfernen wie möglich! Am sichersten ist natürlich der Gang zum Arzt, um die Zecke „professionell“ entfernen zu lassen. Doch bei Zecken heißt es schnell handeln. Daher sollten Sie für den Notfall wissen, wie Sie sich selbst von den Mini-Vampiren befreien können.
Die Borreliose-Erreger befinden sich im Mitteldarm der Zecke. Daher werden die Viren in der Regel erst nach 24 Stunden auf den Wirt übertragen. Typischerweise beginnt die Erkrankung mit einer Hautveränderung. An der Stelle der Zeckenbissen entsteht nach drei Tagen bis fünf Wochen eine gerötete Schwellung. Diese Rötung vergrößert sich ringförmig. Begleitet werden kann die Hautrötung von grippeartigen Krankheitssymptomen. Die Beschwerden können mehrere Wochen andauern. Monate bis sogar Jahre nach einem Zeckenbiss kann es dann zum Auftreten von Symptomen des so genannten Sekundärstadiums kommen. Dazu können Entzündungen verschiedener Nerven gehören. Besonders augenscheinlich ist die halbseitige Gesichtslähmung, bei der Augen und Mund nicht mehr richtig geschlossen werden können. Weitere sind unter anderem Herzrhythmusstörungen. Möglicherweise durch unterschiedliche Erreger bedingt, werden in den USA häufiger Gelenkentzündungen (Arthritiden) und in Europa häufiger neurologische Probleme wie Schmerzen und Empfindungsstörungen der Nerven beobachtet. Im Tertiärstadium kann es zur Ausbildung von chronischen Beschwerden am Nervensystem und am Herzen kommen. Es kann auch vorkommen, dass die ersten Symptome der Hautrötung und der Grippe ausfallen und die Infektion erst mit dem Auftreten der Sekundärsymptome erkannt wird. Behandelt werden die Symptome der Borreliose mit Antibiotika. Einen Impfstoff gegen Borreliose gibt es noch nicht.
In den FSME-Risikogebieten Baden-Württemberg und Bayern sowie einzelnen Bereichen in Hessen und Rheinland-Pfalz sind 1 bis 5 % der Zecken mit dem Virus infiziert. Ab 1.000 Meter über dem Meeresspiegel gibt es selten FSME-Virus tragende Zecken. Die FSME-Erreger sind in den Speicheldrüsen der Zecke und werden damit sofort nach dem Biss übertragen. Nicht jeder Biss einer infizierten Zecke führt zu einer Erkrankung. Nach erfolgter Infektion treten nur bei etwa jedem dritten Gebissenen Krankheitserscheinungen auf. Der Krankheitsverlauf ist zweiphasig. Es kommt nach bis zu einer Woche zunächst zu grippeähnlichen Symptomen mit mäßigem Fieber, Kopfschmerzen, Erbrechen und Schwindelgefühl. Nach einem fieberfreien Intervall von etwa einer Woche (bis zu 20 Tagen) entsteht bei etwa 10 % der Betroffenen eine Entzündung der Hirnhäute und des Gehirns mit Fieber, Erbrechen bis hin zum Koma.
Vor allem bei älteren Patienten kann sich zusätzlich eine Entzündung im Bereich des Rückenmarks entwickeln. In diesen Fällen besteht die Gefahr von bleibenden neurologischen Ausfällen, in der Regel in Form von Lähmungserscheinungen, aber auch von einem Anfallsleiden oder lange andauernden Kopfschmerzen. Diese Symptome können oft bis Monate nach der eigentlichen Erkrankung anhalten. Erfreulich ist, dass es jedoch selbst nach schweren Verläufen zur völligen Heilung kommt.
Wenn Sie sich in FSME-Risikogebieten aufhalten, sollten Sie sich impfen lassen. Gegenwärtig können nur Jugendliche ab dem 12. Lebensjahr oder Erwachsene geimpft werden. Für einen kompletten Impfschutz sind drei Impfungen erforderlich, die einen Schutz für mindestens drei Jahre gewähren.
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Heinz Neuenhaus aus Jüchen schreibt:
„Er hat es als Erster geschafft, meine Ernährung zu ändern! Dr. Spitzbart hat nämlich zuvor die biologischen Zusammenhänge im Körper aufgezeigt.“
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