Vorsicht, falsche (Werbe-)Versprechen: Lassen Sie sich von Medikamentenreklame nicht täuschen!

Sicherlich kennen Sie die Anzeigen aus Illustrierten, die für frei verkäufliche Mittel werben. Früher waren es nur Schlankheitsmittel, die so verkauft wurden. Heute werden auch Medikamente auf diese Art angepriesen. Aber Achtung: Sie dürfen nicht alles glauben, was in diesen Anzeigen steht! Schlimmer noch: Manche Aussagen sind verfälscht, andere irreführend, auf wichtige Details wird nicht eingegangen. Ich zeige Ihnen, wie bei solchen Werbeanzeigen getrickst wird und wie Sie sich davor schützen können.

Gerade jetzt im Herbst und Winter gibt es viele frei verkäufliche Erkältungsmittel, die über eine Zeitungsanzeige beworben werden. Meist handelt es sich um pflanzliche Präparate, die als „sanfte Alternativen“ angepriesen werden. Schon diese Bezeichnung ist falsch, denn auch pflanzliche Mittel sind durchaus nicht immer sanft, sondern hochpotent.

Viele Werbeaussagen sollten Sie lieber kritisch betrachten

Ich zeige Ihnen hier die üblichen Verschleierungstaktiken der Pharmawerbung.

  • Gestaltung der Anzeige: Hier beginnt bereits die Manipulation. Denn über vielen Anzeigen steht groß „Medizin-Info“ oder „Gesundheits-Information“. Nur ganz klein, leicht zu übersehen, steht in irgendeiner Ecke, dass es sich um eine Anzeige handelt. So schnell wird bezahlte Werbung in den Augen des Betrachters zur werthaltigen Information. Die Folge: Sie hinterfragen als Verbraucher die Inhalte einer solchen Anzeige nicht mehr so kritisch, wie Sie es bei einer Reklame tun würden.
  • Falsche Versprechungen: In den Anzeigen werden Krankheitssymptome aufgeführt, gegen die das beworbene Mittel helfen soll. Teilweise sind die beworbenen Medikamente aber gar nicht für die Behandlung der erwähnten Krankheiten zugelassen. Sie als Verbraucher haben kaum eine Chance zu überprüfen, wofür ein Medikament wirklich zugelassen ist – und nehmen ein Mittel ein, das Ihnen entweder nichts nützt oder sogar schaden kann.
  • Verschwiegene Nebenwirkungen: Bei Pflanzenpräparaten wird oft betont, dass es sich um sanfte, gut verträgliche Mittel handelt. Aber Medikamente sind Medikamente – ganz gleich, ob chemisch hergestellt oder als Pflanzenextrakt: Beide haben Nebenwirkungen, die immer wieder auftreten können. Diese sind bei pflanzlichen Mitteln  nicht immer harmloser als bei den chemisch hergestellten.
  • Fragwürdige Studien: Die Wirksamkeit von Medikamenten wird wissenschaftlich nur durch Studien bewiesen. Diese müssen strenge Vorgaben erfüllen. Auch bei den beworbenen Medikamenten in diesen Anzeigen ist häufig von Untersuchungen, Versuchen und Studien die Rede, in denen der Erfolg nachgewiesen wurde. Genauere Informationen zu den Studien erhalten Sie allerdings nicht und werden mit Ihren Fragen allein gelassen. Um welche Studien handelt es sich? Wurden bei ihnen die strengen wissenschaftlichen Kriterien erfüllt? Wer hat sie finanziert? Wie groß war die Versuchsgruppe? All diese Punkte müssten Sie wissen, um den zitierten Ergebnissen auch vertrauen zu können.
  • Angeblich traditionelle Herkunft: Gerade bei pflanzlichen Mitteln wird gerne erwähnt, dass sie von irgendeiner Volksgruppe schon seit Jahrhunderten eingesetzt werden. So will man Ihnen weismachen, dass es sich bei dem Präparat um traditionelle Medizin handelt, die schon immer geholfen hat. Aber auch hier handelt es sich meistens um Augenwischerei. Denn das, was Naturvölker verwenden, ist meist ein Sud, also ein abgekochter, etwas dickerer Brei, bestehend aus Wasser und den Pflanzenbestandteilen. Sie erhalten die meisten Medikamente aber als Lösung, teilweise sogar als alkoholische Lösung. Die verwendeten Inhaltsstoffe unterscheiden sich durch ihre Dosierung und die benutzten Bestandteile. Daher kann man die Erfolge, die in den langen Jahrhunderten bei Naturvölkern erzielt wurden, nicht einfach 1:1 auf die heutigen, modernen Präparate übertragen.

Meine Empfehlung für Sie: Kaufen Sie nicht blind – fragen Sie nach

Ich kann Ihnen nur empfehlen, beim Kauf von Medikamenten, die in der Zeitung beworben wurden, Ihren Apotheker noch einmal genau zu fragen. Erkundigen Sie sich auf jeden Fall, inwieweit das Mittel für Ihre Zwecke überhaupt geeignet ist. Fragen Sie nach Nebenwirkungen und Bestandteilen. Klären Sie ab, ob Sie das Medikament bedenkenlos nehmen können.

Es ist leicht, mit verschleiernden Methoden und einer cleveren Werbesprache den Anschein zu erwecken, dass es sich bei den Mitteln um absolut harmlose, hochwirksame, sehr gut verträgliche Medikamente handelt. Fallen Sie auf diesen Schwindel auf keinen Fall herein!    

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Gehirnzellen können sich nicht teilen, Demenz sind wir machtlos ausgeliefert, im sauren Magen können keine Bakterien überleben. Das alles sind Mythen, die schon längst auf dem Schrotthaufen der Medizingeschichte gelandet sind.  [mehr]


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Heinz Neuenhaus aus Jüchen schreibt:

„Er hat es als Erster geschafft, meine Ernährung zu ändern! Dr. Spitzbart hat nämlich zuvor die biologischen Zusammenhänge im Körper aufgezeigt.“
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