Alles Käse oder was? So erkennen und vermeiden Sie Analog-Käse

Analog-Käse

Wie ist das möglich? Ganz einfach: Aus Kostengründen wird bei der industriellen Herstellung oftmals so genannter Analog-Käse verwendet. Ich erkläre Ihnen, was Sie dann in Wirklichkeit essen, wie Sie diesen „falschen“ Käse erkennen und warum er auf Dauer nicht gesund für Sie ist.

Analog-Käse, was ist das eigentlich genau? Wenn Sie den Duden aufschlagen und unter dem Wort „analog“ nachschauen, entdecken Sie viele Bedeutungen. Bezogen auf den Käse, bedeutet „analog“: „funktionsgleiche Strukturen ohne Verwandtschaftsbeziehung“. Und damit ist dieser Käse exakt charakterisiert: Es handelt sich um einen Käse, der genauso verwendet werden kann wie der echte Käse auch. Aber mehr haben beide nicht gemeinsam.

Darum liebt die Industrie den Kunstkäse

Warum aber gibt es eigentlich Analog-Käse? Er dient nicht dem Verbraucher, also Ihnen, sondern ganz klar der Industrie. Firmen, die dieses Käse­imitat herstellen, sind begeistert von seinen Vorteilen. Der falsche Käse:

  • verursacht geringere Rohstoffkosten,
  • kann so hergestellt werden, dass für verschiedene Sorten nur eine Maschine und ein Herstellungsverfahren benötigt wird,
  • kann in seinen Eigenschaften verändert werden – ob er nun eher schmelzend oder eher fest sein soll,
  • kann schnell in den entsprechenden Mengen produziert werden – je nachdem, wie viel gebraucht wird. Dabei ist es auch nicht wichtig, wenn sich die Nachfrage kurzfristig ändert, weil zum Beispiel ein neues Produkt auf den Markt kommt, für das Käse gebraucht wird. Normaler Käse dagegen hat einen langen Reifungs- und Herstellungsprozess,
  • hat eine standardisierte Qualität.

Analog-Käse – billiges Pflanzenfett mit Käsearoma

Die Herstellung ist denkbar einfach. Pflanzenfett wird erwärmt, dann wird eine Trockenmischung, die unter anderem Milcheiweiß enthält, beigemischt, genauso wie Wasser. Die Mischung wird erwärmt, und es werden Geschmacksstoffe hinzugegeben. Der falsche Käse wird abgepackt, gekühlt und ausgeliefert. Die Herstellung ist schnell, einfach und 40 % billiger als normaler Käse – ein eindeutiges Plus für die Hersteller.

Gehärtete Fette gaukeln Ihnen Käse vor

Aber wie sieht es mit Ihnen als Verbraucher aus? Profitieren auch Sie von dem falschen Käse? Ich garantiere Ihnen: geschmacklich werden Sie nur schwer herausfinden können, ob Sie gerade ein Kunstprodukt essen oder doch den echten, aus Milch geschöpften und wochenlang gereiften Käse. Hier werden Sie einfach arglistig getäuscht. Die Herstellung von Analog-Käse ist natürlich auch deutlich billiger. Aber merken Sie davon etwas? Nein, Käsebrötchen und Pizza kosten dasselbe – egal ob mit echtem oder Analog-Käse.

Nun könnten pfiffige Hersteller argumentieren, dass dies doch mit vielen Lebensmitteln der Fall ist. Immerhin wissen wir ja schon lange, dass im Erdbeerjogurt (fast) nie echte Erdbeeren enthalten sind und Kochschinken in den meisten Fällen Pressfleisch ist.

Meiner Meinung nach kann der Analog-Käse aber auf Dauer Ihrer Gesundheit schaden. Denn es handelt sich dabei um eine Mischung, bei der viele gehärtete Fette verwendet werden. Es kommen natürlich keine hochwertigen Pflanzenöle zum Einsatz, sondern vielmehr billige, gehärtete, pflanzliche Öle, die acht Stunden lang auf bis zu 240 °C erhitzt wurden. Dabei entstehen Fettmoleküle, die in der Natur so nicht vorkommen und die Ihr Körper daher weder kennt noch verarbeiten kann. Diese können Ihre Arterien verstopfen und so zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen.

So gefährdet das Kunst-Produkt Ihre Gesundheit

Gehärtete Fette sind für die Indus­trie so interessant, weil sie lange haltbar sind und sich universell einsetzen lassen. Dabei sind sie stark gesundheitsschädlich. Denn schon 2 % mehr dieser Fette in Ihrem Körper verdoppeln Ihr Risiko, tödliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erleiden, und erhöhen Ihr Diabetes-Risiko um rund 30 %. Sie lassen Ihren LDL-Choles­terinspiegel ansteigen und gleichzeitig den guten HDL-Spiegel absinken.
Essen Sie viele gehärtete Fette, wird Ihr Blut dickflüssig, die Blutplättchen werden klebrig, und die Arterien verkalken leichter.

Ein kleiner Trick erweckt den Eindruck von echtem Käse

Der künstliche Käse taucht mittlerweile verbreitet in Supermarkt-Regalen auf. Angeboten wird er hier zum Beispiel als Pizza-Mix oder Gratin-Mix. Dahinter verbergen sich scheinbar echte Käseraspeln. Hergestellt werden sie aber aus Analog-Käse. Auch bei ­Pizza, Grill„käse“ und Cordon bleu wird häufig der Kunstkäse verarbeitet.
Manchmal haben Sie Glück und können den Kunstkäse leicht erkennen. Dann steht in der Zutatenliste der Produkte „Lebensmittelzubereitung mit Pflanzenfett“. Leider aber haben sich die Hersteller einen kleinen Trick einfallen lassen. Sie verwenden für die Herstellung des Analog-Käses eine minimale Menge echten Käse. So darf das Kunstprodukt dann als „Zubereitung mit Käse“ in der Zutatenliste deklariert werden.

Das Erschreckende: Selbst wenn Sie sich beim Verkaufspersonal erkundigen, wird man Ihnen nicht weiterhelfen können. Die Verkäufer wissen meist auch nicht, was es mit dem Analog-Käse auf sich hat und in welchem Beutel sich das Imitat befindet.

So umgehen Sie den Analog-Käse

Wie aber können Sie den falschen Käse umgehen, wenn Ihnen keiner Auskünfte über den Verpackungsinhalt geben kann? Wollen Sie den Kunst­käse komplett vermeiden, müssen Sie die Zutatenlisten genau durchlesen. Taucht hier nirgendwo das Wort „Käse“ auf, und zwar allein stehend, als Einzelzutat, handelt es sich höchstwahrscheinlich um ein Produkt, das Analog-Käse enthält.

Finden sich Pflanzenfett, Milcheiweiß und Geschmacksverstärker auf der Zutatenliste: Finger weg, auch dann sieht das Lebensmittel nur so aus, als enthielte es Käse. Bei Käsebrötchen, also Brötchen mit Käse überbacken, sollten Sie generell skeptisch sein.

Kochen Sie selbst – mit echtem Käse

Die meisten Lebensmittel aus Kunst-Käse können Sie einfach ersetzen. Raspelkäse zum Überbacken können Sie selbst reiben, aus einem Stück echtem Käse, den Sie an der Käsetheke kaufen. Cordon bleu aus Hähnchenschnit­zeln, die Sie selbst mit Schinken und Käse füllen, schmecken meist viel besser als fertige. Und auch Pizza können Sie in Eigenregie herstellen. Belegen Sie einen einfachen Hefeteig nach Ihrem Geschmack. Den Teig dazu können Sie oft schon fertig zubereitet im Kühlregal kaufen. Nur noch ausrollen, belegen und ab in den Ofen damit! Diese selbst hergestellten Mahlzeiten sind nebenbei auch noch viel gesünder als ihre industriell gefertigten Pendants.     

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Heinz Neuenhaus aus Jüchen schreibt:

„Er hat es als Erster geschafft, meine Ernährung zu ändern! Dr. Spitzbart hat nämlich zuvor die biologischen Zusammenhänge im Körper aufgezeigt.“
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