Chronische Übersäuerung macht nicht nur den Menschen schlapp und lustlos, sie bewirkt auf unterschiedlichen Wegen allmählich auch die Zerstörung der Gesundheit. Nachgewiesen ist mittlerweile, dass Migräne, Rheuma, Krebs, Herzinfarkt und Diabetes mellitus, Psychosen und Neurosen immerbegleitet sind von einem Abrutschen des Organismus ins saure Milieu.
Aus dem Chemieunterricht kennt man sie, die ätzenden Säuren und alkalischen Basen. Wie sauer oder wie basisch eine Substanz ist, sagt der pH-Wert: Säuren haben einen pH-Wert bis 7, Basen von 7 bis 14. Die stärkste Säure im Körper ist die Magensäure mit einem pH-Wert von 1,2 bis 3. Blut ist mit einem pH-Wert zwischen 7,35 und 7,45 leicht basisch.
Interessanterweise führen nicht die Nahrungsmittel zur Übersäuerung, die sauer schmecken, sondern solche, die im Verdauungsprozess zu Säure verstoffwechselt werden. So macht Zucker den Körper sauer. Essig hingegen wirkt sich basisch aus. Und auch der Biss in die saure Zitrone macht nicht nur lustig sondern auch basisch.
Für den Organismus ist die Kontrolle des pH-Wertes innerhalb enger Grenzen sehr wichtig: Zum Beispiel ist die Molekülform der Eiweiße und damit eine normale Struktur der Zellbestandteile abhängig vom Säuregrad der Körperflüssigkeiten. Bereits ein Absinken des Blut-pH-Wertes auf den Neutralwert von 7,0 oder ein Anstieg auf mehr als 7,8 würde sich tödlichuswirken.
Um den Säure-Basen-Haushalt konstant zu halten, setzt der Körper unterschiedliche Mechanismen ein: Die überschüssige Säure wird über die Nieren ausgeschieden. PH-Puffer im Blut schützen vor plötzlichen Säureschwankungen. Kohlendioxid ist sauer. Bei verstärkter Atmung sinkt der Kohlendioxidgehalt des Blutes und es wird basisch. Bei eingeschränkter Atmung steigt der Kohlendioxidgehalt des Blutes und es wird sauer. Zudem benötigt der Körper Mineralstoffe und Spurenelementezum Entsäuern.
Der Volksmund macht es deutlich: Sie fühlen sich ausgelaugt. Werden dem Körper auch zu wenig Mineralstoffe zugeführt, muss er sich seiner eigenen Mineralstoffdepots bedienen. Wird nicht dagegen gesteuert, kann es zu schweren Krankheiten kommen.
Lassen Sie es nicht soweit kommen. Um herauszufinden, ob Sie sauer sind, können Urinteststreifen aus der Apotheke schnell Klarheit verschaffen. Messen Sie den Urin-pH-Wert morgens, mittags und abends und bilden Sie den Mittelwert. Werte zwischen 6,5 und 7,5 sind normal. Liegen Ihre Werte im sauren Bereich, überprüfen Sie zuerst Ihre Ernährungsgewohnheiten. Neben stehend finden Sie eine Übersicht von Nahrungsmitteln (bezogen auf 100 g) und deren potenzielle renale Säurebelastung, den so genannten PRAL-Wert. Ein negativer PRAL-Wert bedeutet auch eine negative Säurebelastung, d. h. das Nahrungsmittel verringert den Säuregehalt im Körper. Ein positiver Wert erhöht die Belastung: Der Körper wird sauer.
Als Anhaltswert können Sie sich merken, dass 80 % der Nahrung aus basischen oder neutralen, und 20 % aus sauren Lebensmitteln bestehen sollten. Hilfreich können auch basische Nahrungsergänzungsmittel sein. Sie wirken neutralisierend und stellen Ihrem Körper Mineralien bereit, die er zum Entsäuern benötigt.
Gerade nach einer anstrengenden Trainingseinheit können sie helfen, dass sich Ihr Körper schneller regeneriert. Achten Sie außerdem darauf, genügend kohlensäurefreies Wasser zu trinken. Als Sportler haben Sie einen entscheidenden Pluspunkt: Sport unterstützt den Körper bei der Ausscheidung von Säuren, denn auch durch den Schweiß werden dieseabgesondert und können so den Körper nicht unnötig belasten.
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Gehirnzellen können sich nicht teilen, Demenz sind wir machtlos ausgeliefert, im sauren Magen können keine Bakterien überleben. Das alles sind Mythen, die schon längst auf dem Schrotthaufen der Medizingeschichte gelandet sind. [mehr]
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Heinz Neuenhaus aus Jüchen schreibt:
„Er hat es als Erster geschafft, meine Ernährung zu ändern! Dr. Spitzbart hat nämlich zuvor die biologischen Zusammenhänge im Körper aufgezeigt.“
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