Erst seit Oktober 2004 liegen erste Ergebnisse einer Studie vor, die 2001 gestartet wurde und die die Vorteile der Akupunktur gegenüber normaler, schulmedizinischer Behandlung bestätigt. Bei der so genannten „Kreuzschmerz-Studie“ wurden 1.000 Patienten behandelt. Ein Drittel wurde mit Akupunktur der TCM behandelt, ein weiteres Drittel mit der „Sham-Akupunktur“, die andere Einstichpunkte für die Nadeln zugrunde legt. Die restlichen Teilnehmer wurden schulmedizinisch behandelt. Ein halbes Jahr nach dem Ende der Behandlung hatten 75 % all derjenigen, die mit der TCM-Akupunktur behandelt wurden, weniger Schmerzen und eine bessere Beweglichkeit im Rücken. Bei der Sham-Akupunktur waren es 67,7 %. Die Standard-Therapie der Schulmedizin konnte nur 57 % der Beteiligten helfen.
Mittlerweile haben Wissenschaftler herausgefunden, dass an den Stellen, an denen Akupunkturpunkte liegen, besonders viele Nervenenden und Sinneszellen unter der Haut zu finden sind. Es sind Nervenenden, die empfindlich auf Druck reagieren. Werden sie durch die Nadelstiche gereizt, senden sie Signale, die nun auf 3 unterschiedliche Weisen auf vorhandene Störungen und Schmerzen einwirken:
Damit eine Akupunktur-Behandlung bei Ihnen erfolgreich ist, muss der Therapeut Ihre Krankengeschichte genau kennen. Wichtig ist, dass er mit Ihnen ein ausführliches Gespräch führt, um eine genaue Diagnose zu erstellen und die richtigen Akupunkturpunkte zu finden. Dann wird er an die entsprechenden Stellen mehrere 0,2 bis 0,4 mm dicke Nadeln setzen, die rund 2 cm tief in die Haut eingestochen werden. Es kann sein, dass Sie schon bei der ersten Nadel eine Erleichterung verspüren. Meist werden aber mehrere Sitzungen nötig sein, in der Regel 5 bis 10, bis sich der gewünschte Erfolg einstellt.
Eine normale Akupunkturbehandlung dauert eine halbe Stunde, dabei werden zwischen 4 und 10 Nadeln gesetzt. Behandelt werden Sie, je nach Beschwerden, ein- bis zweimal pro Woche. Die Kosten für eine Sitzung betragen ca. 40 bis 50 ¤. Leider werden sie immer noch nicht von allen Kassen übernommen. Achten Sie auch darauf, dass manche Krankenkassen, wie zum Beispiel die AOK oder die TKK, bestimmte Anforderungen an den Therapeuten stellen und bei Nichterfüllung der Kriterien (zum Beispiel Teilnahme an Schulungen) die Kosten¬übernahme verweigern.
Noch relativ selten angewandt wird die Akupunktur bei altersbedingter Makuladegeneration. Es handelt sich bei dieser Erkrankung um einen Verlust der Sehschärfe; zentrale Bereiche der Netzhaut im Auge werden funktionsuntüchtig. Dies führt im fortgeschrittenen Stadium dazu, dass Sie weder Auto fahren noch lesen können – es tritt aber keine vollständige Erblindung ein. Gerade in diesem Gebiet sind mit der Akupunktur große Erfolge erzielt worden. Die Netzhaut kann sich in vielen Fällen wieder vollständig regenerieren. Die Akupunkturnadeln werden im Bereich um die Augen gesetzt. Hierdurch kann es während der Behandlung zu leichten Blutungen kommen, die aber keine negativen Auswirkungen auf Ihre Gesundheit oder Ihre Augen haben. Trotzdem sind diese Blutungen der Grund, warum sich diese Behandlungsmethode noch nicht durchgesetzt hat.
Mittlerweile hat die WHO die Akupunktur bei über 40 Krankheiten als besonders empfehlenswert anerkannt. Aber in erster Linie hilft sie bei so genannten funktionellen Störungen. Hierunter fallen Beschwerden, für die Ihr Arzt keinen organischen Auslöser oder Grund finden kann, unter anderem
hat sich die Behandlung mit den Nadeln als wirkungsvoll erwiesen. Gerade bei Heuschnupfen sind die Erfolgsraten verblüffend. 50 % aller Behandelten sind ihre Beschwerden auf Dauer los. Über die genaue Wirkungsweise der Akupunktur bei Heuschnupfen sind sich die Forscher noch nicht einig. Wahrscheinlich wird hier ein bewusster Gegenreiz zu den Pollen gesetzt, der eine allergische Reaktion verhindert.
Ich selbst führe in meiner Praxis Akupunkturbehandlungen bei Rauchern durch. Behandelt werden hier Punkte am Ohr. Das vegetative Nervensystem wird durch die Akupunktur dieser Punkte angeregt, und Hormone werden ausgeschüttet, die vortäuschen, dass der „Nikotinbedarf“ gedeckt ist.
Der Effekt: Sie als Raucher werden beruhigt, die normalen Entzugserscheinungen wie Herzrasen oder Schlaflosigkeit werden gemildert oder ganz unterdrückt. Dadurch ist auch das Verlangen nach einer Zigarette nicht vorhanden.
Ich erreiche bei meinen Anti-Rauch-Akupunktur-Sitzungen eine Erfolgsquote von 50 % – mehr als normalerweise mit Pflaster oder Tabletten möglich ist.
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Gehirnzellen können sich nicht teilen, Demenz sind wir machtlos ausgeliefert, im sauren Magen können keine Bakterien überleben. Das alles sind Mythen, die schon längst auf dem Schrotthaufen der Medizingeschichte gelandet sind. [mehr]
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Heinz Neuenhaus aus Jüchen schreibt:
„Er hat es als Erster geschafft, meine Ernährung zu ändern! Dr. Spitzbart hat nämlich zuvor die biologischen Zusammenhänge im Körper aufgezeigt.“
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