In der trockenen Hitze der Sauna (60 bis 85 °C) oder in der feuchten des Dampfbads
(45 bis 50 °C) steigt die Körpertemperatur um etwa 1 °C. Die Haut erwärmt sich um ca. 10 °C. Die Gefäße weiten sich, die Durchblutung wird angeregt.
Nach jedem Schwitzgang kühlt ein Tauchbad oder eine kalte Dusche. In der Kälte ziehen sich die Blutgefäße zusammen. Der Temperaturwechsel trainiert ihre Elastizität, stimuliert Kreislauf und Abwehrkräfte, regt den Stoffwechsel an. Untersuchungen ergaben, dass regelmäßige Schwitzbäder, also einmal pro Woche, die Zahl der Abwehrzellen im Blut erhöhen und somit das Immunsystem stärken. Erwünschte Nebenwirkung für die Haut: Wärme löst Unreinheiten, die bessere Durchblutung lässt Sie frischer wirken. Saunagänge ersetzen kein aktives Kreislauftraining. Sportler profitieren aber davon, dass der Wechsel von Wärme und Kälte die Muskeln besser durchblutet. Das regt den Heilungsprozess bei Muskelverspannungen und -verletzungen an. Saunagänge puschen aber nicht nur den Körper positiv, sondern wirken auch
entspannend auf die Psyche. Die Hitze zwingt jeden Menschen dazu, gleichmäßig zu atmen. Automatisch wird der Saunagänger ruhig und gelassen.
Die Finnische Sauna ist in Deutschland am verbreitetsten. Sie ist mit drei Bänken in unterschiedlicher Höhe ausgestattet und aus Holz. Die heiße Luft zirkuliert in der Sauna vom Ofen aufsteigend in Richtung Decke. Sie können zwischen drei Temperaturzonen wählen:
Die Finnische Sauna heißt auch „Heißluftbad“. Die Luftfeuchtigkeit können Sie mit einem Sauna-Aufguss steigern. Sie gießen entweder mit purem Wasser auf oder versetzen es mit ätherischen Duftölen.
Das Besondere an der römischen Sauna ist, dass sie drei unterschiedlich heiße und
feuchte Räume hat. Im Tepidarium beträgt die Temperatur 30 °C. Im Caldarium beträgt die Temperatur 40 °C bei hoher Luftfeuchtigkeit. Im Lanconicum beträgt die Temperatur 50 °C bis 60 °C. Fußboden- und Hohlwandheizungen erwärmen die Luft statt der Ofensteine. Die Saunen sind mit Stufenbänken ausgestattet, die ein Entspannen in verschiedenen Temperaturzonen ermöglichen. Zum Besuch einer römischen Sauna gehört meist eine Massage. Auf den Schwitzgang folgen Wechselanwendungen
im Warm- und Kaltwasserbecken. Ein Besuch wirkt reinigend und entgiftend.
Eine türkische Sauna besteht aus einem Heißluftraum mit einer Temperatur von
ca. 50 °C, einem Warmluftraum mit einer Temperatur von ca. 40 °C und mehreren kühlen Räumen. Zum Ritual zählen neben Schwitzen und Abkühlen auch Massagen. Der Besucher verweilt 20 bis 30 Minuten im Heißluftraum, um sich dann im Ruheraum auf einem vorgewärmten Marmorstein auszuruhen.
Das russische Bad ist wie in der finnischen Sauna aus Holz. Die Ofensteine werden aber nur auf maximal 50 °C aufgeheizt. Durch entsprechend viele Aufgüsse mit Wasser erzielt man eine erheblich höhere Luftfeuchtigkeit. Den Körper kühlt man danach durch kalte Außenluft,Wasser oder Schnee ab.
Das moderne Dampfbad gehört wie die russische Sauna zu den „kühleren“ Saunen.
Auch hier wird die Temperatur nur auf maximal 40 bis 45 °C aufgeheizt. Die Hitze entströmt einem Dampfkessel. Er erzeugt Wasserdampf, der durch Röhren in den Baderaum gelangt. Es bilden sich Nebelschwaden in der Luft. Die ideale Kombination von Wärme (45 °C) und Feuchtigkeit (100 % relative Luftfeuchtigkeit) entkrampft, entspannt, reinigt und pflegt die Haut. Insbesondere bei Atemwegserkrankungen hilft ein Gang ins Dampfbad. Durch tiefes Einatmen befeuchten Sie die Atemwege, wodurch Sie Erkältungen lindern können. Die feuchte Wärme steigert die Elastizität des Bindegewebes und verbessert die Mobilität der Muskeln und Gelenke. Nach 12 bis 15 Minuten Aufheizen kühlt man sich mit Wasser oder Schnee ab.
So sollte Ihr Saunabesuch Idealerweise ablaufen:
Ist marmorierte Haut gefährlich?
Mancher Saunagänger beobachtet in der Abkühlungsphase, dass seine Haut vor allem an den Oberschenkeln eine marmorierte Farbe bekommt. Das ist kein Gund zur Sorge, sondern lediglich ein Anzeichen dafür, dass sich die Blutgefäße nicht alle gleich stark ausgedehnt haben. Stark durchblutete Stellen sind hellrot, andere Stellen eher weißlich. Spätestens nach der letzten Abkühlung verschwindet diese unterschiedliche Hautfärbung
wieder.
Ein Aufguss erhöht die gefühlte Temperatur in der Sauna. Rein physikalisch steigt die Temperatur nicht, der heiße Wasserdampf in der Luft wird auf der Haut jedoch als wärmer empfunden. Zirka 6 bis 7 Minuten nach Beginn eines Saunagangs verteilt man einen halben Schöpflöffel Wasser gleichmäßig auf die Steine des Ofens. Diesem Wasser
können Sie ätherische Öle in sehr geringer Dosis (ca. 3 Tropfen pro Schöpfkelle) hinzufügen. Sie haben durch ihren konzentrierten Duft positive Auswirkungen auf die Atemwege und auf das vegetative Nervensystem. Aber Vorsicht! Gießen Sie zu viel Wasser auf, erhöht sich die Luftfeuchtigkeit zu stark. Die gesättigte Luft kann keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen. Die Folge: der Schweiß kann nicht mehr verdunsten, die Haut keine Wärme mehr nach außen abgeben. Es besteht die Gefahr, dass der Körper sich überhitzt und Sie Kreislaufprobleme bekommen. Sie sollten sich
auch immer erkundigen, ob Ihre Mit-Saunagänger alle einem Aufguss zustimmen.
Lehnt auch nur einer ab, lassen Sie es. Vorsicht auch bei der Zugabe von Duftölen. Einige Menschen reagierenallergisch auf die erhitzten ätherischen Öle und bekommen dann Atemnot.
Ein Gang in die Sauna ist eine Wohltat für den Körper.Allerdings sollten Sie
auf einige Punkte achten, damit das Saunieren für Sie wirklich erholsam und immunstärkend ist.
In die Sauna sollten Sie immer unbekleidet gehen, da Sie sonst die Atmung der Haut behindern.
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In den letzten Monaten häufen sich wissenschaftliche Berichte darüber, wie sehr die Ernährung chronische Krankheiten von Bluthochdruck, Diabetes, Arthritis, Rheuma bis hin zur Demenz, Krebs und Herzinfarkt beeinflusst. Eines kristallisiert sich dabei ganz eindeutig heraus: Das falsche Essen entfacht gefährliche Entzündungsreaktionen im Körper. Diese sind für viele Zivilisationskrankheiten verantwortlich.
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Heinz Neuenhaus aus Jüchen schreibt:
„Er hat es als Erster geschafft, meine Ernährung zu ändern! Dr. Spitzbart hat nämlich zuvor die biologischen Zusammenhänge im Körper aufgezeigt.“
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