Die Bevölkerung Deutschlands wird dank der Fortschritte der Medizin, der besseren Ernährung und der guten Arbeitsbedingungen immer älter. Statistiken dokumentieren, dass heute über 102.000 Menschen im Alter von 95 und mehr Jahren in Deutschland leben. Schon seit Jahren sind wir nicht mehr mit der Frage konfrontiert, wie lange wir leben, sondern wie wir diese Jahre verleben und wie wir leistungsfähig bleiben können. Mit der Suche nach dieser Antwort beschäftigt sich die so genannte „Anti-Aging-Medizin“.
Der Begriff „Anti-Aging“ kommt aus dem Amerikanischen und bedeutet soviel wie „Maßnahmen gegen das Altern ergreifen“. Das Altern, das ab dem 40. Lebensjahr in allen Organen und Geweben des menschlichen Körpers einsetzt, ist einerseits grundsätzlich nicht aufzuhalten, aber andererseits doch in Intensität und Auswirkung stark modifizierbar. Daher sind unter Anti-Aging-Strategien die schulmedizinischen diagnostischen Erkenntnisse und therapeutischen Maßnahmen zu verstehen, die zur Gesunderhaltung (Prävention, Salutogenese) und damit zur Verlangsamung von Alterungs-, Verschleiß- und Abbauprozessen beitragen. Die Lebensdauer des menschlichen Organismus ist im genetischen Code des Erbgutes fixiert und beträgt unter optimalen Voraussetzungen circa 120 Jahre.
Der normale Alterungsvorgang beginnt ganz unbemerkt und schleichend zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr. Er wird durch innere Faktoren, zum Beispiel Hormonspiegelveränderung, und äußere, wie Alkohol, Rauchen, Pestiziden in Nahrungsmitteln, moduliert beziehungsweise beschleunigt. Präventive Gesundheitsmaßnahmen und ein gesunder Lebensstil verlangsamen diesen kontinuierlichen, nur in einer Richtung fortschreitenden Prozess des Alterns.
Freie Radikale sind eine der wichtigsten Ursachen des Alterungsprozesses. Freie Radikale sind aggressive Stoffe, die in ganz kleinen Mengen als unerwünschtes Nebenprodukt im Stoffwechsel bei der Zellatmung entstehen. Gelegentlich
werden vom Körper auch absichtlich und gezielt freie Radikale gebildet, um Fremdstoffe zu zerstören, zum Beispiel in der Immunabwehr von Infektionen. Mit kleinen Mengen dieser Substanzen wird der fitte Körper sehr gut fertig: Er baut sie, wenn sie nicht benötigt werden, problemlos wieder ab, ohne dass Zellen geschädigt werden. Durch schlechte Umweltbedingungen, ungesunde Lebensweise, Zigarettenrauch, mangelnde Bewegung, Stress, Medikamente, Abgase, Ozon, UV-Licht, ungesunde Ernährung und vieles mehr entstehen jedoch sehr große Mengen der aggressiven freien Radikale. Größere Mengen kann Ihr Körper nicht mehr schnell genug entgiften und es entstehen Schäden an den Zellen, die Zellen sterben ab. Der Körper altert schneller und wird krank. Wenn Radikale die Zellen schädigen, ist das immer ein Oxidationsprozess. Dies kann zu Überoxidation führen, mit der der Stoffwechsel nicht mehr fertig wird. Die egenerationsfähigkeit der Zellen wird beeinträchtigt, Austauschprozesse werden erschwert, der Körper vergiftet sich mit der Zeit.
Die wichtigste Ursache dieser äußerlichen Veränderungen ist die mit dem Alter nachlassende Hormonproduktion. Hormone sind bei Frauen und Männern in jedem Alter maßgeblich mitverantwortlich für ein gesundes und jugendliches Aussehen. Sie sind die Wachstumsfaktoren, die aufbauend, stärkend und verjüngend auf alle Hautschichten wirken. Sie beeinflussen die Regenerationsfähigkeit der Haut, die Bildung von Kollagen, die Wasserbindungsfähigkeit des Gewebes sowie dessen Durchblutung. Die Hormone sind aber auch zuständig für die psychische Stabilität, für die Lust und für die Liebe. Zu den Hormonen, die mit fortschreitendem Alter für unser Wohlbefinden verantwortlich sind, zählen:
Anti-Aging-Strategie bedeutet aber nicht immer, dem Körper fehlende Substanzen von außen zuzuführen. Mitunter gelingt es auch, die körpereigene Hormonproduktion anzuregen. Das gilt zumindest für zwei wichtige Hormone, die für das Altern verantwortlich sind: das Wachstumshormon und das Melatonin.
Beim so genannten Dinner-Cancelling- Konzept nehmen Sie nach 18.00 Uhr keine Nahrung mehr ein.Ziel ist ein Anstieg des Wachstumshormons und des Melatonins und damit ein jungerhaltender Effekt. Kurz nach Mitternacht setzt der Körper die größten Mengen von Wachstumshormonen frei, damit sie in unserem Körper Reparaturen vornehmen. Bei einer kalorienreichen Abendmahlzeit benötigt unser Körper soviel Energie für die Verdauung, dass für die Freisetzung von Wachstumshormonen kaum Energie übrig bleibt. Das Ergebnis:Wir werden schneller „abgenutzt“ und älter. Ähnliches gilt auch für Melatonin, das in der Nacht in hohen Mengen freigesetzt wird. Das Melatonin senkt die nächtliche Körpertemperatur des Menschen mit der Folge, dass alle biochemischen Reaktionen gebremst und Energie gespart wird. Damit wird die Lebensdauer einzelner Organe verlängert.
Zum Anti-Aging-Programm gehört auch die richtige Ernährung. Nur wenige wissen, dass die Natur uns mit „Anti- Aging-Essen“ versorgt hat, welches uns alle nötigen Hormone liefern kann. Diese so genannten Phytohormone können den Mangel an den wichtigsten Substanzen in unserem Körper decken. Erbsen, Bohnen und Linsen zum Beispiel regen die Bildung des Wachstumshormons an. Pflanzliche Östrogene lassen sich gut durch Soja und Rotklee aufnehmen. Haferflocken enthalten androgenähnliche Substanzen, die in der Struktur den männlichen Sexualhormonen gleichen. Ginseng zeigt Wirkungen, die denen des männlichen Hormons Testosteron entsprechen. Progesterone bekommt man durch Leinöl und Mönchspfeffer. Ein nicht zu unterschätzendes Therapeutikum gegen Altern ist der Sport.
Regelmäßige Bewegung, am besten an der frischen Luft und an die individuelle Leistungsfähigkeit angepasst, verbessert die Zufuhr von Sauerstoff in die Zellen. Der Abtransport von Schadstoffen wird beschleunigt, Muskelmasse baut sich auf und die Fettverbrennung wird angekurbelt. Wer schon in jungen Jahren auf seinen Körper achtet und richtige Ernährung und Bewegung zur Routine macht, kann den physischen und psychischen Abbau um mehrere Jahre hinauszögern.
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In den letzten Monaten häufen sich wissenschaftliche Berichte darüber, wie sehr die Ernährung chronische Krankheiten von Bluthochdruck, Diabetes, Arthritis, Rheuma bis hin zur Demenz, Krebs und Herzinfarkt beeinflusst. Eines kristallisiert sich dabei ganz eindeutig heraus: Das falsche Essen entfacht gefährliche Entzündungsreaktionen im Körper. Diese sind für viele Zivilisationskrankheiten verantwortlich.
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Heinz Neuenhaus aus Jüchen schreibt:
„Er hat es als Erster geschafft, meine Ernährung zu ändern! Dr. Spitzbart hat nämlich zuvor die biologischen Zusammenhänge im Körper aufgezeigt.“
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